Neu beim LaTeX-Buch: Errata und Videotutorial

Irgendwann musste es ja mal soweit sein: Stefan S. hat den ersten Fehler der vierten Auflage des LaTeX-Buches gefunden. Die Korrektur desselben finden Sie auf der Errata-Seite. Bei einem Beispiel hatte ich schlichtweg ein Paket vergessen zu erwähnen.

Und noch eine Neuerung gibt es: Die Anleitung fürs Einrichten von LaTeX unter Windows ist auf dem neuesten Stand und berücksichtigt nun auch, dass unter Windows 7 ja nicht jeder unbedingt Adminrechte hat. Und so war es auch fällig, das dazugehörige Video übers Installieren von Emacs unter Windows neu aufzunehmen. Hiermit geschehen:

Und neu in der vierten Auflage: Die Beispiele aus dem Buch und Beispieldokumente liegen direkt auf der Website!

Veröffentlicht unter LaTeX/Textsatz | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Noch nicht zufrieden oder besser als gedacht?

Gaswerk, Foto von Boris Ott

Augsburg, drittgrößte Stadt Bayerns, ist bekannt für… ja was eigentlich? Ein Zeitungsartikel in der Augsburger Allgemeinen über einige Feste und Veranstaltungen am Wochende zeigen Muster auf, die Hinweise auf das darunterliegende Problem geben.

Das »schwäbische Tollwood«

Da machen sich zwei Unternehmer auf und organisieren das Grenzenlos-Festival auf dem Gelände des Gaswerks, einem beeindruckenden Industriedenkmal von überregionaler Bedeutung, und manche nennen es sogar das »schwäbische Tollwood«. Es kamen 70000 Besucher, gehofft hatten sie auf 100000. Das Wetter schien problematisch zu sein, dennoch soll im kommenden Jahr eine Neuauflage folgen.

Wenn ich als Veranstalter mit der Presse spreche und damit tausende potentieller Gäste fürs Folgejahr, sollte ich dann herumweinen und meine Probleme und Hoffnungen ausbreiten? Was sendet das für eine Botschaft? Ich lese da »es war nix los« und »wenn das Wetter nicht optimal ist, braucht man nicht hinzugehen, das sagt sogar der Veranstalter«.

Reggae-Sänger Gentleman sang vor 1500 Besuchern, und ein Ensemble der Münchner Philharmoniker spielte ohne dass dafür Eintritt verlangt wurde, nachdem offensichtlich kaum Eintrittskarten verkauft wurden. Der Artikel schreibt »Strehle verbucht es unter Werbung«. Klingt das so als sei er froh darüber?

Will der Veranstalter das Event nochmal durchführen? Wohl ja. Wäre es dann vielleicht eine gute Idee, jetzt schon Lust auf das nächste Mal zu machen und das Interview als Werbemaßnahme zu nutzen? Ich meine ja. Meine Güte, 70000 Besucher an einem Wochenende, das ist ein Viertel der Stadtbevölkerung. Da kann man doch ruhig sagen »die Besucher kamen in Scharen und hatten Spaß. Wir sind stolz, aus dem Stand so ein attraktives Fest für Augsburg geschaffen zu haben. Trotz des Wetters kamen über 70000, wohl auch weil das Gelände ja durchaus auch Regenschutz bietet. Bei schönem Wetter nächstes Jahr sind wir zuversichtlich, noch einen draufsatteln zu können. Voll bewährt hat sich auch, das Konzert von Gentleman und dem Ensemble der Münchner Philharmoniker. Um möglichst vielen Besuchern den Genuß zu ermöglichen, haben wir diesen musikalischen Hochgenuß mit freiem Eintritt angeboten, was dann auch rege angenommen wurde.«

Die Fakten sind dieselben, und doch: klingt das nicht viel positiver und macht mehr Lust auf die Neuauflage des Festes?

Jakober Kirchweih

Ist das vorteilhaft, wenn das Zitat zum Fest »Dort muss frischer Wind rein, das ist nicht gut, was da läuft« lautet, so wie Sabine Hofmann vom Stadtteilverein lamentiert? Bei aller berechtigert Kritik, wäre es nicht für das durch die Zeitung ja angesprochene mögliche Publikum attraktiver etwas so anzusprechen: »Die Jakober Kirchweih ist das traditionsreichste Volksfest in Schwaben. Für das kommende Jahr nehmen wir uns zusammen mit der Stadtverwaltung und den Schaustellern einiges vor, damit die Augsburger die Schönheit des Festes noch mehr genießen und erleben können. Ich freue mich deshalb auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Ordnungsreferenten Volker Ullrich und dem Marktamtschef Werker Kaufmann.« Klingt das nicht deutlich positiver statt nur lamentierend?

Das Glas ist halb leer oder halb voll…

… und der Ingenieur sagt einfach, das Gefäß sei für die Füllmenge überdimensioniert. Im Ernst: Wer will zu einem Fest, bei dem der Veranstalter in der Zeitung lamentiert? Es geht ja nicht darum, immer top gelaunt zu sein und den Leuten was vorzuschwindeln. Doch die eigene Sichtweise macht die Realität, die eigene und beeinflusst auch die der anderen.

Augsburg ist Einstellungssache.

Doch die Frage bleibt: Trage ich mein Geld gern zu einem, der dann doch nicht zufrieden ist? Oder doch lieber zu einem Veranstalter der danke sagt und sich auch in der Zeitung auf mein Wiederkommen freut?

(Foto: Boris Ott bei Flickr, CC-BY-NC: Bestimmte Rechte vorbehalten)

Veröffentlicht unter Analog | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wann war Ihr letzter Fehlschlag? Versuch und Irrtum als Methode zur Lösungsfindung

Heute sah ich einen TED-Vortrag, der mich schwer beeindruckte: »Tim Harford: Trial, error and the God complex«. Warum? Weil er als Wirtschaftsjournalist ein wesentliches Prinzip des Ingenieurtums aufgreift: Versuch und Fehlschlag – auch wenn er an einer Stelle im Vortrag einen Aspekt ingenieurmäßigen Vorgehens angreift.

Tim Harford ruft uns auf, zu akzeptieren, dass viele Problemstellungen und Aufgaben der Welt zu komplex sind, als dass wir sie zur Lösungsfindung komplett erfassen können. Viele Experten seien anfällig für das »Gott-Syndrom«. Komplexe Aufgaben ließen sich eben oft besser durch Versuch und damit auch durch möglichst gute Fehlschläge lösen.

Das trifft wohl auf auch viele Aufgaben aus dem Ingenieurbereich zu, er selbst nennt als Beispiel den Sprühkopf einer ###. Und hier treffen sich die beiden Welten: Evolution, also Versuch und Fehlschlag, lassen sich mit ingenieurmäßigen Vorgehen ja wunderbar verbinden. Genetische Algorithmen in Verbindung mit Simulation, also dem virtuellen dynamischen Test, lassen uns der Lösung schon sehr nahe kommen. Und dort, wo sich das Modell gegenüber der Realität geschlagen geben muss, bedarf es dann eben noch realer Versuche und Tests.

Entscheidend dürfte dabei wohl sein, dass dieses Ausprobieren und Versuchen nicht blind geschieht, sondern die Ergebnisse jeder Runde jeweils bewertet werden. Das heißt auch, dass es viele Runden des Ausprobierens benötigt. Wie Tim Harford berichtet, sollte dies nicht unbedingt durch realen Versuch geschehen, sondern durch Simulation.

Ich freue mich, dass das Thema simulationsbasierte Optimierung damit einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wird. Vor allem, weil ja keiner die Genetik selbst ausprogrammieren muss, sondern es dafür vorgefertigte Werkzeuge gibt. Naheliegend für solche Verfahren erscheinen Probleme aus dem biologisch-medizinischen Bereich. Als ich gestern durch die Anwenderberichte zum Thema globale Optimierungsprobleme auf der Website meines Arbeitgebers, MathWorks, stöberte, fand ich auch einen zum Thema Design einer Brennstoffzelle für den Challenge-X-Wettbewerb an der Uni Waterloo.

Software wird für vielerlei Aufgabenstellung im Bereich der Optimierung benutzt. Das schöne daran ist eben, dass solche Algorithmen nicht länger Mathematikern und Informatikern vorbehalten sind, sondern jeder Fachrichtung offen stehen. Die Kernkompetenz wird damit zunehmend das Formulieren von Problemstellungen in mathematisch orientierten Sprachen wie MATLAB. Das detaillierte Ausprogrammieren des Lösungsalgorithmus reduziert sich stark. Und immer wieder gilt: nur die Fehlschläge bei der Suche nach einer Lösung (die Lösung gibt es ja oft nicht) ermöglichen es, uns zu lernen und den Lösungsraum einzuschränken. Weil anders als die Natur haben wir ja meist nicht ewig Zeit.

Also: Wann war Ihr letzter Fehlschlag? Und welche Schlüsse haben Sie daraus gezogen, um einer Lösung näher zu kommen? Und wie haben Sie in Ihrer Entwicklungsarbeit das Fehlermachen automatisiert?

Disclaimer: Ich arbeite für MathWorks, den Hersteller von MATLAB & Simulink, und verdiene somit durch die Software zur Lösung derartiger Aufgabenstellungen meinen Lebensunterhalt.

Veröffentlicht unter Simulation | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

5 Gründe, von BibTeX auf biber umzusteigen

Literaturverzeichnis LaTeX-Buch

Biber? Ist das nicht das Bäume zernagende Tier? Auch. Im Zusammenhang mit BibTeX, der Literaturverwaltung für LaTeX, ist biber ein besseres Programm, um Literaturverweise zu verarbeiten. Mittlerweile ist biber in MikTeX, der LaTeX-Distribution die ich für Windows empfehle, enthalten; in TeXlive ist biber schon ein wenig länger drin.. Zeit und Plädoyer für einen Umstieg.

Über das Zitieren habe ich schon mehrfach geschrieben, sowohl generell als auch mit konkretem Bezug auf LaTeX. Literaturverweise und Literaturverzeichnis in LaTeX entstehen ja üblicherweise wie folgt: 1) Referenzen erfassen und Zitate im Text kennzeichnen, 2) LaTeX-Prozessor aufrufen, 3) BibTeX-Daten verarbeiten und 4) nochmal den LaTeX-Prozessor aufrufen.

Statt Schritt drei durch bibtex erledigen zu lassen, können Sie biber verwenden. Eine kleine Änderung, kein Zusatzaufwand für alle die, die ohnehin schon das Paket biblatex verwenden – und dazu gibt es übrigens in meinem LaTeX-Lern-Buch ein ganzes Kapitel.

Fünf Gründe sprechen für biber:

  1. Nativer Unicode- und UTF-8 Support. Zwar gibt es mit bibtex8 auch eine Version von bibtex, die mit Umlauten und in Maßen auch mit Zeichenkodierung in UTF-8 umgehen kann. Wenn Sie jedoch flexibel sein wollen, und eventuell Dokumente mit einer Zeichenkodierung mit BibTeX-Datendateien in einer anderen Kodierung mischen möchten, dann ist biber besser geeignet. Die Option bibencoding ist der Schlüssel.
  2. Keine Speicherprobleme mehr. Hat sich bibtex schonmal beschwert über zu wenig Speicher? Sie sind daraufhin auf bibtex8 umgestiegen und haben abenteuerlich anmutende Optionen wie --wolfgang verwendet? Dann wird Ihnen biber Freude bereiten. Weil sich die Frage nach dem Speicher nicht mehr stellt.
  3. Flexibler beim Sortieren von Einträgen. Ihr Fachbereich schreibt vor, bei der Sortierung des Literaturverzeichnisses Groß/Kleinschreibung zu unterscheiden? Oder bewusst zu ignorieren? Die Sprache Ihres Dokuments verlangt eine andere Sortierung als die im Englischen oder Deutschen übliche? Bei biber können Sie das alles einstellen, mittels der Optionen sortupper und sortlocale.
  4. Kapitelweise Verzeichnisse mit nur einem Durchlauf. Im Kapitel zum Thema Literaturverzeichnis im LaTeX-Buch steht, wie Sie ein Literaturverzeichnis je Kapitel erzeugen können. Mit bibtex brauchen Sie pro Kapitel einen eigenen Aufruf des Programms. Mit biber geht das in einem Rutsch.
  5. Flexibler beim Hantieren mit Namen. Sie zitieren öfters mal Menschen, die eine Adelspräposition wie zu, von, van, … im Namen tragen? Dann macht es für nicht nur fürs Sortieren, sondern auch für das Zitieren selbst einen Unterschied, wie Sie den Namen schreiben: »van Beethoven, Ludwig« oder »Beethoven, Ludwig van«. Mit der Option useprefix entscheiden Sie selbst.

Das Konzept BibTeX halte ich nach wie vor für zeitgemäß und sehr flexibel. Das Programm zum Verarbeiten der Literaturdaten jedoch sollte durchaus den Stand der Technik darstellen. bibtex – als Programm, nicht als Konzept – war wunderbar für seine Zeit. Jetzt ist es Zeit für den Nachfolger biber. Wie Sie das dazugehörige Paket biblatex erlernen, steht im Buch.

Und, sind Sie bereit für diese kleine Änderung? Empfehlen Sie diesen Artikel weiter?

Veröffentlicht unter LaTeX/Textsatz, Tipps und Tricks | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Abizeitung ’96 – an der Schwelle zum digitalen Zeitalter

Physik-Leistungskurs 1994/96

Fünfzehn Jahre und zwei Wochen ist es her, dass 54 Leute unseres Jahrgangs in Königsbrunn ihr Abiturzeugnis erhielten. Kohl war noch Kanzler, und in meiner Heimatstadt Königsbrunn kam kurz zuvor derselbe Bürgermeister ins Amt, der dieses auch heute noch bekleidet. Die hippen Leute (also 1-2 unseres Jahrgangs, ich bestimmt nicht) fuhren nach Berlin zur Loveparade, die damals als noch unblutiges Spektakel Millionen anzog (oder auszog?).

Und was hatten wir kurz davor gemacht? ja, als letzten Schritt nach und während den formalen Abiturprüfungen gab es natürlich auch die Abizeitung fertigzustellen. Neulich beim Abitreffen fiel sie mir wieder in die Hände, und es liegen schöne und im Rückblick auch technologisch interessante Erinnerungen darin.

Werbung und Disketten

Unsere Abizeitung war gut durchkalkuliert. Werbeanzeigen bekamen wir damals meist noch auf Folien und scannten sie dann selbst ein, einige progressive Firmen hatten sie sogar schon auf Diskette. Für die jüngeren unter den Lesern: Das sind magnetische Scheiben in einer festen Plastikhülle, etwas kleiner als eine Scheibe Toastbrot, auf die soviel Daten passen wie eine Minute eines MP3-Liedes.Auf eben solchen Disketten bekamen wir dann auch meist die einzelnen Artikel zugeliefert, und einige wenige konnten sie sogar schon per eMail schicken.

Scanner und Festplatte

LK Physik-Seite
Überhaupt war das Thema Datenvolumen allgegenwärtig in unserer Gruppe der Redakteure. Einer unter uns hatte einen ordentlichen Scanner. Und wieder für die jüngeren: Damals gab es noch keine Digitalkameras. Man machte als Laie Fotos auf Papier und legte diese dann in ein Gerät namens Scanner, das daraus Bilddateien erstellen konnte. Das war langwierig, jedes Bild einzeln auf die Glasscheibe zu legen und die Farbeinstellung zu kalibrieren. So saßen wir also zu zweit einen Tag dort und scannten Fotos ein.

Falls nötig Scannerscheibe und Foto reinigen. Foto auflegen, geraderichten. Sanft die Klappe schließen, damit nichts verrutscht. Farbkalibrierung und Voransicht scannen. Beschnitt festlegen. Scannen. Datentransfer abwarten. Datei speichern. Etwa vier Minuten je Foto.

Dann kam der Punkt, an dem die Festplatte voll war mit ein paar hundert Megabyte Fotos. Nun besaß ich zwar ein Iomega Zipdrive mit unglaublichen 100 Megabyte Speicherkapazität (Leihgabe Vater), doch war dies viel zu langsam und entsprechende Medien hatten wir auch zu wenig. Also hieß es die Festplatte auszubauen und mitzunehmen.

Fotos und Wartezeit

Fotomontage LK Wirtschaft/Recht
Für mich war noch eine Zwischenstufe zu tun: Zwei der Fotos sollten Fotomontagen sein, die eine möglichst realistisch aus zwei verschiedenen Fotos zusammengesetzt, die andere eine bewusst unrealistische Inszenierung aus vier Fotos. Wer jemals Mitte der neunziger Jahre mit einem mittelprächtigen PC druckbare Bildbearbeitung gemacht hat, lernte Geduld. Jedes Maskieren, jeder Schneide- und Kopiervorgang, jedes Aufhellen oder Abdunkeln brauchte bei der »hohen« Auflösung zwischen zwei und zwanzig Minuten, Zeit, in der der Computer auch für nichts anderes zu gebrauchen war. Wie auch, hatte doch der Computer ganze 64 Megabyte Hauptspeicher, das Bildbearbeitungsprogramm mitsamt Fotodaten belegte jedoch weit über 180 Megabyte. Das Betriebssystem war also die ganze Zeit am Auslagern (»swappen«).
Cover der Abizeitung, von Alexander Eggstein

Genau das taten dann auch die Computer, die für das Layout zum Einsatz kamen. Programm der Wahl war CorelDraw, damals der Gigant der vektororientierten Bildbearbeitung und mit dem Vorteil, dass zwei von uns es besaßen. Und mit dem unschätzbaren Vorteil gegenüber Word für Windows, dass CorelDraw eben stabil lief. Pro Seite entstand eine separate Datei, die ein improvisiertes Netzwerk mit Koaxialkabeln hin- und hergesichert wurde. Für die jüngeren: früher gab es als Netzwerkkabel ähnliche wie die, die man heute als Antennen- oder Satellitenkabel kennt. Die Datenrate lag bei wenigen Prozent dessen, was heute üblich ist.

Doch all die Rechnerpower half nichts: Es war aussichtslos, das Cover, welches wir mangels williger Künstler in unserem Jahrgang extern an meinen Freund Alex vergaben, in der geforderten Auflösung einzuscannen und den Schriftzug digital auf das Gemälde zu bringen. Also entwarf ich den Schriftzug, bearbeitete die Fotos unseres Direktorats, druckte alle Elemente aus und verbrachte eine schöne Stunde mit Cutter und Schere, um das ganze dann auf das Gemälde zu kleben. Dieser Teil der Abizeitung ging also tatsächlich noch ganz klassisch als Papiercollage an die Druckerei. Für die jüngeren: eine Collage ist eine oft mit Schere und Klebstoff erstellte Zusammenstellung verschiedener Bildelemente. Es blieb der einzige Teil der Zeitung, den wir tatsächlich nicht digital erstellen konnten.

Fortschritt

Ich finde den Fortschritt faszinierend. Heute passt ein Vielfaches des gesamten Datenvolumens eines damaligen Computers auf einen kleinen USB-Stick. Bildbearbeitung in Sachen Belichtung und Schärfe korrigieren kann ich heute auf vielen Fotos gleichzeitig vornehmen (Lightroom sei Dank), und an Fotos komme ich ohne Umweg über Labor oder Dunkelkammer. Die Dunkelkammer nutzen einige heute noch, jedoch weil sie es wollen, nicht mehr mangels Alternativen.

Wir waren am Beginn der Zeit, in der alle diese Aufgaben auch von Halb-Laien mit dem Computer erledigt werden konnten. Profis hatten damals schon mehr Möglichkeiten, die für uns aber unerschwinglich waren. Wenige Jahre vorher wurden Texte und Fotos noch auf Papier zusammengefügt und als solches an die Druckerei gegeben. LaTeX als Textsatzsystem war erst wenige Jahre zuvor entwickelt worden. Wenige Jahre später fotografierte man schon digital, Bildbearbeitung war ein Klacks und die gesamten Rohdaten passten auf einen USB-Stick in der Größe eines Feuerzeugs. Damals war es der Übergang der meisten Bürotätigkeiten auf den Computer überhaupt (als Massenphänomen), heute ist es der Übergang ins Web (als Massenphänomen).

Ich lebe technologisch gern im Heute, und freue mich auf morgen.

Wie war das bei Euch? Wer hat noch mit Papierprototypen gearbeitet? Was sind Eure Abizeitungs-Erfahrungen?

Veröffentlicht unter Analog, LaTeX/Textsatz | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Unbedingt lesen: Gunter Dueck – Topothesie. Der Mensch in artgerechter Haltung

Topothesie Cover

»Warum? Der Sinn des Lebens ist, dass Menschen voller Sinn das niemals wissen müssen.« (Dueck, Topothesie, S. 381)

Schmerzhaft. Mitreißend. Umwerfend. Philosphie. Angewandte Philosophie. Logik. Intuition. Gefühl. Es kommt wahrscheinlich eher selten vor, dass ein Professor der Mathematik ein Buch schreibt und ein Informatiker davon emotional tief berührt ist. Doch genau das hat Gunter Duecks »Topothesie« geschafft.

Alpha und Beta als Zustände des Seins

Nachdem ich über die Informatik-Spektrum-Kolumnen zu Dueck kam, war mein Einstieg »Lean Brain Management« und »Abschied vom Homo Oeconomicus«. Mit »Omnisophie« nahmen Dueck mich dann auf die Reise, ich erkannte die verschiedenen Menschentypen. Eben eine philosophische Darlegung, wenngleich eine für mich »Techie« wunderbar lesbare. »Supramanie« erklärte einige Mechanismen von Systemen der Gesellschaft, Wirtschaft und Bildung, die mir wie wahrscheinlich vielen anderen auch schon auffielen, doch es war mehr eine Beschreibung des Systems und die Wirkung auf den einzelnen. »Topothesie« hat keine Distanz mehr. Es geht um den einzelnen, um jeden einzelnen.

Dueck nutzt das Konzept der Theta-, Alpha- und Beta-Gehirnwellen, die in verschiedenen Lebensaltern und verschiedenen Wesensarten unterschiedlich stark ausgeprägt beim Menschen sind, und bezieht diese auf die Gedanken, Handlungen und Entscheidungen des einzelnen. Hektik, das bloße Befriedigen von Leistungsmessungen, extrinsische Motivation, das alles führt zum Hirnzustand Beta, »ist beta«, wie Dueck schreibt. Der Beta-Mensch will haben, etwas erreichen, verbraucht Energie. Im Alpha-Zustand kann der Mensch Quelle sein und Energie spenden, ohne sie zu verlieren. Im Alpha-Zustand ist der Mensch. Und er ist produktiver, gesünder.

Babys kommen als Alpha auf die Welt. Wodurch entsteht Beta? Durch psychische Verwundungen, die aus der Hauptstärke eines Menschen mit dem dazugehörigen »Pseudosinn« überlagern. Dueck verwendet durchgängig das Beispiel einer Muschel, die als Resultat einer Verletzung eine Perle erzeugt, die dann zusehends ihr Lebenssinn wird. Es entsteht eine »Machina«, die die psychische Verwundung schützen möchte und auf das »haben« fokussiert ist. Psychozid entsteht dann, wenn ein Mensch eines Typus fortwährend in einen anderen Typus im Beta-Modus hineingezwungen wird, und zwar von außen.

Wie kommen wir wieder zum Alpha? Durch »artgerechte Haltung«, uns selbst und unseren Mitmenschen gegenüber. Es gilt zunächst, zu akzeptieren, dass es richtige, wahre und natürliche Menschen gibt, die in ihrer Fühl- und Denkweise völlig verschieden sind. Deshalb haben sie nicht nur unterschiedliche Ziele, sondern auch unterschiedliche Wege dort hin, und unterschiedliche Stärken und Schwächen. Das wichtigste im Umgang mit der eigenen Bewältigungsmaschine, der »Machina«: »Hör auf!« Unser stärkster und zugleich schwächster Punkt ist meist dort, wo andere Menschen uns zu verstehen geben wir sollten aufhören. Der Kluge beim Klug sein. Der Perfektionist im Streben nach Perfektion. Und so fort.

Ohne Distanz

Dueck schreibt gewohnt gut verständlich. Philosophie kann ein unverständliches und trockenes Gebiet sein, wenn es ein Philosoph schreibt. Dueck war Mathematikprofessor, bevor er in die Wirtschaft ging, die Philosophie ist seine Nebenbeschäftigung. Das hat für mich als Leser den Vorteil, dass dieser Grenzgänger eben mehrere Fachgebiete kennt und Vergleiche bringt, die mir entgegenkommen. Dazu kommt Duecks ganz eigener Stil, mit wunderbaren erfundenen (?) Dialogen fiktiver (?) Menschen, die ebenso skuril und humorvoll wie nachvollziehbar und denkwürdig daherkommen. Und ich merke, dass  die Trilogie, deren Abschluß »Topothesie« bildet, etwas ganz persönliches für Dueck ist.

Dem Leser lässt Dueck keinen Abstand. Er fragt ihn direkt, fordert ihn auf, führt ihn in Gedankengänge, die kaum distanzierte Betrachtung zulassen, sondern direkte Beschäftigung mit dem Thema fördern.

Warum aber die Tränen? Dueck zeigte mir in »Topothesie«, wie es hätte sein können und wie es vielleicht wieder sein kann. Er erklärt mir, was passiert ist, und warum ich heute der bin, der ich bin.  Schwachpunkt und Starkpunkt zugleich. Zwei Seiten einer Medaille.

Angenehm fürs Auge

Wie auch schon die vorigen zwei Bände der Trilogie ist das Buch nicht in schwarz gedruckt, sondern in einem dunklen Türkis. Graphen und Schaubilder verdeutlichen passend in manchen Kapiteln die Ausführungen, und weiter hinten gibt es auch wieder Abdrucke einiger Gemälde. Speziell diese Abdrucke hätte ich mir entweder in Farbe (die Seiten in der Mitte des Buches sind mit »Farbtafeln« betitelt) oder dann doch lieber mit der Grundfarbe Schwarz gewünscht, da die Dynamik der Gemälde oft auf der Strecke bleibt.

Die Schrift selbst ist eine im Buchdruck übliche Antiqua, auch für die Kapitelüberschriften. Sie fällt nicht auf und ist deshalb meines Erachtens nach wunderbar geeignet. (Um welche es sich genau handelt, weiß ich nicht.)

Dueck gliedert sehr fein; ein Unterkapitel hat meist nur ein bis vier Seiten. Dies zerfasert zwar den Lesefluß bisweilen, macht jedoch die Struktur des Buches schön deutlich und bildet einen Gegenpol zu seinem sehr persönlichen, erzählerischen Schreibstil.

Artgerecht

Was bleibt?

Ich glaube, dass wir es schaffen können, wieder mehr Alpha-Denken in die Welt zu bringen. Jeder für sich und für seinen Nächsten. Meine Aufgabe ist zunächst einmal, keinen »Psychozid« an meinen Kindern zu verüben, sondern sie »artgerecht« zu erziehen und zu fördern. Selbiges gilt natürlich für mich mit mir selbst. (Wenn darüberhinaus noch Zeit für die Rettung der Welt in Sachen Alpha bleibt, dann mach ich das gern mal abends.)

Und für Sie? Lesen Sie diesen Dueck. Bitte. Er wird Ihnen gut tun.

Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Eigene Umgebungen in LaTeX verwenden

Baumallee - Gabriele Planthaber / pixelio.de

Was ist besser: einen Text kursiv zu machen oder ihn beispielsweise als besonderen Eigennamen kennzeichnen und dann alle Eigennamen als kursiv kennzeichnen lassen? Zweiteres ist flexibler, weil Sie damit auch später noch die Darstellung leicht ändern können. Gleiches gilt für Umgebungen in LaTeX, wie beispielweise Aufzählungen oder längere Zitate. Lesen Sie einen Auszug aus meinem LaTeX-Buch:

Auch bei der Textausrichtung beispielsweise ist logisches Markup dem direkten physischen prinzipiell vorzuziehen. Anstatt also bestimmte Textpassagen zum Beispiel direkt zu zentrieren, legen Sie sich mit dem Befehl \newenvironment besser eine eigene Umgebung an und gestalten diese entsprechend. Dies hat wieder den Vorteil, dass Sie nur eine Änderung vornehmen, falls Sie die Textpassagen später vielleicht doch lieber linksbündig ausrichten möchten.

Die Definition einer neuen Umgebung (hier neueumgebung) funktioniert etwa so:

\newenvironment{neueumgebung}{%
\begin{center}
}{%
\end{center}
}

Die neue Umgebung verwenden Sie dann wie gehabt mit

\begin{neueumgebung}
Der Text.
\end{neueumgebung}

Der Befehl hat folgende Syntax:

\newenvironment{Name}[Zahl][Vorbelegung]{Startbefehle}{Endbefehle}

Name ist der Name der neuen Umgebung. Wollen Sie beim Start der Umgebung noch einen Parameter mitgeben, dann benötigen Sie die Zahl der Argumente. Darauf folgen die Befehle, die Sie am Beginn Ihrer neuen Umgebung ausgeführt haben wollen – in unserem Beispiel das \begin{center} -, in gleicher Weise folgen die Endbefehle.

Sie könnten nun auch eigene Umgebungen verwenden, um Befehle temporär mittels \renewcommand einer anderen Funktion zu belegen. Soll beispielsweise in einer Umgebung stadt eine logische Formatierung namens \ortsname anders formatiert werden als im Rest des Dokuments, dann könnte dies in etwa so aussehen:

\documentclass{scrartcl}
\newcommand{\ortsname}[1]{\textbf{#1}}      %% logisches Markup
\newenvironment{stadt}{%                    %% neue Umgebung
  \let\ortsnamesav=\ortsname                %% Befehl sichern
  \renewcommand{\ortsname}[1]{\textsc{##1}} %% neu definieren
}{%
  \let\ortsname=\ortsnamesav                %% sichern
}
\begin{document}
\ortsname{Hamburg}
\begin{stadt}
  \ortsname{Berlin}
\end{stadt}
\ortsname{Augsburg}
\end{document}

In Zeile 2 wird die logische Formatierung für \ortsname festgelegt. Nun soll diese in der ab Zeile 3 definierten Umgebung stadt anders aussehen, weil etwa in dieser Umgebung eine Zusammenfassung der Stadteigenschaften steht (habe ich im Beispiel nicht ausgeführt). Um nun nach der Umgebung wieder die ursprüngliche Formatierung zu bekommen, sichern Sie in Zeile 4 den Inhalt von \ortsname mit dem LaTeX-Befehl \let nach \ortsnamesav. Es steht \let, dann der Name des Zielbefehls, ein =, dann der Name des Quellbefehls, alles ohne Argumente. Nun definieren Sie in Zeile 5 \ortsname neu. In der Definition des Umgebungsendes in Zeile 7 schreiben Sie die gespeicherte Fassung wieder in den Originalbefehl zurück. Der eigentliche Dokumenttext zeigt das Verhalten in einem kurzen Beispiel, die Ausgabe sieht dann etwa so aus:

Hamburg

Berlin

Augsburg

Seien Sie nicht erschrocken! Sie brauchen ja nicht gleich alles auf einmal zu verwenden, es ist nur gut zu wissen, wie Sie sich das Leben auf Dauer einfacher machen können, indem Sie eigene Umgebungen definieren.

Diese Einführung in eigene Umgebungen stammt aus meinem LaTeX-Buch »Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit LaTeX«. Lernen Sie Textsatz in LaTeX mit dem Buch und empfehlen Sie diesen Artikel weiter!

(Foto: Gabriele Planthaber  / pixelio.de)

Veröffentlicht unter LaTeX/Textsatz, Tipps und Tricks | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

4 Tipps zum Zitieren ohne Plagiate in der Doktorarbeit

Dr. Titel - Gerd Altmann / pixelio.de

Wenn eine Dissertation – eine Doktorarbeit – unsaubere Zitate enthält, reicht das Spektrum der Auswirkungen von unerkannt über peinlich bis strafrelevant. In Zeiten, zu denen Bücher noch von Hand vervielfältigt wurden, mag die Kultur des wissenschaftlichen Plagiierens noch eine andere gewesen sein. Seit jedoch Gutenberg (der mit einem »t«) den Buchdruck erfand, unterliegt das eigene geschriebene Wort ungleich mehrer kritischen Augen, was den letzten beiden Jahrzehnten mit dem Einzug des Internet in den Alltag noch potenziert wurde.

Ob nun all die prominenten Gestrauchelten der letzten Zeit vorsätzlich oder fahrlässig handelten, mögen andere beurteilen. Unterstellt man dabei keinen Vorsatz, sondern Schlamperei, frage ich mich, was Gründe für ein fahrlässiges plagiieren sein kann. Wenn schon ein Plagiat, dann doch bitte absichtlich und nicht fahrlässig! (Gut, das scheint ja mittlerweile in einem Fall entschieden.) Sauber arbeiten ist also angesagt. Doch wie schaffen Sie es, den Überblick zu behalten und sicherzustellen, dass sich später nur saubere Zitate in Ihrer Arbeit finden? Neben meinem Artikel über effizientes Zitieren mit BibTeX/LaTeX oder Word möchte ich Ihnen vier Schritte empfehlen, mit denen ich gut zurande kam:

1. Aktiv lesen

Egal ob Diplomarbeit, Masterarbeit oder Dissertation, zunächst ist Lesen angesagt. Zum eigenen Thema gibt es in der Regel bereits reichlich Literatur.

Wie lesen Sie heute? Was tun Sie beim Lesen? Wie machen Sie sich Notizen?

Jedes Buch, jedes Journal, jeden Konferenzband oder Artikel daraus, alles, was Sie als relevant und potentiell zitierenswert für Ihre Arbeit halten, erfassen Sie gleich jetzt. Erstellen Sie für jedes Werk einen Eintrag in Ihrer Literaturdatenbank, meist der BibTeX-Datei. Dafür brauchen Sie auch nicht unbedingt BibTeX-Syntax kennen, da es Editoren gibt, die Ihnen helfen.

Am Ende werden Sie wahrscheinlich mehr Werke in Ihrer Literaturdatenbank haben, als sie letztendlich zitieren, sind dafür aber auf der sicheren Seite und haben gleich einen Überblick darüber, was Sie eigentlich alles gelesen haben.

2. Aktiv notieren

Während Sie lesen und feststellen, welche Werke für Ihres relevant zu referenzieren sind, sollten Sie potentielle Zitate gleich in ein eigenes (LaTeX-)Dokument speichern, welches von Ihrem Hauptdokument getrennt sein kann. Setzen Sie dabei sofort Anführungszeichen und danach den \cite-Befehl, um auf den Eintrag in Ihrer Literaturdatenbank zu verweisen. Auf diese Weise haben Sie immer einen Schatz von sauberen Zitaten. Das können durchaus auch längere Passagen sein, die ich jedoch dann wirklich in ein separates Zitatdokument zwischenspeichere.

Die Zwischendatei hat noch einen weiteren Vorteil: Wenn Sie später beim Schreiben einzelne Teile von langen Zitaten übernehmen, können Sie am Ende stichprobenartig mit Ausdrücken aus mehreren Wörtern aus der Zitatdatei prüfen, ob sich diese eventuell unsauber zitiert in ihrem Hauptdokument wiederfinden.

3. Aktiv schreiben

Die Literaturrecherche scheint abgeschlossen, Sie schreiben Ihre wissenschaftliche Arbeit (natürlich mit LaTeX). Nun können Sie auf Ihren Zitatspeicher zurückgreifen, in dem Sie fertige saubere Zitate finden und so Ihren Schreibfluß nicht unterbrechen müssen. In diesem Fall ist Copy & Paste risikofrei, weil ja das zu Kopierende eben schon sauber ist.

Wenn Sie längere Zitate aufteilen oder nur ein Stück daraus verwenden möchten, dann denken Sie daran, wieder sauber die Anführungszeichen und den Literaturverweis zu setzen. Normalerweise übernehmen Sie ja nicht längere Passagen direkt, sondern fassen diese gegebenenfalls zusammen und beschränken sich auf das wörtliche Zitat einzelner Ausdrücke oder Satzstücke, die Sie dann natürlich wieder mit Anführungszeichen und Literaturverweis versehen müssen, und zwar normalerweise jedes mal. Passen Sie sich an die Gepflogenheiten Ihres Fachbereichs an, aber setzen im Zweifelsfall lieber einen Verweis zu viel als einen zu wenig.

Das ganze heißt wissenschaftliche »Arbeit«, weil es eben Arbeit macht. Und damit wird auch klar, dass das Schreiben an sich leichter wird, je mehr eigene Substanz sie in einem Kapitel haben, denn dann brauchen Sie dort oft weniger zu zitieren. Und trotzdem lohnt es sich, auch ab und an einige selbst formulierten Gedanken zu googeln, da sich mehrmals oder schon früher gelesenes ganz gerne mal wortwörtlich mit selbst erdachtem vermischt.

4. Einfach Zitate und Literaturverzeichnis formatieren

Das wunderbare LaTeX-Paket biblatex bietet alles, was Sie zum sauberen Zitieren brauchen, von Klammer- über Fußnoten- und Vollzitaten bis zu geteilten Literaturverzeichnissen. Sie können biblatex lernen mit der vierten Auflage meines Buches Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit LaTeX, die Ende Mai erschienen ist und das ganze Kapitel 9 dem Zitieren mit biblatex widmet. Was auch immer Sie an Anforderungen an die Zitierweise und das Literaturverzeichnis haben (oder vorgesetzt bekommen), mit biblatex können Sie fast alles realisieren. Lernen Sie biblatex mit meinem Buch! Und empfehlen Sie diesen Artikel bitte weiter.

Sie dürfen diesen Artikel sogar kopieren – natürlich mit korrekter Quellenangabe…

(Foto: Gerd Altmann  / pixelio.de)

Veröffentlicht unter LaTeX/Textsatz, Tipps und Tricks | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 2 Kommentare

Das ZDF enthüllt: Pinnwände werden vielleicht gelesen.

Helga Hauke  / pixelio.de

Gestern kam Internet im Fernsehen. »Hilfe, ich bin nackt«, am 15. Juni um 22:45 Uhr auf ZDF und (noch) in der Mediathek. Und natürlich hat das ZDF im Internet dazu geschrieben veröffentlicht.

Der Einstieg für den Fernsehzuschauer ist, so finde ich, noch gut zugänglich gestaltet, immerhin kann man davon ausgehen, dass bei vielen aus der Schnittmenge Fernsehzuschauer und Internetnutzer das Problembewußtsein nicht besonders ausgeprägt ist. Die Versuchsanordnung ist einfach: Man nehme den Namen einer Person und sehe, was sich alles über diese Person herausfinden läßt.

Der meiner Meinung nach beste Kommentar zur Sendung findet sich auf Twitter:

@ Erkenntnis nach #zoom: Das ZDF ist ein Internetausdrucker. In Farbe.
@Steinhude
Heiko Höhn

Aber zum Experiment: Na super. Man kann tatsächlich jemanden Googeln und auf verschiedenen Portalen suchen, oha, etwas über ihn lesen wenn man bei Facebook verbunden ist. Und dritten zeigen. Das demonstriert Prof. Hendrik Speck von der FH Kaiserslautern dann auch, wobei das im konkreten Fall gar nicht notwendig ist, weil Testperson Thomas Praus auf seiner Website, die von Google auch ganz oben ausgespuckt wird, sowieso auf seine Profile im Social Web hinweist.

Als netten und doch belanglosen Zwischenstopp auf der roten Couch gibt Psychologe Michael Thiel Ideen, warum Facebook funktioniert: Der Wunsch, dazugehören, nicht allein sein, und Showbühne.

Zurück zu Prof. Speck und der dramaturgisch wunderbarer Zettelwand mit ausgedruckten Karten, Fotos und Post-It-Beschriftungen. Kennen wir ja von Profilern aus Filmen und Krimiserien. Es sind jetzt knapp 12 min vorbei und leider noch nichts über technische Wahlfreiheit gesagt. Niemand zwingt mich, diese Daten preis zu geben.

Jetzt wird vermeintlich interessant: Martina Tomaschowskis Firma hat ein Social Media Analyseprogramm. Die machen wahrhaft Ungeheuerliches: Sie verwenden frei verfügbare Information aus dem Internet. Und natürlich ist das auch ein Geschäft. Was daran nun verwunderlich oder neu sein soll, ist mir schleierhaft, denn das Geschäftsmodell ist alt: Umfrageinstitute gibt es schon lange, nur dass es jetzt eben oft auch ohne Anruf geht.

So, die Hälfte ist vorbei: Endlich kommen wir von absichtlichen, freiwilligen Angaben zu Smartphones, die in Fotos auch Ortsinformationen abspeichern können, wenn man es nicht anders konfiguriert, und über Apps allerlei Unsinn verschicken können. In Sachen Apps finde ich ja das Modell bei Android ganz angenehm: Vor der Installation wird angezeigt, welche Informationen diese App gerne verwenden würde. Da empfehle ich so wie auch der Mitarbeiter der TU Darmstadt im  Beitrag: vor dem Installieren diese Angaben Lesen! Ansonsten: vielleicht hat ja das geschlossene Modell wie bei Apple doch Vorteile? Schaut Apple, was die Apps tun?

Nach 20 Minuten geht’s jetzt in die AGB von Facebook & Co. Ausgedruckt (!)zum Medienrechtler Prof. Dr. Thomas Hoeren damit. Natürlich ist vieles grenzwertig zu deutschem Recht und oftmals fragwürdig.

Bei der Konfrontation mit den Ergebnissen der Recherche gibt Testperson Thomas Praus zu bedenken, dass er das meiste davon freiwillig ins Netz gestellt hat. Manches auch nicht, wie etwa Daten von Familie. Die wiederum stehen auch nicht wirklich mit ihm verbunden im Netz, sondern das Filmteam hat die ganz alte Methode der Triangulation von Informationen eingesetzt. Das konnte ich in Zeiten von Schuljahresbericht und Telefonbuch aber auch schon. In seinem Blog teilt Praus denn auch seine Ratlosigkeit, was der Film uns sagen will.

Die Autorin geht zum Standesamt, um sich wegen der Idee des vormaligen Google-Chefs umzuhören, der im Zweifelsfall eine Namensänderung empfahl. Der Standesbeamte antwortet ebenso ahnungslos wie komisch: »Das Internet ist ein rechtsfreier Raum, das weiß doch jeder.« Ist es nicht. Nur wer eben an ein schwarzes Brett, das von jedem gelesen werden kann, Dinge schreibe, die er/sie nicht vertreten kann, dann ist demjenigern in der Tat nicht zu helfen. Sabrina Hermsens Schlussbemerkung ist dennoch für den Zuschauer hilfreich: Jeder Nutzer sollte sich bewußt machen, was er im Internet tut. Und wenn der Film nur das bei zwei Zuschauern bewirkt, dann ist’s doch schon gelungen. Meine Befürchtung ist leider eher, dass mal wieder die Ängste überwiegen und andere Internetausdrucker daraufspringen und wiedermal eine Irgendwasverschärfung fordern.

Wie immer gilt: wenn mir eine Dienstleistung wirklich nutzt, also beispielsweise Nachrichten mit Bekannten teilen (Facebook), öffentliche Pinnwand (Twitter etc.), Leute real treffen können (Foursquare etc.), sich beruflich austauschen (Xing etc.), über Videos diskutieren und hochladen (Youtube etc.) und andere, dann habe ich den Preis in Form von Information dafür zu entrichten. Ich freu mich heut noch über die Möglichkeit, meine alten öffentlichen Postings aus dem Fido-Net von Mitte der Neunziger nachlesen zu können. Foursquare dagegen nutze ich derzeit nicht, weil der Mehrwert für mich ganz persönlich nicht gegeben ist. Ja und? Auch Laurent Meister ist nicht wirklich begeistern vom dem, ebensowenig wie Johannes Zöttl.

Macht das ZDF dann eigentlich auch noch einen Beitrag über das, was Einwohnermeldeämter so mit unseren Daten anfangen?

(Bild: Helga Hauke/pixelio.de)

Veröffentlicht unter Meinung | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

TEDxMunich – Tweetrospektive

Eine gute Veranstaltung war dieses TEDxMunich am 7. Juni in der TonHalle München.

Morgen ist übrigens #TEDxMunich. Ich freu mich drauf und werde berichten.
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Beinahe wäre es mit dem Live-Twittern nichts geworden:

Handy vergessen. Umkehren. Einen Zug später avisiert. Dafür gemütlich durch Park des @ und #Wittelsbacher Park geradelt.
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Die TonHalle ist in der Nähe des Ostbahnhofs leicht zu finden, und zu spät bin ich auch nicht dran:

#TEDxMunich fängt mit mediterraner Gemütlichkeit an: "Doors Not Open 9:30"
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Pünktlichkeit ist ja die Kunst abzuschätzen, wie weit sich der andere verspäten wird. Und damit lag ich ganz gut.

Wenn ich's nicht wüßt, wüßt ich nicht, dass ich bei #TEDxMunich bin. http://t.co/TUxHct1
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

TEDxMunich - Stage

Die Halle selbst erstaunt mich dann doch, weniger wegen der Halle selbst, sondern mehr wegen der Nicht-Dekoration. Ein großes TEDx-Logo hätte bestimmt noch zum TED-Feeling beigetragen und sich auf Fotos wohl gut gemacht.

Und was mache ich denn in einer virtuellen Stadt? Hat das bei 2nd Life funktioniert? #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser
Video sauce RT @: Fully immersed at #tedxmunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser
Video statt Vortrag bei #TEDxMunich. Sprecherin leider nur Deko? Sag doch bitte was.
@schlosi
Dr Joachim Schlosser
#TEDxMunich Lorie Carnoth: explore, discover, share, preserve, sustain. I'd add "inspire".
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Nach zwei für mich schwer zugänglichen Vorträgen zum Auftakt gibt es nun den ersten Redner, der sichtbar zum und mit dem Publikum spricht und sich nicht hinter Technik versteckt, obwohl er Technik nutzt:

jetzt wird's besser: ein echter Sprecher: Peter Plantec über Mensch/Maschine Kommunikation #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser
TRON meets Eliza. RT @: Bei genauer Betrachtung sieht Plantec auch ein wenig aus wie Jeff Bridges in TRON #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Peter Plantecs virtuelle Assistentin ist – trotz großer technischer Schwierigkeiten und Verzögerung – ein versöhnlicher Abschluß der ersten Session.

jetzt Naomi Isaacs: jeder kann singen. Sie hat Bühnenpräsenz für 2. #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser
jetzt hat #TEDxMunich wirklich begonnen.
@schlosi
Dr Joachim Schlosser
Naomi Isaacs: wer unterschiedlich hoch sprechen kann und Tonhöhen unterscheiden, der kann auch singen. #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Bei Naomi Isaacs Vortrag über ihr Projekt »Jeder kann singen« ist für mich dann endgültig die Eröffnung von TEDxMunich. Ihre Präsenz, ihr bewußter Einsatz von Sprache, ihr Herantreten ans Publikum, die kleinen Übungen für alle, das war ganz großes Kino. Übrigens ohne jegliche Technik.

Das normale Wohnen in normalen Häusern ist in Städten die Ausnahme. #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser
Seilbahnen als öffentliche Nahverkehrsmittel #TEDxMunich http://t.co/6P1k1vc
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Prof. Klumpner bei TEDxMunich

Die Zusammenballung von immer mehr Menschen in städtischen Umgebungen ist eine Herausforderung, die speziell in der südlichen Hemisphäre zu gigantischen wilden Siedlungen führt (zu dieser Rede ist auch der Abstract lesenswert). Prof. Hubert Klumpner von der ETH Zürich berichtet über ein Projekt, bei dem in einer großen Siedlung eine Seilbahn als öffentliches Nahverkehrsmittel gebaut wurde. Alpenländische Ingenieurskunst als Lösung für ein Urbanisierungsproblem – wunderbar. Und ein sehr überzeugender Redner dazu.

Wir sind zurück im Video-Modus. #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Wie noch mehrmals an diesem Tag werden TED-Videos eingestreut, die durchwegs kurze, gute Reden von meist US-amerikanischen TED- und TEDx-Veranstaltungen bringen. Dies bremst jedoch leider das Live-Gefühl und macht es den anwesenden Rednern schwerer.

#TEDxMunich Zukunftshistoriker in Silicon Valley: Peter Friess
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Dr. Peter Friess weiß, was im Silicon Valley in Sachen Kunst passiert, denn er hält das Tech Museum San José am laufen und gibt in seinem Vortrag Einblicke in die unterschiedlichen Vorstellungen eines Museum von europäischen und amerikanischen Besuchern, und dass die Kunst der Innovation auch stark darin besteht, existierendes zu finden und zur Anwendung zu bringen. Mir gefällt’s.

Tesla als Beispiel für Innovation vor einigen Jahren. Übrigens mit #MATLAB #Simulink http://j.mp/lJIryw #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser
Richard Watson: welche Zukunft wählt jeder für sich? #TEDxMunich http://t.co/URKHHMV
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Wo kommt Innovation her? Wie läßt sich Innovation vorhersagen? In einer mitreißenden Rede gibt Richard Watson einen Einblick in die szenarienbasierte Vorhersagewelt. Die Zukunft hängt demnach davon ab, was jeder einzelne für sich als mentales Modell wählt.

Wunderbar: TEDx Parodie von Crumbs #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Ein Feuerwerk an Gags aus guter Beobachtungsgabe brennen die Improvisationstheater-Künstler »Crumbs« ab. Stephen Sim und Lee White sind wunderbar aufeinander eingespielt und nehmen Versatzstücke aus den Reden bis hierher auf, wirbeln sie durcheinander und bauen eine tolle Parodie daraus.

Was möchte uns Claudia Sommer mit ihrer Rede sagen? #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser
Ein Aufruf zum Ändern von @ mit 2 Händen in der Tasche wirkt dissonant, distanziert, wenig konstruktiv http://t.co/on6tf9v
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Claudia Sommer mit beiden Händen in der Hosentasche bei TEDxMunich

Das Unglück von Fukushima ist tragisch und wäre wahrscheinlich vermeidbar gewesen, und dennoch kann ich persönlich mit der Rede der Greenpeace-Mitarbeiterin nichts anfangen (was an mir selbst liegen kann).
Sehr schön dafür die Musik danach mit der Jazzformation »Von Mosch-Levy-Hollander Group«. Zwei Saxophone, ein Kontrabass, Schlagzeug: das ist alles, was die Jungs brauchen, um abwechslungsreich und ansprechend zu spielen.

Gefällt mir: @: Technologie als enabler, nicht als das Ziel. #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Das »Küken des Tages« ist Ricardo Sousa mit einem Vortrag über die Notwendigkeit, Unternehmertum in Schulen zu lehren statt bloßer Fakten. Wunderbar inspirierend, und obendrein optisch ansprechend umgesetzt:

Als Pseudo-versehentliche Einlage folgt eine Live-Videoverbindung mit einem Chatroulette-Pianisten, der auf Zuruf Musikstücke zu beliebigen Themen improvisiert. Nett.

Tod Machover vom MIT über Livemusik und digitale Aufnahmetechnik mit E-Instrumenten bei #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Unter dem Schlagwort Hyperinstrumente stellt Tod Machover vom MIT Media Lab zum einen Instrumente vor, die anstatt klassischer Klangerzeugung aus beliebiger Haptik Klänge, Töne und Klangfärbungen erzeugen, und zwar sowohl für Profimusiker als auch für Kinder und Laien. Der Vortrag gipfelt in der Vorstellung einer durch ihn initiierten und ausgearbeiteten Oper, die diese Technologien – die sich auch mit Gesang verbinden lassen – auf die Bühne bringt.

Jamis MacNiven bei #TEDxMunich über Garagenfirmen und Stanford. Da fing auch @ an.
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Das Lokal Buck’s of Woodside betreibt Jamis MacNiven in San Jose, und erzählt über Begegnungen und den Erfindergeist von Silicon Valley. Und so wie HP in der Garage anfing und Apple in Steve Jobs’ Wohnzimmer, so hat übrigens auch Jack Littles MATLAB und MathWorks als kommerzielle Implementierung seinen Ursprung in einem Wohn/Schlafzimmer im Silicon Valley.

Brüller: "Al Gore brought us global warming" Jamis MacNiven bei #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser
Wieder Public Viewing bei #TEDxMunich. Ist München so klein, dass es so wenig lokalen Persönlichkeiten gibt?
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Ein paar mehr Sprecher aus Deutschland und Europa täten der Konferenz bestimmt ganz gut. Haben wir tatsächlich so wenige Menschen in der Region, die etwas für TEDx passendes zu sagen haben?

Robert Caughlan bei #TEDxMunich über Surfen, Meer, Naturschutz. (mit 15 sec Echo)
@schlosi
Dr Joachim Schlosser
Robert Caughlan: there are not few big solutions but millions of small ones [to sea saving and clean water]. #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Gesundheitsbedingt gibt es nur eine Videoverbindung zu Robert Caughlan, der Gedanken zu Naturschutz, Sauberkeit der Meere und eigene Verhaltensweisen mitgibt, dies aber auf sehr inspirierende und nicht belehrende Weise tut.

Andrew McGonigle bei #TEDxMunich: Vulkanausbruch im Laacher See hätte großen Einfluss auf die Bundesliga.
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Im vorletzten Vortrag erzählt Vulkanologe Dr. Andrew McGonigle von der Uni Sheffield über Datenaufnahme und Deutung von vulkanischen Gasen. Ein sehr kurzweiliges, spannendes und doch komplexes Thema, überzeugend und mitreißend präsentiert!

Den rednerischen Abschluss bestreitet Frank X. Lonergan über das Burning Man Festival, eine alternative Kultur/Musik/Kunst-Party, die jedes Jahr in Nevada zehntausende eine Woche zum campen in die Wüste lockt. Schön illustiert und vorgetragen.

So, noch ein bisserl dem Gesang Naomi Isaacs lauschen un dann hat sich's bei #TEDxMunich
@schlosi
Dr Joachim Schlosser

Das krönende Finale kommt wiederum von Sängerin und Coach Naomi Isaacs zusammen mit Pianist Andy Lutter.

Fazit: eine schöne Veranstaltung mit überwiegend guten Vorträgen. Gute Gespräche und nette Leute kennen gelernt.

Wer andere Eindrücke lesen möchte, wird bei Daniel Rehn fündig, der live gebloggt hat. Meine persönliche fotografische Erinnerung an den Tag findet sich auf 365 Tage:

TEDxMunich - 365 Tage

Veröffentlicht unter Analog, Meinung | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar