Zeit sparen durch Integration des ServicePack
Jeder, der Windows XP gekauft hat und dann und wann auch neu installiert, ärgert sich, wenn er danach händisch sein ServicePack einspielen muß. Nun gibt es seit Windows XP die hervorragende Funktion, das Servicepack in die Installationsdateien integrieren. Das hilft jedoch recht wenig, wenn man die zusammengeführten Daten nicht wieder auf eine bootfähige CD bringt.
Wie?
- Erster Schritt ist das Integrieren des Servicepacks in die Installationsdateien. Dazu die ganze Windows XP-CD auf Festplatte kopieren, dann das Servicepack-Programm aufrufen mit Parameter: update.exe -s:<Verzeichnis>, wobei <Verzeichnis> den vollständigen Pfad zu den CD-Dateien angibt
- Nun benötigt man den Bootsektor der Win2k-CD. Der einfachheithalber habe ich hier die Bootsektoren für die
deutsche und die
englische Version hinterlegt. - Jetzt ist die Zeit für ein Brennprogramm. Am besten funktioniert für unsere Zweck CDRWin von
GoldenHawk. Es gibt eine Trial-Version, die nur in einfacher Geschwindigkeit brennt. Aber für unsere Zwecke ist das ausreichend (macht man ja nicht täglich). Jedes andere Brennprogramm ist genauso geeignet, die entsprechenden Möglichkeiten für die Einstellungen bieten sich in jedem anständigen Produkt. - Nach dem Starten des Programms wählt man „File Backup and Tools“

- Den nun angezeigten Dialog füllt man aus wie gezeigt:

Was bei mir E:\W2PFPP_DE heißt, muß natürlich der Pfad sein, in dem die CD-Dateien liegen. Wichtig: nicht die einzelnen Unterverzeichnisse hinzufügen, sondern nur das oberste Verzeichnis.
- Ein Klick auf „Advanced Options“ bringt den Volume Descriptor, den man prinzipiell bis auf den Eintrag „Volume Label“ leer lassen kann, dort jedoch muß „W2PFPP_DE“ stehen
- Wichtiger sind da schon die Einstellungen für „Bootable Disc“:

Klar, in „Image File Name“ muß der richtige Dateiname zur Bootsektordatei stehen.
- Jetzt bestätigen und auf „Start“ drücken. Noch ein wenig Geduld und fertig ist die CD.
Die Anleitung habe ich in englischer Sprache gefunden auf
The Techguide Ich habe sie ausprobiert und mit eigenen Screenshots versehen.
Muß ich unbedingt CDRWin verwenden?
Natürlich nicht. Alle gängigen Brennprogramme bieten die Möglichkeit, bootfähige CDs zu erstellen. Die Einstellungen sind sinngemäß immer die gleichen, die Werte müssen exakt genauso eingetragen werden.
Funktioniert das auch bei Windows 2000?
Ja.
Funktioniert das auch bei Windows NT 4.0?
Nein. NT 4.0 ServicePacks unterstützen die Integration nicht. Bestimmt lassen sich die Dateien und auch die Installationsroutine patchen. Aber das ist zweifellos eine nicht-triviale Angelegenheit, die ich noch nie benötigt und durchgeführt habe.
Funktioniert das auch mit den Patches?
Jain. Bei manchen Patches funktioniert es, bei manchen wiederum nicht.

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