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	<title>Dr. Joachim Schlosser &#187; Bahn</title>
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	<description>Gedanken zum Lesen, Schreiben, LaTeX und Simulation</description>
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		<title>Stress liegt im Auge des Betrachters – Was Pendler nicht nerven muss</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 21:04:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Die Karrierebibel listet uns uns auf, <a href="http://karrierebibel.de/stressfaktoren-was-pendler-auf-dem-weg-zur-arbeit-nervt/" class="liexternal">was Pendler auf dem Weg zur Arbeit nervt</a>. Das erinnert mich unbedingt an meine Behauptung »<a href="http://schlosser.info/die-eigene-sichtweise-macht-die-realitaet-aus/" title="Die eigene Sichtweise macht die Realität aus" class="liinternal">Die eigene Sichtweise macht die Realität aus</a>«.</p>
<p>Die Frage ist doch, ob ich diese Faktoren nur »nicht begrüße« oder ob sie mir »Stress machen«. Und ob mir etwas Stress macht, ist allein <em>meine Entscheidung</em>. Wie <a href="http://www.abenteuer-motivation.de" class="liexternal">Nicola Fritze</a> zu sagen pflegt: Ich habe immer die Wahl.</p>
<h2>Stressfaktoren und andere Sichtweisen darauf</h2>
<h3>1.	Verspätungen und Betriebsstörungen	44%</h3>
<p>Verspätungen sind immer schade. Meine Verspätungen sind meist weniger als 30min, vielleicht habe ich da einfach Glück.</p>
<p>Mein Tipp: Immer … <a href="http://schlosser.info/stress-liegt-im-auge-des-betrachters-was-pendler-nicht-nerven-muss/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Karrierebibel listet uns uns auf, <a href="http://karrierebibel.de/stressfaktoren-was-pendler-auf-dem-weg-zur-arbeit-nervt/" class="liexternal">was Pendler auf dem Weg zur Arbeit nervt</a>. Das erinnert mich unbedingt an meine Behauptung »<a href="http://schlosser.info/die-eigene-sichtweise-macht-die-realitaet-aus/" title="Die eigene Sichtweise macht die Realität aus" class="liinternal">Die eigene Sichtweise macht die Realität aus</a>«.</p>
<p>Die Frage ist doch, ob ich diese Faktoren nur »nicht begrüße« oder ob sie mir »Stress machen«. Und ob mir etwas Stress macht, ist allein <em>meine Entscheidung</em>. Wie <a href="http://www.abenteuer-motivation.de" class="liexternal">Nicola Fritze</a> zu sagen pflegt: Ich habe immer die Wahl.</p>
<h2>Stressfaktoren und andere Sichtweisen darauf</h2>
<h3>1.	Verspätungen und Betriebsstörungen	44%</h3>
<p>Verspätungen sind immer schade. Meine Verspätungen sind meist weniger als 30min, vielleicht habe ich da einfach Glück.</p>
<p>Mein Tipp: Immer was zu lesen oder zum arbeiten dabei haben. Mit Laptop zum Arbeiten stören mich Verspätungen nur wenig. Über die Hälfte der Befragten sieht das auch nicht als Stressfaktor an.</p>
<p>Im Auto ist ein Stau ebenfalls bedauerlich, doch viel besser auszuhalten, wenn man Musik oder einen schönen Podcast dabei hat. Wenn ich freilich so spät losfahre, dass jeder Stau meinen Termin infrage stellt, dann habe ich Stress. Der ist durch gute Planung zu vermeiden.</p>
<h3>2.	Schlechte/gefährliche Fahrweise	40%</h3>
<p>Immer überlegen, ob der andere schlecht/gefährlich fährt oder ob ich selber vielleicht mit meiner Reaktionsgeschwindigkeit nicht ganz auf der Höhe bin. Vielleicht bin ich nicht ausgeschlafen oder heute mal schreckhaft?</p>
<h3>3.	Aggressive Autofahrer	38%</h3>
<p>Ist tatsächlich der andere aggressiv? Oder bin ich&#8217;s selbst und interpretiere Handlungen des anderen?</p>
<p>Habe ich einen Drängler hinter mir, so lasse ich ihn vorbei und muss mir keine Gedanken mehr über ihn machen.</p>
<h3>4.	Mangelnde Information durch Verkehrsunternehmen	25%</h3>
<p>Stimmt, das ist schade. Aber verursacht es Stress?</p>
<h3>5.	Schlechte Luft und Hitze	22%</h3>
<p>Wo? Im Auto? Lüften! In der Bahn? Ja, in der Tat schade. Wäre ich grad in einer Disco, wär die Luft noch schlechter und heißer. Also, Musik auf dem iPod aufdrehen und Disco-Feeling starten.</p>
<p>Ich gebe zu: ich geh nicht in Discos. Schlechte Luft und Hitze ist etwas, was mich im Zug tatsächlich bisweilen stört. Aber Stress verursacht schlechte Luft keinen, höchstens Übelkeit.</p>
<p>Die beste Sicht auf ausgefallene Klimaanlagen im ICE bieten übrigens die <a href="http://images.google.de/images?q=karikatur+ice+sauna" target="_blank" class="liexternal">Karikaturen</a>, die wir im Sommer sahen.</p>
<h3>6.	Laute Handy-Gespräche	21%</h3>
<p>Da kann ich recht einfach selbst Abhilfe schaffen und den betreffenden bitten, leiser zu telefonieren. Die meisten machen das ja unabsichtlich und sind sogar dankbar für eine freundliche Bitte.</p>
<p>Oder ich setze mich im Zug in einen Wagen mit dem »pssst«-Zeichen. Oder ich setze meine Kopfhörer auf.</p>
<h3>7.	Körper- und Essensgerüche	13%</h3>
<p>Dann setz ich mich woanders hin. Hilft. Ein kurzer Gesichtscheck beim Einsteigen davor hilft ebenfalls. Pendler entwickeln im Normalfall einen guten Blick für sowas.</p>
<h2>Stress liegt im Auge des Betrachters&#8230;</h2>
<p>&#8230; nicht in der Sache selbst.</p>
<p>Was stresst Sie? Und wie könnten Sie es anders sehen?</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/stress-liegt-im-auge-des-betrachters-was-pendler-nicht-nerven-muss/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unterwegs 2 &#8211; (fast) noch ein Gedicht</title>
		<link>http://schlosser.info/unterwegs-2-fast-noch-ein-gedicht/</link>
		<comments>http://schlosser.info/unterwegs-2-fast-noch-ein-gedicht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 07:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://schlosser.info/wp-content/uploads/winterbahn.jpg" rel="lightbox[954]" title="Bahnhalt im Winter" class="liimagelink"><img class="aligncenter size-medium wp-image-955" title="Bahnhalt im Winter" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/winterbahn-300x224.jpg" alt="Bahnhalt im Winter" width="300" height="224" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://schlosser.info/wp-content/uploads/winterbahn.jpg" class="liinternal"></a>Es schiebt nach links, nach rechts es ruckt<br />
Allein den Vortrieb spürt man nicht<br />
Durch den Abend sausend eilt der Zug<br />
Der Heimat entgegen, dem Licht</p>
<p>Der Bildschirm leuchtet am Nebentisch<br />
Allein es bewegt sich ein Bilderreigen<br />
Das Tabellenwerk ist noch ganz frisch<br />
Geschäftig klackern die Tasten beim Schreiben</p>
<p>Leises Murmeln schwingt im Wagen<br />
Durchbrochen nur vom Rascheln der Bücher, weiter<br />
Vom näselnden Klang der Ansagen<br />
Von den schreitenden Schritten der Zugbegleiter</p>
<p>Die geschäftig wandeln und prüfen<br />
Innig in die Geräte blickend als ob dort<br />
Eine Wahrheit verkündet sie trüge<br />
Zur Zufriedenheit ihrer Gäste fort</p>
<p>Des Wassers Oberfläche im Glas … <a href="http://schlosser.info/unterwegs-2-fast-noch-ein-gedicht/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://schlosser.info/wp-content/uploads/winterbahn.jpg" rel="lightbox[954]" title="Bahnhalt im Winter" class="liimagelink"><img class="aligncenter size-medium wp-image-955" title="Bahnhalt im Winter" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/winterbahn-300x224.jpg" alt="Bahnhalt im Winter" width="300" height="224" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://schlosser.info/wp-content/uploads/winterbahn.jpg" class="liinternal"></a>Es schiebt nach links, nach rechts es ruckt<br />
Allein den Vortrieb spürt man nicht<br />
Durch den Abend sausend eilt der Zug<br />
Der Heimat entgegen, dem Licht</p>
<p>Der Bildschirm leuchtet am Nebentisch<br />
Allein es bewegt sich ein Bilderreigen<br />
Das Tabellenwerk ist noch ganz frisch<br />
Geschäftig klackern die Tasten beim Schreiben</p>
<p>Leises Murmeln schwingt im Wagen<br />
Durchbrochen nur vom Rascheln der Bücher, weiter<br />
Vom näselnden Klang der Ansagen<br />
Von den schreitenden Schritten der Zugbegleiter</p>
<p>Die geschäftig wandeln und prüfen<br />
Innig in die Geräte blickend als ob dort<br />
Eine Wahrheit verkündet sie trüge<br />
Zur Zufriedenheit ihrer Gäste fort</p>
<p>Des Wassers Oberfläche im Glas kräuselt Kreise<br />
Gleichmäßiger Rhythmus der Gleise<br />
Und Räder und Achsen<br />
Muster der Reise.</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/unterwegs-2-fast-noch-ein-gedicht/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Augsburg 21 oder wie Diskussionen mit dem Harvard-Konzept erfreulicher sein könnten</title>
		<link>http://schlosser.info/augsburg-21-oder-wie-diskussionen-erfreulicher-sein-koennten/</link>
		<comments>http://schlosser.info/augsburg-21-oder-wie-diskussionen-erfreulicher-sein-koennten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 20:14:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Nahverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Problemlösung]]></category>
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		<description><![CDATA[<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Das-Harvard-Konzept-Verhandlungstechnik-Roger-Fisher/dp/3593389827%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3593389827" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41kEFN5YdLL._SL110_.jpg" width="72" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Das-Harvard-Konzept-Verhandlungstechnik-Roger-Fisher/dp/3593389827%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3593389827" class="liexternal">Das Harvard-Konzept</a></h3>
<p class="author">Ulrich Egger (Vorwort).					Campus Verlag 2009, 					Broschiert,				272 Seiten,				&#8364;&#160;27,00</p>
</div>
<p> Wir hatten in Augsburg auch unser Stuttgart 21. Nicht so groß, nicht so teuer, nicht so weit fortgeschritten, die Proteste nicht so heftig. Und unser Augsburg 21 kommt auch nicht, ein Bürgerentscheid hat das ganze Ende November abgelehnt.</p>
<p>Im Folgenden möchte ich zunächst das Problem schildern, um dann eine Lanze zu brechen für eine andere, bessere Art der Verhandlung und Diskussionsführung, welche dem <strong>Harvard Negotiation Project</strong> entstammt, und die Sie bitte außer für Innenstadtverbesserungen auch für alle anderen Arten von Verhandlungen einsetzen.<!--more--></p>
<h2>Die Aufgabenstellung: Zwei Probleme lösen</h2>
<p>Worum … <a href="http://schlosser.info/augsburg-21-oder-wie-diskussionen-erfreulicher-sein-koennten/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Das-Harvard-Konzept-Verhandlungstechnik-Roger-Fisher/dp/3593389827%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3593389827" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41kEFN5YdLL._SL110_.jpg" width="72" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Das-Harvard-Konzept-Verhandlungstechnik-Roger-Fisher/dp/3593389827%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3593389827" class="liexternal">Das Harvard-Konzept</a></h3>
<p class="author">Ulrich Egger (Vorwort).					Campus Verlag 2009, 					Broschiert,				272 Seiten,				&#8364;&#160;27,00</p>
</div>
<p> Wir hatten in Augsburg auch unser Stuttgart 21. Nicht so groß, nicht so teuer, nicht so weit fortgeschritten, die Proteste nicht so heftig. Und unser Augsburg 21 kommt auch nicht, ein Bürgerentscheid hat das ganze Ende November abgelehnt.</p>
<p>Im Folgenden möchte ich zunächst das Problem schildern, um dann eine Lanze zu brechen für eine andere, bessere Art der Verhandlung und Diskussionsführung, welche dem <strong>Harvard Negotiation Project</strong> entstammt, und die Sie bitte außer für Innenstadtverbesserungen auch für alle anderen Arten von Verhandlungen einsetzen.<!--more--></p>
<h2>Die Aufgabenstellung: Zwei Probleme lösen</h2>
<p>Worum geht es? Augsburg hat einen zentralen Verkehrsknotenpunkt, an dem sich <em>alle</em> Straßenbahnlinien (auf augschburgerisch “Str<span style="text-decoration: underline;">o</span>ssabo”) und viele Buslinien treffen, die drei innenstädtischen Hauptverkehrsstraßen zusammenlaufen und die Fußgängerzone (dazu später) beginnt. An diesem Platz staut es sich oft sowohl auf den Straßen als auch auf den Gleisen, da an die Haltestellen eben nur ein bis zwei Straßenbahnen passen. Als wenn das nicht genug wäre, ist dieser zentrale Verkehrsknotenpunkt heißt Königsplatz und ist circa einen Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt, der Augsburg an die Welt anbindet oder anbinden könnte. Dieser wiederum erfuhr zwar im Gebäude selbst heuer eine kleine Renovierung, so dass ich nun schon fast von einer Bahnhofshalle sprechen möchte, glänzt ansonsten jedoch leider durch enge Bahnsteige, noch engere Treppen, fehlende Rolltreppen und nicht vorhandene Aufzüge. Wer dort mit Gehbehinderung, großem Rollkoffer oder Kinderwagen – am besten noch mit größerem, nebenherspringenden und zu beaufsichtigendem Zweit-Kind &#8211; unterwegs ist, hat nicht viel Spaß. Zudem ist der Bahnhof und die Straßenbahn nicht integriert, die Haltestelle “Bahnhof” liegt ums Eck eine Straße weiter.</p>
<p>Nun bestehen seit vielen Jahren Bestrebungen, diese zwei Problembereiche anzugehen, nachdem ein weiterer Bereich – die Fußgängerzone, die verbessert und vergrößert werden sollte – mittlerweile aufgegeben wurde.</p>
<p>Für den Bahnhof möchte die Politik gerne eine Straßenbahnunterführung mit Haltepunkt und die Bahnsteige ein wenig umbauen. Diese Maßnahme wird in zeitlich begrenztem Rahmen wohl auch vom Freistaat Bayern gefördert werden (merken!).</p>
<p>Am <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/regid,2_puid,2_pageid,16054.html" class="liexternal">Königsplatz war ein Streit entbrannt</a>, was die beste Lösung wäre. Die <a href="http://www5.azol.de/koe-umbau/plan.html" class="liexternal">Vorschläge</a> gingen von einer Vergrößerung des Haltestellendreiecks auf Kosten eines angrenzenden Parks über die Verkehrsberuhigung einer der drei Hauptstraßen bis hin zum Vorschlag, mit Hilfe eines  Autotunnels einen Großteil des Verkehrs unter den Platz zu verlegen. Und es war ja nicht der erste, unter anderem gab es dazu schonmal einen <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-Augsburgs-Buerger-stoppen-schnellen-Koe-Umbau-_arid,1088214_regid,2_puid,2_pageid,4490.html" class="liexternal">Bürgerentscheid in 2007</a>.</p>
<h2>Die Diskussion: Zwei Probleme verknüpfen</h2>
<p>Der derzeitige Oberbürgermeister war vor einigen Jahren in seine Antrittswahl gegangen mit als <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-Hitzige-Debatte-beim-AZ-Forum-zum-Koenigsplatz-Umbau-_arid,2296907_regid,2_puid,2_pageid,4490.html" class="liexternal">Befürworter der</a> <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-Heillos-verheddert-_arid,2134179_regid,2_puid,2_pageid,4490.html" class="liexternal">Tunnellösung</a>. Die Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs, die Stadtwerke Augsburg, hatten jedoch starke Bedenken gegenüber der Tunnellösung. Bis dahin erschien mir das ganze als durchaus fruchtbare Diskussion, bis dann auf einmal die Problembereiche Bahnhof und Königsplatz miteinander verknüpft wurden, und zwar über die <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-Ministerium-Foerdergelder-gibt-es-nur-bis-2019-_arid,2292353_regid,2_puid,2_pageid,4490.html" class="liexternal">zeitlich begrenzte Förderung</a>, die bei zögerlicher Umsetzung verloren ginge. Es folgte ein offener Planungswettbewerb für den Königsplatz nach Vorgaben der Stadtwerke, bei dem Vorschläge mit Tunnel von vornherein ausgeschlossen wurden. Eine Einreichung gewann, die sich naturgemäß nicht substantiell von vielen anderen unterschied. Doch sie hatte gewonnen. In der aufkommenden Diskussion gab es nun ein schönes Argument, es hätte ja nunmal ein Vorschlag den offenen Wettbewerb gewonnen, der halt keinen Tunnel beinhaltet.</p>
<h2>Der Bürgerentscheid</h2>
<p>Die Wogen glätteten sich nicht, ein Stadtrat (!) rief ein Bürgerbegehren aus und wollte die Tunnellösung durchsetzen. Dies war zweifellos der Startschuss für eine neue, beispielhafte Phase von Kommunalpolitik, in der der Oberbürgermeister zum Tunnelgegner wurde, ein Gutteil der Stadträte der regierenden Mehrparteienkoalition diese verließ, zugegebenermaßen auch aus anderen Gründen, und die Stadtwerke eine massive Plakatierung der zentralen Plätze in Augsburg durch die Stadtwerke mit Anti-Tunnel-Plakaten vornahm. Hauptargument war stets die drohende Nichtumsetzung der Bahnhofserneuerung, also einer Querverbindung, die mit dem eigentlichen Problem gar nichts zu tun hatte. Die Stadtwerke drohten erhebliche Mehrkosten gingen selbstverständlich zu Lasten der Fahrgäste und erhöhten quasi als Fingerzeig die Fahrpreise. Andere Stimmen sagen, die jüngste Fahrpreiserhöhung wäre ja logisch, da die Anti-Tunnel-Aktionen den Etat der Stadtwerke doch erheblich beansprucht hätten, man müsse quasi als Fahrgast die Überredung der Bevölkerung selbst bezahlen.</p>
<p>Tunnelbefürworter zeterten, die Verkehrsberuhigung einer Straße führte unweigerlich zum Verkehrskollaps. Tunnelgegner argumentierten, der Tunnel würde mit 135m Länge plus jeweils 80m Rampen das Stadtbild verschandeln und erwartete archäologische Funde den Zeitplan vollends kippen.</p>
<h2>Der Ausblick: Bleibt so, wie’s ist?</h2>
<p>Der <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-4Augsburg-Koenigsplatz-Tunnel-Entscheidung-_arid,2300084_regid,2_puid,2_pageid,4490.html" class="liexternal">Bürgerentscheid ging dann auch so aus</a>, wie es Wunsch der Stadtwerke, der <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-Buergerentscheid-Koe-Tunnel-Augsburg-_arid,2300014_regid,2_puid,2_pageid,4490.html" class="liexternal">regierenden Koalition und einem Großteil der Opposition</a> war: Der Tunnel ist vom Tisch. Dafür wurde der oberirdische Vorschlag, der eine Stillegung einer der Straßen zugunsten einer guten Fußgängerverbindung zwischen Haltestellendreieck und Fußgängerzonen vorsah, dahin weiterentwickelt, dass eine <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-Entlastungsstrasse-wird-sichtbar-_arid,2311250_regid,2_puid,2_pageid,4490.html" class="liexternal">Stilllegung der Straße nicht mehr im vollen Umfang zwingend notwendig</a> ist, was für mich danach klingt, dass es letztlich auf den ursprünglichen Wunsch der Stadtwerke hinauslaufen wird, einfach das Haltestellendreieck auf Kosten des Parks zu vergrößern und einige Ampelschaltungen und Bodenbeläge zu ersetzen. Über den Bahnhof wird derzeit gar nicht mehr gesprochen.</p>
<h2>Das Harvard Negotiation Project als andere Vorgehensweise für die Diskussion?</h2>
<p>Sowohl als Bürger der Stadt und intensiver Bahnnutzer als auch als Mensch, der seinen Lebensunterhalt unter anderem mit der Diskussion mit anderen Menschen verdient, sehe ich durchaus noch Verbesserungspotential in dieser Art kommunaler Problemlösung &#8211; falls die Vorgehensweise diesen Begriff überhaupt verdient.</p>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Das-Harvard-Konzept-Verhandlungstechnik-Roger-Fisher/dp/3593389827%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3593389827" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41kEFN5YdLL._SL110_.jpg" width="72" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Das-Harvard-Konzept-Verhandlungstechnik-Roger-Fisher/dp/3593389827%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3593389827" class="liexternal">Das Harvard-Konzept</a></h3>
<p class="author">Ulrich Egger (Vorwort).					Campus Verlag 2009, 					Broschiert,				272 Seiten,				&#8364;&#160;27,00</p>
</div>
<p> Das Harvard Negotiation Project stellte Mitte der 1980er Jahre eine Vorgehensweise für Verhandlungen vor, die darauf basiert, sich auf Interessen statt auf Positionen der Verhandlungsteilnehmer zu fokussieren, und nicht eine Seite auf Kosten der anderen begünstigt sondern eine langfristige positive Zusammenarbeit fördert. Es geht nicht darum, den Kuchen so aufzuteilen, dass man dem anderen ein möglichst großes Stück abluchst, sondern Wege zu finden, den Kuchen als Ganzes zu vergrößern. Es geht also weniger darum, was der einzelne will, sondern was er braucht. Das schöne an dieser Art zu verhandeln ist, dass sie umso wirkungsvoller ist, je mehr Teilnehmer sie beherrschen, und eben keine Geheimwissenschaft ist, die irgendwelche Tricks lehrt. Neben Schulungen in aller Welt gibt es auch zwei wunderbare Bücher dazu, “<a href="http://www.amazon.de/gp/product/1844131467?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1844131467" class="liexternal">Getting to Yes</a>” (auf Deutsch “<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593389827?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3593389827" class="liexternal">Das Harvard Konzept</a>”) und darauf aufbauend “<a href="http://www.amazon.de/gp/product/014028852X?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=014028852X" class="liexternal">Difficult Conversations</a>” (auf Deutsch “<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442308720?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3442308720" class="liexternal">Offen gesagt. Erfolgreich schwierige Gespräche meistern</a>”), welche ich Ihnen ans Herz legen möchte.
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/gesagt-Erfolgreich-schwierige-Gespr%C3%A4che-meistern/dp/3442308720%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3442308720" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41G4WMDEATL._SL110_.jpg" width="69" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/gesagt-Erfolgreich-schwierige-Gespr%C3%A4che-meistern/dp/3442308720%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3442308720" class="liexternal">Offen gesagt. Erfolgreich schwierige Gespräche meistern</a></h3>
<p class="author">Douglas Stone.					Goldmann 2000, 					Gebundene Ausgabe,				318 Seiten,				&#8364;&#160;21,45</p>
</div>
<p>Um den Unterschied zwischen Position und Interesse zu verdeutlichen, möchte ich diese für verschiedene Akteure auflisten, wobei ich über das Interesse freilich nur Vermutungen anstellen kann. Interessen werden leider nur selten öffentlich geäußert, meist sind nur Positionen zu hören. Die von mir aufgelisteten möglichen Interessen könnten auf den ersten Blick negativ interpretiert werden, oder lösen vielleicht ein “das ist eine unerhörte Unterstellung” aus, sind jedoch für sich genommen durchaus valide Interessen, die auch der jeweiligen Rollen entspringen. Hätte der jeweilige Akteur deutlich andere Interessen, widerspräche dies oftmals der Rolle oder dem Menschsein.</p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td valign="top"></td>
<td valign="top">Position</td>
<td valign="top">mögliche Interessen</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Oberbürgermeister</td>
<td valign="top">Tunnel ist Ideallösung<br />
Tunnel gefährdet Förderung und fügt dem Stadtbild einen Schaden zu</td>
<td valign="top">(wieder-)gewählt werden</p>
<p>Stadtwerke nicht erzürnen</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Stadtwerke</td>
<td valign="top">Tunnel gefährdet Förderung<br />
Tunnel führt zu mehr Verkehr</td>
<td valign="top">Umsatzsteigerung</p>
<p>Individualverkehr nicht attraktiver machen (eher sogar Position), um Kundenstamm an sich zu binden.</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">bürgerbegehrender Stadtrat</td>
<td valign="top">Tunnel ist Ideallösung</td>
<td valign="top">Profilierung in der Öffentlichkeit</p>
<p>vielen Verkehrsteilnehmern das Leben erleichtern.</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Stadtrat</td>
<td valign="top">Stadtwerkelösung ist ideal (deutliche Mehrheit)</td>
<td valign="top">(wieder-)gewählt werden</p>
<p>vielen Verkehrsteilnehmern das Leben erleichtern</p>
<p>Stadtwerke wohlgesonnen gegenüber den einzelnen Personen stimmen</p>
<p>Fördermittel von Freistaat und Bund nutzen</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Bürger</td>
<td valign="top">Kein Tunnel (ca. 70%)<br />
Tunnel (ca. 30%)<br />
Nichtwähler (&gt;70%)</td>
<td valign="top">sich selbst das Leben angenehm gestalten</p>
<p>nicht viel von Politik hören</p>
<p>das Gefühl haben, dass Steuergelder sinnvoll verwendet werden</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Der Autofahrer</td>
<td valign="top">&lt;mir nicht bekannt&gt;</td>
<td valign="top">schnell ans Ziel kommen</p>
<p>staufreies Fahren</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Der Fußgänger</td>
<td valign="top">&lt;mir nicht bekannt&gt;</td>
<td valign="top">unbekümmert durch die Stadt laufen</p>
<p>freie Sicht und keine Gefahr durch Autos</p>
<p>Weite des Raums in der Fußgängerzone und Innenstadt</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">Der Straßenbahnnutzer</td>
<td valign="top">&lt;mir nicht bekannt&gt;</td>
<td valign="top">flott ans Ziel kommen, keine Behinderungen</p>
<p>gleichbleibende Kosten</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Das-Harvard-Konzept-Verhandlungstechnik-Roger-Fisher/dp/3593389959%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3593389959" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51qPn30TtmL._SL110_.jpg" width="110" height="109" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Das-Harvard-Konzept-Verhandlungstechnik-Roger-Fisher/dp/3593389959%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3593389959" class="liexternal">Das Harvard-Konzept</a></h3>
<p class="author">Ulrich Egger (Vorwort).					Campus Verlag 2009, 					Audio CD,				&#8364;&#160;21,30</p>
</div>
<p> Die Auflistung zeigt verschiedene Aspekte:</p>
<ol>
<li>Positionen und Interessen sind für einzelne Akteure nicht notwendigerweise deckungsgleich.</li>
<li>Akteure mit verschiedenen Positionen können gleiche Interessen haben (z.B. begehrender Stadtrat und Stadtrat, Stadtrat und Bürgermeister)</li>
<li>Akteure mit gleichen Positionen haben durchaus verschiedene Interessen (z.B. Stadtwerke und Oberbürgermeister)</li>
<li>Altruismus kann im Einzelfall auftreten, ist jeder weder zu erwarten noch Voraussetzung.</li>
</ol>
<p>Die Positionen sind offensichtlich nicht zusammenzubringen. Wenn eine gewinnt, verliert die andere. Die Frage ist also, ob es eine Lösung geben kann, die einen Großteil der Interessen der Akteure befördert. Wenn der Kuchen also darin besteht, sich zwischen zwei Lösungen “135m Tunnel” und “Straße stilllegen” zu entscheiden, funktioniert das nicht. Wenn jeder der Beteiligten das Interesse hat, ein großes Stück Kuchen zu bekommen und nicht notwendigerweise ein größeres Stück als der andere, dann kann die Frage geändert werden in: Wie kann dieser Kuchen vergrößert werden?</p>
<h2>Den Kuchen vergrößern</h2>
<p>Verhandlungen funktionieren dann am besten, wenn beide Seiten nach Optionen suchen, die auch in völlig andere Richtungen gehen können als die ursprünglichen Positionen oder auch in ähnliche, aber darüber hinaus. Die Aufgabe lautet dann nämlich nicht mehr, dem anderen etwas wegzunehmen, sondern aus dem reichhaltigen Strauß an Optionen die Kombination herauszufinden, die allen ermöglicht, ihre Interessen insgesamt zu wahren.</p>
<p>Nun werden einige ausrufen, wie ich denn dafür sein könne, dass den Stadtwerken geholfen wird ihren Kundenstamm an sich zu binden, oder dem Oberbürgermeister wiedergewählt zu werden, oder dem bürgerbegehrenden Stadtrat bei der Profilierung in der Öffentlichkeit? Ich meine das sind alles valide Interessen. Eine Firma hat dafür zu sorgen, dass ihr Kundenstamm motiviert ist, weiter die Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen und zu zahlen. Ein Politiker hat selbstverständlich Interesse daran, gewählt zu werden, denn nur dann kann er politisch wirklich agieren. Und natürlich will ein Stadtrat bekannter werden, sonst ginge er in eine stille Anstellung in der Verwaltung. Das Interesse als solches ist in den meisten Fällen okay.</p>
<p>Viele Optionen sind natürlich durch den Bürgerentscheid – der ja eine Position festlegte, nicht ein Interesse – jetzt ausgeschlossen. Ohne mir überschäumende Kompetenz anzumaßen, möchte ich einige Ideen für Optionen auflisten. Nicht alle der Optionen passen zu anderen, und doch können Sie den Kuchen für alle vergrößern. Geld ist für mich da zunächst kein Argument, da die Maßnahmen in Summe ohnehin viel davon erfordern werden. Mehr Wert darf doch auch mehr kosten, oder?</p>
<ul>
<li>Wenn ein kurzer Tunnel wegen der nahe beieinander liegenden Rampen das Stadtbild der Konrad-Adenauer-Allee und Fuggerstrasse verschandelt, dann könnte ein Tunnel ja vom Theodor-Heuss-Platz bis zum Stadttheater gehen.</li>
<li>Virtuelle, Studien machen mögliche Ergebnisse dreidimensional erlebbar, so dass auch Ästhetik für verschiedene Lösungen evaluiert werden könnte.</li>
<li>Die Stadtwerke dürfen Werbeflächen in einem Tunnel kostenfrei bestücken und damit mehr Kunden ziehen.</li>
<li>Parkscheine der in der Nähe liegenden Parkhäuser enthalten einen Ein-Zonen-Fahrschein, um autofahrende Innenstadtbesucher zum Bus- oder Straßenbahnfahren zu animieren.</li>
<li>Eine verkehrslastabhängige, integrierte Ampelschaltung an den ca. 20 innerstädtischen Hauptkreuzungen könnte für schnelleren und haltefreien Durch- bzw. Abfluss des Verkehrs sorgen.</li>
<li>Ähnlich, wie viele Geschäfte heute schon Parkvergütungen gewähren, könnte dem Handel ein Modell angeboten werden, mit dem die Kunden durch Fahrscheine oder Anrechnung darauf zum öffentlichen Nahverkehr animiert werden.</li>
<li>Im Umkreis von drei Haltestellen um den Königsplatz herum könnten Straßenbahnen kostenlos sein und der Betrag als Umlage von der Stadt an die Stadtwerke gehen. Der Werbeeffekt dürfte gigantisch sein.</li>
<li>Nicht die Autos gehen in den Untergrund, sondern die Straßenbahnen auf Ost-West-Richtung zwischen Halderstraße und Moritz- oder Rathausplatz. Dies entlastet die Kreuzung der Straßenbahn mit der Fuggerstrasse und schafft zusätzlichen Raum in der Fußgängerzone.</li>
<li>Die Straßenbahn geht in den Untergrund <em>und</em> der südliche Teil der Fuggerstraße wird für den Autoverkehr gesperrt. Eine Fußgängerzone, die dann mit kleiner Unterbrechung auch noch die Bahnhofsstrasse miteinbezieht, welche dann ebenfalls autofrei werden sollte, gibt Augsburg einen Fußgängerbereich, der der Größe der Stadt angemessen wäre.</li>
<li>Die Straßenbahn wird ca. 1m tiefer gelegt im Bereich der Überfahrt über die Fuggerstraße, derselbe Bereich der Straße führt auf Stelzen über den Bereich hinweg.</li>
<li>Der entstehende Platz, der Tunnel, die Überführung oder ähnliches wird dem Oberbürgermeister oder/und dem bürgerbegehrenden Stadtrat gewidmet.</li>
<li>Eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe, die auch Stadträte beinhaltet, könnte die Finanzierungsthematik klären und sicherstellen, dass nicht ohne Not Fördergelder verloren gehen.</li>
<li>Neue Fördermöglichkeiten auftun.</li>
</ul>
<h2>Was noch?</h2>
<p>Welche Optionen könnten den Kuchen noch vergrößern? Vielleicht gibt es ja auch scheinbar ganz schräge Gedanken, die sich aber im Kontext betrachtet als nützlich erweisen? <strong>Bitte in die Kommentare schreiben…</strong></p>
<p>Locker bleiben. <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593389827?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3593389827" class="liexternal">Das Harvard Konzept</a> lesen und einsetzen. Und das gilt nicht nur für diejenigen, die eine Innenstadtverbesserung planen, sondern für alle.</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/augsburg-21-oder-wie-diskussionen-erfreulicher-sein-koennten/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unterwegs 1 &#8211; (fast) ein Gedicht</title>
		<link>http://schlosser.info/unterwegs-1-ein-gedicht/</link>
		<comments>http://schlosser.info/unterwegs-1-ein-gedicht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 06:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Pendeln]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><img style="display: inline; border: 0pt none;" title="Blick auf ein Containerhäuschen am Augsburger Hauptbahnhof" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/IMG_0273.jpg" border="0" alt="Blick auf ein Containerhäuschen am Augsburger Hauptbahnhof" width="530" height="484" /></p>
<p>Menschen im Abteil, gemeinsam unterwegs und doch allein<br />
Verschiedenes Ziel eint ihre Fahrt<br />
Eigene Gedanken, eigene Pläne, starren sie<br />
Oft nicht bedacht, sprechen ins Leere.<br />
Mehr Worte als Sinn, mehr Klang als Raum.</p>
<p>Bahn fährt, Bahn steht. Kalt haucht der Wind an der Kante,<br />
Der Zug kommt gleich oder auch später, meist so.<br />
Doch schließlich naht er. Gedränge an der Tür.<br />
Jeder sucht seinen Platz, viele werden fündig.<br />
Die Reise nach Hause gleicht der nach Jerusalem.</p>
<p>Pendler strömen über den Bahnsteig gleich einer Flut<br />
Fluten sie die Gänge, ergießen sich über die Stiegen<br />
Über die Rolltreppen hinab in die Tiefe … <a href="http://schlosser.info/unterwegs-1-ein-gedicht/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="display: inline; border: 0pt none;" title="Blick auf ein Containerhäuschen am Augsburger Hauptbahnhof" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/IMG_0273.jpg" border="0" alt="Blick auf ein Containerhäuschen am Augsburger Hauptbahnhof" width="530" height="484" /></p>
<p>Menschen im Abteil, gemeinsam unterwegs und doch allein<br />
Verschiedenes Ziel eint ihre Fahrt<br />
Eigene Gedanken, eigene Pläne, starren sie<br />
Oft nicht bedacht, sprechen ins Leere.<br />
Mehr Worte als Sinn, mehr Klang als Raum.</p>
<p>Bahn fährt, Bahn steht. Kalt haucht der Wind an der Kante,<br />
Der Zug kommt gleich oder auch später, meist so.<br />
Doch schließlich naht er. Gedränge an der Tür.<br />
Jeder sucht seinen Platz, viele werden fündig.<br />
Die Reise nach Hause gleicht der nach Jerusalem.</p>
<p>Pendler strömen über den Bahnsteig gleich einer Flut<br />
Fluten sie die Gänge, ergießen sich über die Stiegen<br />
Über die Rolltreppen hinab in die Tiefe klingen<br />
Die Schritte der Menschen, die in Eile sind<br />
Und hallt das Rumpeln der Züge oben und unten.</p>
<p>Stille umfängt im Park neben dem Bahnhof<br />
Alle die dort gehen oder radeln nach Haus<br />
Manche eilen, manche schlendern<br />
Ein Jogger kreuzt den Weg, dazu ein Hund<br />
Abend ist’s für jeden, ob Ziel oder nicht.</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/unterwegs-1-ein-gedicht/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>10 Gründe, warum Bahnfahren innerdeutsch besser als Fliegen ist</title>
		<link>http://schlosser.info/10-grnde-warum-bahnfahren-innerdeutsch-besser-als-fliegen-ist/</link>
		<comments>http://schlosser.info/10-grnde-warum-bahnfahren-innerdeutsch-besser-als-fliegen-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 23:12:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schlosser.info/10-grnde-warum-bahnfahren-innerdeutsch-besser-als-fliegen-ist-und-einer-warum-nicht/</guid>
		<description><![CDATA[Ja, ich fahre gerne mit dem Zug, vor allem, wenn es auf Dienstreisen geht. Warum? Das möchte ich an dieser Stelle gern mal ausführen. <a class="more-link" href="http://schlosser.info/10-grnde-warum-bahnfahren-innerdeutsch-besser-als-fliegen-ist/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://lh3.ggpht.com/_lOYcmLve5Ro/TB-gSih5FVI/AAAAAAAAAnI/tZGvDgxq3gs/s640/IMAG0075.jpg" /></p>
<p>Ja, ich fahre gerne mit dem Zug, vor allem, wenn es auf Dienstreisen geht. Warum? Das möchte ich an dieser Stelle gern mal ausführen.</p>
<ol>
<li>Im IC/EC/ICE ist auch in der Holzklasse der Sitzabstand größer als im Flugzeug.Genug Platz, um den Laptop aufzuklappen. Außer im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alstom_Coradia_Continental" rel="nofollow" class="liwikipedia">Fuggerexpress</a>, dafür muß ich noch auf meinen Laptop mit deutlich kleinerem Bildschirm warten. </li>
<li>Beim Zugfahren komme ich an den Bahnhof, der Zug kommt, ich setze mich auf meinen Platz und kann dann tun, was ich will. Bei Flieger muß ich erst am Check-In anstehen, dort ggf. mein Gepäck abgeben, dann an der Sicherheitskontrolle anstehen, mir dann die Zeit bis zum Boarding vertreiben, dann beim Boarding anstehen, dann im Flieger anstehen, bis ich an den Platz kam. In Summe mindestens eine halbe Stunde Verschnitt, in der ich nichts wirklich tun kann, noch nicht mal einfach rumsitzen und nichts tun. </li>
<li>Im Zug darf man auch beim anfahren/abbremsen am Laptop arbeiten, im Flugzeug bei Start und Landung nicht. Und die Zeit dazwischen ist auf innerdeutschen Flügen gerademal zwanzig bis dreißig Minuten. Außerdem treten Verspätungen beim Bahnfahren nicht öfter auf als beim Fliegen.</li>
<li>Zugfahren schädigt die Umwelt deutlich weniger als Fliegen. <a href="http://www.bahn.de/p/view/service/umwelt/1_umweltbilanz.shtml" class="liexternal">Je</a> <a href="http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/verkehr/CO2-PKW-Bus-Bahn.html" class="liexternal">nach</a> <a href="http://www.faz.net/s/Rub7F4BEE0E0C39429A8565089709B70C44/Doc~EB61CC368B37845F791AF4E735908A107~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" class="liexternal">Modell</a> entstehen beim Fliegen 300-400g/km CO<sub>2</sub> pro Person, bei der Bahn 40-110g/km CO<sub>2</sub> pro Person </li>
<li>Wenn ich von einem Termin später wegkomme, nehme ich einfach den nächsten Zug. Außer bei Sparpreisen geht dies ohne Umbuchungsgebühr. </li>
<li>Im Zug kann ich dank <a href="http://m.bahn.de" class="liexternal">Handyticket</a> auch noch direkt beim Einsteigen eine Fahrkarte lösen. </li>
<li>Der Zug bringt mich innerhalb Deutschlands überall dahin, wo es das Flugzeug auch kann. Und noch an deutlich mehr Orte. </li>
<li>Im Zug habe ich Internet, sei es via Mobilfunk oder stellenweise sogar WLAN. Im Flugzeug nicht oder nur zu horrenden Kosten. </li>
<li>Die Fenster zum rausschauen sind im Zug deutlich größer. </li>
<li>Beim Bahnfahren darf ich soviel Getränke, Shampoo und Rasierschaum im Handgepäck mitnehmen, wie ich will, und darf sie auch im Kulturbeutel lassen statt sie in durchsichtige Plastiktüten zu stecken.</li>
</ol>
<p>Fazit: Eine Reise von Augsburg nach Hannover dauert mit dem Zug gut vier Stunden, inklusive zehn Minuten Fahrt von mir zu Hause bis zum Bahnhof Augsburg. Mit dem Flugzeug brauche ich eine gute Stunde bis zum Flughafen, fast eine Stunde am Flughafen für Check-in, Sicherheit, Boarding, eine Stunde Flugzeit, eine Stunde für Gepäck einsammeln und vom Flughafen nach Hannover reinkommen. Im einen Zug habe ich fast vier von vier Stunden am Stück für mich, im Flugzeug maximal eine halbe Stunde von vier.</p>
<p>Wie seht Ihr das?</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/10-grnde-warum-bahnfahren-innerdeutsch-besser-als-fliegen-ist/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
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