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	<title>Dr. Joachim Schlosser &#187; Bücher</title>
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	<description>Gedanken zum Lesen, Schreiben, LaTeX und Simulation</description>
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		<title>4 Gr&#252;nde, warum ich mir (noch) keinen eBook-Reader wie Kindle kaufe</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 06:14:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Ich werde mir auf absehbare Zeit keinen eBook-Reader kaufen. Weder den <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B003DZ1Y7M/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#38;tag=joachimschlos-21&#38;linkCode=as2&#38;camp=1638&#38;creative=19454&#38;creativeASIN=B003DZ1Y7M" class="liexternal">Kindle</a> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B001DCJI6Q/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#38;tag=joachimschlos-21&#38;linkCode=as2&#38;camp=1638&#38;creative=19454&#38;creativeASIN=B001DCJI6Q" class="liexternal">noch</a> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000YICFXS/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#38;tag=joachimschlos-21&#38;linkCode=as2&#38;camp=1638&#38;creative=19454&#38;creativeASIN=B000YICFXS" class="liexternal">irgend</a> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B005318PS0/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#38;tag=joachimschlos-21&#38;linkCode=as2&#38;camp=1638&#38;creative=19454&#38;creativeASIN=B005318PS0" class="liexternal">einen</a> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0042XAUWY/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#38;tag=joachimschlos-21&#38;linkCode=as2&#38;camp=1638&#38;creative=19454&#38;creativeASIN=B0042XAUWY" class="liexternal">anderen</a>. Noch nicht. Denn auch wenn ich absolut der Ansicht bin, dass eBooks die Zukunft gehört und es über kurz oder lang als Papier nur noch schöne Bildbände und aufwendige Sammlerausgaben geben wird, so fehlen mir bei den aktuellen Geräten noch einige wichtige Eigenschaften.</p>
<p>Natürlich ist es schön, immer seine halbe Bibliothek dabei zu haben, doch in den meisten Fällen brauche ich das nicht, die paar Bücher, die ich gerade lese, reichen ja aus. Doch das sind nicht die Gründe für meine abwartende Haltung, … <a href="http://schlosser.info/4-gruende-ebook-reader-kindle/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich werde mir auf absehbare Zeit keinen eBook-Reader kaufen. Weder den <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B003DZ1Y7M/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B003DZ1Y7M" class="liexternal">Kindle</a> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B001DCJI6Q/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B001DCJI6Q" class="liexternal">noch</a> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000YICFXS/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B000YICFXS" class="liexternal">irgend</a> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B005318PS0/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B005318PS0" class="liexternal">einen</a> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0042XAUWY/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0042XAUWY" class="liexternal">anderen</a>. Noch nicht. Denn auch wenn ich absolut der Ansicht bin, dass eBooks die Zukunft gehört und es über kurz oder lang als Papier nur noch schöne Bildbände und aufwendige Sammlerausgaben geben wird, so fehlen mir bei den aktuellen Geräten noch einige wichtige Eigenschaften.</p>
<p>Natürlich ist es schön, immer seine halbe Bibliothek dabei zu haben, doch in den meisten Fällen brauche ich das nicht, die paar Bücher, die ich gerade lese, reichen ja aus. Doch das sind nicht die Gründe für meine abwartende Haltung, sondern die folgenden:</p>
<ol class="biglist">
<li>
<div>Zuallererst möchte ich ein <strong>flexibles Display</strong> bzw. ein flexibles Gerät haben, das ich auch mal unordentlich einfach in die Tasche stecken kann. Eines, das nicht bricht, wenn ich dann doch noch ein echtes Buch darauf drücke. Eines, vom Knicken nicht kaputt geht. Halt so wie echtes Papier. E-Ink in schwarzweiss reicht erstmal. Die meisten Bücher, die ich lese, sind eh nur Text. Flexibles Display gibt&#8217;s schon, nur in einem eBook Reader habe ich es noch nicht gesehen.</div>
</li>
<li>
<div>Ein Buch muss ich nicht aufladen. Gut, ein eBook-Reader braucht halt Strom, aber dann sollte er sich bitte <strong>selbst aufladen</strong>. Ob da jetzt auf der Rückseite <strong>Solarzellen</strong> drauf sind und es dann ausreicht, wenn ich ihn ein oder zwei Stunden auf dem Schreibtisch nahe dem Fenster liegen habe, oder ob er den Strom aus der Bewegung oder von mir aus Radiowellen zieht, ist mir wurscht.</div>
</li>
<li>
<div>Papierbücher kann ich <strong>aus- und herleihen</strong>. Und so will ich auch für eBooks die Möglichkeit haben, Bücher aus- und herzuleihen. Das kann gerne auch mit DRM sein, so dass, so lange ich das Buch hergeliehen habe, es selbst nicht lesen kann. Insgesamt hat das Ausleihen von eBooks dann vielleicht sogar einen Vorteil: Ich wüsste immer, wem ich ein Buch ausgeliehen habe, und auch derjenige weiß, von wem er es hat. Das wäre durchaus mal eine faire Anwendung von DRM. (Einen ersten Ansatz davon beschreibt Johnny Haeusler im <a href="http://www.spreeblick.com/2011/12/13/mexxbooks-der-kindle-buchklub/" class="liexternal">Artikel über MexxBooks</a>.)</div>
</li>
<li>
<div>Und schließlich sollte ich auch vernünftig daraus <strong>zitieren</strong> können. Beim Papierbuch kann ich schreiben »auf Seite 381« und habe die Fundstelle dadurch bis auf wenige Absätze eingegrenzt aber beim eBook? Die Angabe »bei 79%« kann bei langen Werken zehn Papierseiten umfassen, und eine genauere Angabe »bei 79,832%« macht auch erst Sinn, wenn die Zählung bei den meisten eBook-Readern verbreitet und standardisiert ist.</div>
</li>
</ol>
<p>So, wir machen das jetzt genauso wie mit dem Handy. 2001 kaufte ich mein Nokia 6150, und verkündete fortan, ich würde mir erst wieder ein neues Handy kaufen, wenn es eines ohne Tasten gäbe und zwar ziemlich reif. Neun Jahre später war&#8217;s dann soweit. Und genau so machen wir das jetzt mit dem eBook-Reader.</p>
<p>Eilt nicht. Ich kann&#8217;s erwarten. Über ein »Danke für die Produktidee« würde ich mich freuen.</p>
<p><span style="color: #888888;">(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/clonedmilkmen/5111779335/" class="liexternal"><span style="color: #888888;">Cloned Milkmen on Flickr</span></a>, License <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" class="liexternal"><span style="color: #888888;">CC-BY-SA</span></a>)</span></p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/4-gruende-ebook-reader-kindle/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		<title>Gunter Dueck&#8217;s book Professional Intelligence and Seth Godin&#8217;s Linchpin</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 06:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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		<description><![CDATA[<h2>Times are a changing.</h2>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Professionelle-Intelligenz-Worauf-morgen-ankommt/dp/3821865504%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3821865504" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41oOCfn9ArL._SL110_.jpg" width="69" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Professionelle-Intelligenz-Worauf-morgen-ankommt/dp/3821865504%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3821865504" class="liexternal">Professionelle Intelligenz</a></h3>
<p class="author">Gunter Dueck.					Eichborn 2011, 					Gebundene Ausgabe,				252 Seiten,				&#8364;&#160;19,95</p>
</div>
<p>Many of us feel it. After the industrialization is on its last legs, now the service sector is being automated or outsourced or rationalized away. <a href="http://www.linkedin.com/in/gunterdueck" class="liexternal">Gunter Dueck</a> has coined the term <a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/wild-dueck-blog/allgemein/2010-01-24/bildschirmr-ckseitenberatung-als-internet-ersatz" class="liexternal">screen backside consulting</a> in his previous books, a job that gradually disappears. The insurance agent that asks us questions and his computer program calculates the best fare from those will disappear, as well as the travel agent reading out loud from a travel portal reviews about destinations with which she is unfamiliar, or the … <a href="http://schlosser.info/gunter-duecks-book-professional-intelligence-and-seth-godins-linchpin/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Times are a changing.</h2>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Professionelle-Intelligenz-Worauf-morgen-ankommt/dp/3821865504%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3821865504" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41oOCfn9ArL._SL110_.jpg" width="69" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Professionelle-Intelligenz-Worauf-morgen-ankommt/dp/3821865504%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3821865504" class="liexternal">Professionelle Intelligenz</a></h3>
<p class="author">Gunter Dueck.					Eichborn 2011, 					Gebundene Ausgabe,				252 Seiten,				&#8364;&#160;19,95</p>
</div>
<p>Many of us feel it. After the industrialization is on its last legs, now the service sector is being automated or outsourced or rationalized away. <a href="http://www.linkedin.com/in/gunterdueck" class="liexternal">Gunter Dueck</a> has coined the term <a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/wild-dueck-blog/allgemein/2010-01-24/bildschirmr-ckseitenberatung-als-internet-ersatz" class="liexternal">screen backside consulting</a> in his previous books, a job that gradually disappears. The insurance agent that asks us questions and his computer program calculates the best fare from those will disappear, as well as the travel agent reading out loud from a travel portal reviews about destinations with which she is unfamiliar, or the used car dealers who look not at the car but only at the list calculated value. Seth Godin writes that those engaged in work that can be executed strictly according to instructions, all are subject to increasing strong cost pressure.</p>
<p>It is the industrialization of the working areas, first workpieces, then simple services (but who remain at the site), now consulting. Everything is being industrialized and consistently follows the lowest bidder if there are no significant differences in substance.</p>
<p>(This post is the English translation of my <a href="http://schlosser.info/gunter-dueck-professionelle-intelligenz-und-seth-godin-linchpin/" title="Gunter Duecks Professionelle Intelligenz und Seth Godin’s Linchpin" class="liinternal">last week&#8217;s combined book review</a>.)</p>
<p><!--more--></p>
<h2>Extraordinarity matters</h2>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Linchpin-Are-Indispensable-Seth-Godin/dp/1591843162%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D1591843162" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51fMyB3O1TL._SL110_.jpg" width="73" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Linchpin-Are-Indispensable-Seth-Godin/dp/1591843162%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D1591843162" class="liexternal">Linchpin</a></h3>
<p class="author">Seth Godin.					Portfolio Hardcover 2010, 					Gebundene Ausgabe,				256 Seiten,				&#8364;&#160;14,83</p>
</div>
<p> Both Dueck and Godin say: extraordinarity matters.</p>
<p>Dueck&#8217;s call to every individual is: professionalism is required. This includes social skills as well as can-do qualities, as well as the ability to present something, donate sense and be creative. And finally there is the intrinsic motivation that makes people so-called professionals, not purely extrinsic factors. Dueck speaks of the creation of <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Arete" rel="nofollow" class="liwikipedia">Arete</a>, a symbol of beauty that everyone recognizes as such.</p>
<p>Seth Godin calls on us to be a linchpin. Linchpin. According to  Godin&#8217;s, for someone this is possible only by creating her own particular art, taken as a gift to someone, and by <a href="http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2011/11/your-competitive-advantage.html" class="liexternal">listening to her gut feeling</a>. Example is the waiter, whose truly ubiquitous attention and kindness cannot be described by a manual and can not be reproduced by anyone on the base of a manual. This waiter shares his art as a gift to the guests and the restaurant and it is probably happier than his minute counting colleague. Godin writes more of the artist as of the linchpin, and so the artist seems to me as the central concept of his book.</p>
<p>So in the end, Gunter Dueck&#8217;s professional is Seth Godin&#8217;s artist.</p>
<h2>Professional intelligence</h2>
<p>As a mathematician Dueck structured the PQ, the professional intelligence in its different areas (all quotes from the book):</p>
<ul>
<li>IQ - “the normal intelligence of the mind”</li>
<li>EQ &#8211; “the emotional intelligence of the heart and cooperation”</li>
<li>VQ &#8211; “the vital intelligence of instinct and action”</li>
<li>AQ &#8211; “the intelligence of sensibility (‘Attraction’) and the instinctive desire and joy”</li>
<li>CQ &#8211; “the intelligence of creation (‘Creation’) or the intuitive curiosity”</li>
<li>MQ &#8211; “the intelligence of the ‘sense of meaning’, that is the intelligence of the meaning and the intuitive feeling (‘meaningful’, important)”</li>
</ul>
<p>The accumulation of the word “intuitive” is striking, and so spends Dueck some chapters with possible solutions how people can acquire these different types of intuition. It is always about experience guided by a mentor, a professional. Despite the individual engagement of some teachers, this is unfortunately not really existent in today&#8217;s educational system. And it also depends not only on the school and university system, but on the ecosystem of parents and social environment. The quality of this environment has serious consequences, as a <a href="http://www.deutscher-lernatlas.de/" class="liexternal">study on learning conditions</a> in different regions of Germany shows, <a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/nachrichten_110446.htm" class="liexternal">recently published</a> by the Bertelsmann Foundation.</p>
<p>Thus Dueck&#8217;s concrete action is to positively influence your own environment and those of your children, to allow them to grow to professionals, and to train and coach them.</p>
<h2>The art of your own work and the work of your own art</h2>
<p>Action is in the focus of Godin. Godin sees as a concrete action to decide for oneselve to become and to be one Linchpin, and the act of doing. And if that is not possible in the current working environment, to seek either a new environment, or seek in the voluntary sector to deliver added value. Connected with the concept of one&#8217;s own art, he points to obstacles in creating one&#8217;s own art &#8211; he speaks of “the work” - and to possible solutions.</p>
<p>This art, writes Godin, cannot be precisely priced, but contributes to a culture of giving. Gift giving in turn enriches not only the recipient but the giver herself, because it adds to reputation and this can materialize. In the long run this does not work, of course, with dull commodity gifts, but rather with original art. This can be exceptional service provided passion, or a free advice. In many jobs the creation of art is possible, and anyone who chooses to become a Linchpin, will seek to get into an environment where this is possible.</p>
<p>“Art” is also in Dueck&#8217;s book &#8211; as Arete, as a term of Outstanding. A professional or just a Linchpin it is able to create Arete. And again, it does not matter, both authors say, whether it is a thing, an intellectual property or the nature of a service.</p>
<h2>Professional and Linchpin</h2>
<p>Both books are motivational books, however to my perception Dueck argues more extrinsically, while Godin aims directly on intrinsic motivation.</p>
<p>Who is right? I think both. Dueck approaches the problem more from the technical side and brings the emotional part with it, Godin comes more from the emotional side, and brings the technical part with it. This could be a direct result of the former&#8217;s history as mathematics professor and chief technology officer at IBM Germany, and the latter&#8217;s history as entrepreneur and marketing expert. And yet they are closer than it appears at first glance.</p>
<p>Linchpin, published one and a half years earlier than Professional Intelligence, and yet almost simultaneously with the predecessor from Dueck “<a href="http://www.amazon.com/gp/product/3821865148/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=schlosserinfo-20&amp;linkCode=as2&amp;camp=217145&amp;creative=399373&amp;creativeASIN=3821865148" class="liexternal">Aufbrechen!: Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen</a>” (“Start Out!: Why do we need to become a society of excellence”), focussing more on the macroeconomic fundamentals of the change in the world of work and education.</p>
<h2>Critics</h2>
<p>Both have their critics. In the <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821865504/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3821865504" class="liexternal">Amazon reviews of his book</a>, Dueck is criticized, among other things, that he wrote over long distances without really serious justification, and the list of abilities required to be a professional would exceed what a normal person could do today. The critics may be right while indicating that they did not understand the Dueck&#8217;s point: life is no more a pony farm (can you say that in English?). The competencies are not meant the way that everyone needs to bring in all to mastery, but a spectrum in which one should be aware of the whole, however, may well set their own priorities. Dueck also explains this.</p>
<p>In Godin is questioned in the <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Talk:Seth_Godin#Criticism.3F" rel="nofollow" class="liwikipedia">discussion on the Wikipedia article about himself</a> where his history provides the authority to write about macroeconomics and globalization. Here, too, critics demand a more scientific development. Even if Godin is more journalist than an economist, does this not detract the ideas he presents.</p>
<p>Applies to both: disrupting changes in history often were not established in the respective areas of expertise from scientists alone but in conjunction with interdisciplinary specialists and out-of-the-box thinkers. The interdisciplinary nature fosters openness for change, simply because everyone brings something different to the table.</p>
<h2>Dueck reads like a Dueck and Godin reads like a Godin</h2>
<p>Gunter Dueck uses his unique range from bizarre stories and structuring of facts, which to me means more than pleasant reading. The reading itself is no trouble here, the more capacity is to think about what they read.</p>
<p>Similarly, Seth Godin is easy to read for me, respectively to listen to, since I went through the unabridged audiobook version. His style is more of a motivational speaker &#8211; after all, he comes more from the marketing side.</p>
<p><strong>I found both books very enlightening and motivating and I recommend both for reading: </strong><strong><a href="http://www.amazon.com/gp/product/3821865504/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=schlosserinfo-20&amp;linkCode=as2&amp;camp=217145&amp;creative=399373&amp;creativeASIN=3821865504" id="static_txt_preview" class="liexternal">Professionelle Intelligenz: Worauf es morgen ankommt</a> (Professional Intelligence: Tomorrow&#8217;s Demands) and <a href="http://www.amazon.com/gp/product/1591843162/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=schlosserinfo-20&amp;linkCode=as2&amp;camp=217145&amp;creative=399369&amp;creativeASIN=1591843162" id="static_txt_preview" class="liexternal">Linchpin: Are You Indispensable?</a> </strong>Note that unfortunately, there is not (yet) an English version of Dueck&#8217;s book, so it&#8217;s up to you to create demand. Until then, you can read the English version of Gunter Dueck&#8217;s book “<a href="http://www.amazon.com/gp/product/B001BS3HGO/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=schlosserinfo-20&amp;linkCode=as2&amp;camp=217145&amp;creative=399373&amp;creativeASIN=B001BS3HGO" id="static_txt_preview" class="liexternal">Lean Brain Management: More Success and Efficiency by Saving Intelligence</a>”.</p>
<p>This post is the English translation of my <a href="http://schlosser.info/gunter-dueck-professionelle-intelligenz-und-seth-godin-linchpin/" title="Gunter Duecks Professionelle Intelligenz und Seth Godin’s Linchpin" class="liinternal">last week&#8217;s combined book review</a>.</p>
<p><span style="color: #808080;">(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/schlosi/6401532075/" class="liexternal"><span style="color: #808080;">Joachim Schlosser on Flickr</span></a>, License <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" class="liexternal"><span style="color: #808080;">CC-BY-SA</span></a>). Thanks to Google for a raw translation that made me laugh to tears and still saved some time.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong><br />
</strong></span></p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/gunter-duecks-book-professional-intelligence-and-seth-godins-linchpin/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		<title>Gunter Duecks Professionelle Intelligenz und Seth Godin&#8217;s Linchpin</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 21:14:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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		<description><![CDATA[<h2>Die Arbeitswelt ändert sich.</h2>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Professionelle-Intelligenz-Worauf-morgen-ankommt/dp/3821865504%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3821865504" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41oOCfn9ArL._SL110_.jpg" width="69" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Professionelle-Intelligenz-Worauf-morgen-ankommt/dp/3821865504%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3821865504" class="liexternal">Professionelle Intelligenz</a></h3>
<p class="author">Gunter Dueck.					Eichborn 2011, 					Gebundene Ausgabe,				252 Seiten,				&#8364;&#160;19,95</p>
</div>
<p>Viele von uns spüren das. Nachdem die Industrialisierung in ihren letzten Zügen liegt, werden nun die Dienstleistungen automatisiert oder ausgelagert oder wegrationalisiert. Gunter Dueck hat schon in seinen vorigen Büchern den Begriff <a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/wild-dueck-blog/allgemein/2010-01-24/bildschirmr-ckseitenberatung-als-internet-ersatz" class="liexternal">Bildschirmrückseitenberatung</a> geprägt, die nun sukzessive wegfällt. Der Versicherungsvertreter, der uns Fragen stellt und sein Computerprogramm daraus den besten Tarif ausrechnet, wird verschwinden, ebenso wie das Reisebüro, in dem Angestellte zu ihnen unbekannten Zielen Bewertungen von Portalen vorlesen, oder Gebrauchtwagenhändler, die das Auto gar nicht anschauen sondern nur den Schwacke-Wert ausrechnen. Seth Godin schreibt, … <a href="http://schlosser.info/gunter-dueck-professionelle-intelligenz-und-seth-godin-linchpin/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Arbeitswelt ändert sich.</h2>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Professionelle-Intelligenz-Worauf-morgen-ankommt/dp/3821865504%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3821865504" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41oOCfn9ArL._SL110_.jpg" width="69" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Professionelle-Intelligenz-Worauf-morgen-ankommt/dp/3821865504%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3821865504" class="liexternal">Professionelle Intelligenz</a></h3>
<p class="author">Gunter Dueck.					Eichborn 2011, 					Gebundene Ausgabe,				252 Seiten,				&#8364;&#160;19,95</p>
</div>
<p>Viele von uns spüren das. Nachdem die Industrialisierung in ihren letzten Zügen liegt, werden nun die Dienstleistungen automatisiert oder ausgelagert oder wegrationalisiert. Gunter Dueck hat schon in seinen vorigen Büchern den Begriff <a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/wild-dueck-blog/allgemein/2010-01-24/bildschirmr-ckseitenberatung-als-internet-ersatz" class="liexternal">Bildschirmrückseitenberatung</a> geprägt, die nun sukzessive wegfällt. Der Versicherungsvertreter, der uns Fragen stellt und sein Computerprogramm daraus den besten Tarif ausrechnet, wird verschwinden, ebenso wie das Reisebüro, in dem Angestellte zu ihnen unbekannten Zielen Bewertungen von Portalen vorlesen, oder Gebrauchtwagenhändler, die das Auto gar nicht anschauen sondern nur den Schwacke-Wert ausrechnen. Seth Godin schreibt, das diejenigen, die Arbeiten ausüben, die sich streng nach Anleitung durchführen lassen, alle stark steigendem Kostendruck unterliegen werden oder schon tun.</p>
<p>Es ist die Industrialisierung der Arbeitsbereiche, zunächst Werkstücke, dann einfache Dienstleistungen (die jedoch am Ort verbleiben), jetzt Beratung. Alles wird industrialisiert und folgt konsequent dem günstigsten Anbieter, wenn es keine signifikanten inhaltlichen Unterschiede gibt.</p>
<h2>Es kommt auf das Besondere an</h2>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Linchpin-Are-Indispensable-Seth-Godin/dp/1591843162%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D1591843162" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51fMyB3O1TL._SL110_.jpg" width="73" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Linchpin-Are-Indispensable-Seth-Godin/dp/1591843162%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D1591843162" class="liexternal">Linchpin</a></h3>
<p class="author">Seth Godin.					Portfolio Hardcover 2010, 					Gebundene Ausgabe,				256 Seiten,				&#8364;&#160;14,83</p>
</div>
<p>Sowohl Dueck als auch Godin sagen: es kommt auf das Besondere an, das der einzelne einbringt oder eben nicht.</p>
<p>Bei Dueck lautet der Aufruf an jeden Einzelnen: Professionalität ist gefragt. Das schließt soziale Kompetenz ebenso ein wie Macher-Qualitäten, als auch die Fähigkeit, etwas darzustellen, einen Sinn zu stiften und kreativ zu sein. Und schliesslich ist es der eigene Antrieb, der Menschen zu sogenannten Professionals macht, nicht rein extrinsische Faktoren. Dueck spricht vom Erschaffen von Arete, einem Symbol für die Schönheit, die jeder als solche erkennt.</p>
<p>Seth Godin ruft uns dazu auf, ein Linchpin zu werden. Linchpin (engl. Herzstück, Stütze, Achsnagel, Dreh- und Angelpunkt). Dies geht nach Godins Dafürhalten nur, indem jeder seine ganz spezielle Kunst erschafft, die für sich genommen jeweils ein Geschenk an jemanden sein kann, indem man auch <a href="http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2011/11/your-competitive-advantage.html" class="liexternal">auf sein Bauchgefühl hört</a>. Er bringt als Beispiel den Kellner, dessen wahre omnipräsente Aufmerksamkeit und Freundlichkeit nicht durch ein Handbuch beschrieben werden und nicht von jemandem reproduziert werden kann, der nicht von sich aus so sein möchte. Dieser Kellner gibt seine Kunst als Geschenk an die Gäste und das Restaurant und ist doch wahrscheinlich zufriedener als der Kollege, der die Minuten zählt. Godin schreibt mehr vom Künstler als vom Linchpin, mir erscheint ersteres als das zentrale Konzept seines Buches.</p>
<p>Was für Gunter Dueck der Professional, ist für Seth Godin der Künstler (wobei das englische »artist« viel schöner klingt).</p>
<h2>Professionelle Intelligenz</h2>
<p>Als gelernter Mathematiker strukturiert Dueck die PQ, die professionelle Intelligenz in ihre Teilbereiche (alle Zitate aus dem Buch):</p>
<ul>
<li>IQ- »die normale Intelligenz des Verstandes«</li>
<li>EQ &#8211; »die emotionale Intelligenz des Herzens und der Zusammenarbeit«</li>
<li>VQ &#8211; »die vitale Intelligenz des Instinktes und des Handelns«</li>
<li>AQ &#8211; »die Intelligenz der Sinnlichkeit (›Attraction‹) und der instinktiven Lust und Freude«</li>
<li>CQ &#8211; »die Intelligenz der Kreation (›Creation‹) oder der intuitiven Neugier«</li>
<li>MQ &#8211; »der ›Sinn für Sinn‹, also die Intelligenz der Sinnstiftung und des intuitiven Gefühls (›meaningful‹, bedeutsam)«</li>
</ul>
<p>Die Häufung des Wortes »intuitiv« fällt auf, und so verbringt Dueck auch einige Kapitel mit Lösungsansätzen, wie denn Menschen diese verschiedenen Arten von Intuition erwerben können. Immer geht es um angeleitete Erfahrung durch einen Professional, was im heutigen Lehrsystem trotz Engagement mancher Lehrer leider nicht wirklich darstellbar ist. Und es hängt auch nicht nur am (Hoch-)Schulsystem, sondern am Ökosystem aus Eltern und sozialem Umfeld. Dieses Umfeld hat gravierende Auswirkungen, wie auch der <a href="http://www.deutscher-lernatlas.de/" class="liexternal">Deutsche Lernatlas</a> zeigt, den die Bertelsmann Stiftung jetzt <a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/nachrichten_110446.htm" class="liexternal">vorgestellt</a> hat, der Spiegel <a href="http://m.spiegel.de/schulspiegel/wissen/a-798844.html" class="liexternal">berichtet in der aktuellen Ausgabe</a> darüber.</p>
<p>Somit ist bei Dueck die konkrete Handlung, das eigene Umfeld und das der Kinder positiv zu beeinflussen, um darin Professionals heranwachsen zu sehen und sie zu trainieren.</p>
<h2>Die Kunst des eigenen Schaffens und das Schaffen der eigenen Kunst</h2>
<p>Im Fokus steht bei Godin dagegen das Tun. Godin sieht als konkrete Handlung, sich selbst dazu zu entscheiden, ein Linchpin zu werden bzw. zu sein, und der Akt des Tuns. Und wenn das im momentanen Arbeitsumfeld nicht geht, sich entweder ein neues zu suchen oder im ehrenamtlichen Bereich einen Mehrwert zu liefern. Verbunden mit dem Konzept der eigenen Kunst zeigt er Hindernisse auf, die einem beim Erschaffen der eigenen Kunst – er spricht von »der Arbeit« – zuwiderlaufen, und Lösungsansätze.</p>
<p>Diese Kunst, so schreibt Godin, könne eben nicht fest eingepreist werden, sondern trage zu einer Kultur des Schenkens bei. Das Schenken wiederum bereichere ja nicht nur den Beschenkten, sondern auch den Schenkenden selbst, da es dessen Reputation mehre und sich dies beizeiten real manifestieren könne. Dies wirke natürlich auf Dauer nicht bei dumpf reproduzierten Commodity-Geschenken, sondern eher bei originärer Kunst. Das kann die mit Herzblut erbrachte, außergewöhnliche Dienstleistung von Mensch zu Mensch ebenso sein wie ein kostenloser Rat. In vielen Jobs ist das Schaffen von Kunst möglich, und wer sich dazu entscheidet, ein Linchpin zu werden, der wird sich dafür auch ein Umfeld suchen, in dem das möglich ist.</p>
<p>Die Kunst kommt übrigens auch bei Dueck vor – als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arete" rel="nofollow" class="liwikipedia">Arete</a>, als Begriff des Hervorragenden. Ein Professional oder eben ein Linchpin vermag es, Arete zu erschaffen. Und wiederum ist es egal, und zwar beiden Autoren, ob es sich dabei um eine Sache, ein geistiges Gut oder die Art einer Dienstleistung handelt.</p>
<h2>Professional und Achsnagel</h2>
<p>Beides sind auch Motivationsbücher, wobei meinem Empfinden nach Dueck eher extrinsisch motiviert, während Godin direkt auf die intrinsische Motivation hinzielt.</p>
<p>Wer hat nun recht? Ich meine beide. Dueck geht das Problem mehr von der sachlichen Seite an und bringt den emotionalen Teil mit ein, Godin kommt mehr von der emotionalen Seite und bringt den sachlichen Teil mit ein. Ist ja auch logisch, denn ersterer war Mathematikprofessor und Technologiechef bei IBM Deutschland, zweiterer ist Unternehmer und Marketingexperte. Und doch sind sie sich näher, als es auf den ersten Blick erscheint.</p>
<p>Linchpin erschien eineinhalb Jahre früher als Professionelle Intelligenz, und doch fast gleichzeitig mit dem dueckschen Vorgängerbuch »<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821865148/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3821865148" class="liexternal">Aufbrechen!: Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen</a>«, das mehr die makroökonomischen Grundlagen der Veränderung der Arbeits- und Ausbildungswelt erläutert.</p>
<h2>Kritiker</h2>
<p>Beide haben ihre Kritiker. Dueck wird in den <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821865504/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3821865504" class="liexternal">Amazon-Rezensionen zum Buch</a> unter anderem vorgeworfen, er schriebe über weite Strecken ohne wirklich fundierte Begründung, und die Liste der für einen Professional erforderlichen Eigenschaften und Fähigkeiten übersteige ja wohl das, was ein normaler Mensch heute tun könne. Damit haben die Kritiker zweifellos recht und geben gleichzeitig ein Indiz dafür, dass sie das Ansinnen Duecks nicht verstanden haben: Das Leben wird kein Ponyhof mehr. Die Kompetenzen sind nicht so gemeint, dass jeder es  in allen zur Meisterschaft bringen muss, sondern ein Spektrum, in dem man sich der Gesamtheit bewusst sein sollte, jedoch durchaus eigene Schwerpunkte setzen kann. Dies erklärt Dueck auch.</p>
<p>Bei Godin wird in der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Talk:Seth_Godin#Criticism.3F" rel="nofollow" class="liwikipedia">Diskussion zum Wikipedia-Artikel über seine Person</a> hinterfragt, wo aus seiner Historie er denn überhaupt die Kompetenz nähme, über Makroökonomie und Globalisierung zu schreiben. Auch hier wird von den Kritikern eine wissenschaftlichere Ausarbeitung verlangt, als Godin sie liefert. Selbst wenn Godin mehr Publizist denn Ökonom ist, tut das den Ideen, die er präsentiert, keinen Abbruch.</p>
<p>Für beide gilt: umgreifende Änderungen gingen in der Geschichte oftmals nicht von den in den jeweiligen Fachgebieten etablierten Wissenschaftlern allein aus, sondern im Zusammenwirken mit fachfremden und fachverwandten Querdenkern. Die Interdisziplinarität begünstigt doch gerade die Offenheit für Änderungen, weil eben jeder etwas anderes einbringt.</p>
<h2>Der Dueck liest sich wie ein Dueck und der Godin liest sich wie ein Godin</h2>
<p>Gunter Dueck nutzt im Buch seine Spannweite zwischen skurilen Geschichten und Strukturierung von Sachverhalten, was sich für mich immer angenehm liest. Das Lesen an sich ist hier keine Mühe, umso mehr bleibt Kapazität, um über das Gelesene nachzudenken.</p>
<p>Auch Seth Godin fällt mir leicht zu lesen – bzw. zu hören, da ich die ungekürzte Hörbuchfassung habe –, sein Stil ist jedoch mehr der eines Motivationsredners. Auch klar, schließlich kommt er mehr aus dem Marketing.</p>
<p><strong>Ich fand beide Bücher sehr erhellend und motivierend und empfehle beide uneingeschränkt zur Lektüre: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821865504/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3821865504" id="static_txt_preview" class="liexternal">Professionelle Intelligenz: Worauf es morgen ankommt</a> und <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1591843162/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1591843162" id="static_txt_preview" class="liexternal">Linchpin: Are You Indispensable?</a></strong></p>
<p><span style="color: #888888;">(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/schlosi/6401532075/" class="liexternal"><span style="color: #888888;">Joachim Schlosser auf Flickr</span></a>, Lizenz <span style="color: #888888;"><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" class="liexternal">CC-BY-SA</a>)</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/gunter-dueck-professionelle-intelligenz-und-seth-godin-linchpin/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		<title>Lesen: Frank Schätzing &#8211; Lautlos</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 16:05:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein versoffener, exzentrischer, genialer und bindungsunfähiger Wissenschaftler in Erwartung seines Nobelpreises, eine Attentäterin mit vielen Identitäten, ein kantiger Mittelsmann und ein alter Hintermann in imposanter Bergkulisse, daraus strickt Frank Schätzing seinen Roman »Lautlos«.  <a class="more-link" href="http://schlosser.info/lesen-frank-schaetzing-lautlos/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein versoffener, exzentrischer, genialer und bindungsunfähiger Wissenschaftler in Erwartung seines Nobelpreises, eine Attentäterin mit vielen Identitäten, ein kantiger Mittelsmann und ein alter Hintermann in imposanter Bergkulisse, daraus strickt Frank Schätzing seinen Roman »Lautlos«. Und dieser Thriller spielt im Köln des Jahres 1999, rund um den Weltpolitikgipfel, bei dem Spitzenpolitiker aus aller Welt zusammenkamen.</p>
<h2>Versoffener Wissenschaftler-Beau verhindert Attentat</h2>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Lautlos-Frank-Sch%C3%A4tzing/dp/3442459222%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3442459222" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/415Z2C49H8L._SL110_.jpg" width="69" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Lautlos-Frank-Sch%C3%A4tzing/dp/3442459222%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3442459222" class="liexternal">Lautlos</a></h3>
<p class="author">Frank Schätzing.					Goldmann 2006, 					Taschenbuch,				704 Seiten,				&#8364;&#160;6,99</p>
</div>
<p>Liam O’Connor, Physiker aus Irland, hat sich Ruhm erarbeitet durch seine Experimente zur Verlangsamung von Licht und durch seine Bücher. Er ist ein blendend aussehender und gut gekleideter Exzentriker, der sich auf Promo-Tour durch Europa zur Vorstellung seines neuen Buches befindet. Da er immer für alkoholbedingte Ausfälle und umgeworfene Zeitpläne zu haben ist, wird ihm neben seinem Lektor noch eine weitere Mitarbeiterin des Verlags zur Seite gestellt, die nach langer Zeit das erste Mal wieder in ihre Heimatstadt Köln zurückkehrt und – wie könnte es anders sein – dem Charme O’Connors verfällt. Dieser kommt durch eine Zufallsbegegnung mit einem alten, längst vergessenen Freund auf die Spur eines Mordkomplotts. Die polyglotte und erfahrene Jana, erfolgreiche Softwareunternehmerin, nutzt viele Identitäten und ist der Kopf der Attentatsoperation. Sie kennt ihre Auftraggeber nicht, sie weiß nur, dass dieser Job ihr Abschlußwerk sein wird, das ihr den Ausstieg aus dem Geschäft verschaffen kann.</p>
<p>Der Gruppe um O’Connor schafft es trotz seines Rufes, auch mal zum Spaß eine Falschmeldung zu platzieren, die Sicherheitskräfte von der Brisanz seiner Entdeckung zu überzeugen. Der Showdown auf dem Flughafen Köln-Bonn und nach dem Fehlschlag auch in der Nachbarschaft schließlich bringt alle handelnden Personen zusammen und macht deutlich, dass ein Attentat ebenso vielschichtig ist wie Politik.</p>
<h2>Thriller – Wissenschaft &#8211; Politik</h2>
<p>Schätzing, der Mehrheit wahrscheinlich durch seinen Öko-Thriller »Der Schwarm« bekannt, konstruiert aus dem Balkankrieg und dessen Nachwehen die Szenerie eines Attentats, das die Lebenswege von Menschen verwebt, die sich unter normalen Umständen nie begegnet wären. Längst vergangene Freundschaften der Vergangenheit wirken nach und beeinflussen den Ablauf der Dinge.</p>
<p>Die Geschichte läuft im Prinzip in der Tradition des Caper Movie, in dem eine Gruppe einen großen Coup landen will – normalerweise einen Diebstahl, hier ein Attentat – und sich einen anspruchsvollen, detaillierten Plan zurecht legt, der dann eben doch nicht so reibungslos abläuft wie gedacht.</p>
<p>Der Kosovo-Konflikt als Kontext bietet unklare Frontverläufe, ebenso zwielichtige wie gebrochene Figuren. Nicht nur die Hauptpersonen, auch die Nebenfiguren sind schön gezeichnet. Es ist alles nicht so einfach, wie es scheint. Der Lektor Kuhn ist ein verspießter Alt-Achtundsechziger. Verlags-Anstandsdame Kirsten Katharina – kurz Kika – Wagner kämpft mit Lockerheit und Pflichtbewusstsein. Attentäterin Jana knabbert an ihren serbischen Wurzeln und dem Grund für ihren Erfolg in der Welt des Terrorismus. Flughafen-Sicherheitschef Lavallier will gute Presse für seinen Flughafen und keine schlechten Überraschungen. Secret-Service-Chef will überhaupt keine Überraschungen.</p>
<h2>Plastische Sprache, schnörkellos</h2>
<p>Frank Schätzings Dialoge finde ich angenehm zu lesen, sie sind ebenso kurzweilig wie realistisch. Die Personen labern nicht, sondern tragen die Geschichte immer weiter.</p>
<p>Aus der Kombination verschiedener Zeiten – sechs Monate vor dem Politikgipfel und zur Zeit des Attentats – sowie interessanter technischer Details und tiefgängigen Geschichten ergibt sich ein schöner Spannungsbogen: Man weiß ja aus dem Prolog, dass der Anschlag nicht funktionieren wird, und will unbedingt wissen warum. Schätzing bedient sich ausserdem des Kunstgriffs, im Prolog darauf hinzuweisen, dass das vereitelte Attentat nicht notwendigerweise erfunden, sondern schlicht totgeschwiegen und vertuscht werden hätte können. Die Attentäter, also Jana und ihre Mitarbeiter sind durchaus fein und sympatisch gezeichnet, so dass sich das Interesse an Protagonisten und Antagonisten die Waage hält.</p>
<p>Schätzing schreibt in einer Art, dass ich micht gut recherchiert aufgehoben fühle, er liefert plausible Erklärungen und technische Sachverhalte, geht genügend ins Detail, um es realistisch erscheinen zu lassen, aber wenig genug, um nicht vom Roman in eine Abhandlung abzudriften. So lässt er den Physiker O’Connor hinreichend über seine Experimente und seine Weltsicht philosophieren, dass ich als Leser Bescheid weiss, warum er so wurde und worin sein Erfolg besteht, und dennoch liest sich das 900-seitige Buch eben mal so ohne längere Pausen zur mentalen Verdauung weg. Anders als beispielsweise ein Umberto Eco, dessen Name der Rose den Leser ja erstmal durch 150 Seiten Latein und Geschichte jagen, bevor es losgeht – wenngleich auch das gekonnt.</p>
<p>Zur Gestaltung des Buches läßt sich nicht viel sagen. Mir lag die Taschenbuchausgabe vor, die einen normalen, unauffälligen Satzspiegel verwendet. Die Einteilung in vier Phasen und unnummerierte Abschnitte, die lediglich mit dem Ort oder der Person überschrieben sind, passen zum generellen Stil des Romans.</p>
<p>Mir hat »Lautlos« gefallen. Auch wenn der Roman nicht in den Grundkanon deutscher Romane wandern wird, so fängt er doch die Stimmungen der späten Neunziger Jahre wunderbar ein. Gerade weil ich »Lautlos« erst so lange nach Erscheinen las, hat mir Schätzing einige Erinnerungen an die Zeit wieder ins Gedächtnis gerufen. Auch dafür, lieber Frank Schätzing, sage ich Danke.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442459222/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3442459222" class="liexternal">Frank Schätzings »Lautlos« bei Amazon&#8230;</a></p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/lesen-frank-schaetzing-lautlos/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		<title>Unbedingt lesen: Gunter Dueck &#8211; Topothesie. Der Mensch in artgerechter Haltung</title>
		<link>http://schlosser.info/lesen-gunter-dueck-topothesie-der-mensch-in-artgerechter-haltung/</link>
		<comments>http://schlosser.info/lesen-gunter-dueck-topothesie-der-mensch-in-artgerechter-haltung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 05:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Dueck]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Philosphie]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[»Warum? Der Sinn des Lebens ist, dass Menschen voller Sinn das niemals wissen müssen.« (Dueck, Topothesie, S. 381) Schmerzhaft. Mitreißend. Umwerfend. Philosphie. Angewandte Philosophie. Logik. Intuition. Gefühl. Es kommt wahrscheinlich eher selten vor, dass ein Professor der Mathematik ein Buch schreibt und ein Informatiker davon emotional tief berührt ist. Doch genau das hat Gunter Duecks »Topothesie« geschafft. <a class="more-link" href="http://schlosser.info/lesen-gunter-dueck-topothesie-der-mensch-in-artgerechter-haltung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>»Warum? Der Sinn des Lebens ist, dass Menschen voller Sinn das niemals wissen müssen.« <em>(Dueck, Topothesie, S. 381)</em></p></blockquote>
<p>Schmerzhaft. Mitreißend. Umwerfend. Philosphie. Angewandte Philosophie. Logik. Intuition. Gefühl. Es kommt wahrscheinlich eher selten vor, dass ein Professor der Mathematik ein Buch schreibt und ein Informatiker davon emotional tief berührt ist. Doch genau das hat Gunter Duecks »Topothesie« geschafft.</p>
<h2>Alpha und Beta als Zustände des Seins</h2>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Topothesie-artgerechter-Haltung-Gunter-Dueck/dp/3642023657%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3642023657" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41IVmYllpUL._SL110_.jpg" width="73" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Topothesie-artgerechter-Haltung-Gunter-Dueck/dp/3642023657%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3642023657" class="liexternal">Topothesie</a></h3>
<p class="author">Gunter Dueck.					Springer Berlin Heidelberg 2009, 					Gebundene Ausgabe,				396 Seiten,				&#8364;&#160;34,95</p>
</div>
<p>Nachdem ich über die Informatik-Spektrum-Kolumnen zu Dueck kam, war mein Einstieg »Lean Brain Management« und »<a href="http://schlosser.info/gelesen-gunther-dueck-homo-oeconomicus/" title="Gelesen: Gunter Dueck – Abschied vom Homo Oeconomicus: Warum wir eine neue ökonomische Vernunft brauchen" class="liinternal">Abschied vom Homo Oeconomicus</a>«. Mit »Omnisophie« nahmen Dueck mich dann auf die Reise, ich erkannte die verschiedenen Menschentypen. Eben eine philosophische Darlegung, wenngleich eine für mich »Techie« wunderbar lesbare. »<a href="http://schlosser.info/lesen-supramanie-von-gunter-dueck-motivation-ist-relativ/" title="Lesen: Supramanie von Gunter Dueck – Motivation ist relativ" class="liinternal">Supramanie</a>« erklärte einige Mechanismen von Systemen der Gesellschaft, Wirtschaft und Bildung, die mir wie wahrscheinlich vielen anderen auch schon auffielen, doch es war mehr eine Beschreibung des Systems und die Wirkung auf den einzelnen. »Topothesie« hat keine Distanz mehr. Es geht um den einzelnen, um jeden einzelnen.</p>
<p>Dueck nutzt das Konzept der Theta-, Alpha- und Beta-Gehirnwellen, die in verschiedenen Lebensaltern und verschiedenen Wesensarten unterschiedlich stark ausgeprägt beim Menschen sind, und bezieht diese auf die Gedanken, Handlungen und Entscheidungen des einzelnen. Hektik, das bloße Befriedigen von Leistungsmessungen, extrinsische Motivation, das alles führt zum Hirnzustand Beta, »ist beta«, wie Dueck schreibt. Der Beta-Mensch will haben, etwas erreichen, verbraucht Energie. Im Alpha-Zustand kann der Mensch Quelle sein und Energie spenden, ohne sie zu verlieren. Im Alpha-Zustand <em>ist</em> der Mensch. Und er ist produktiver, gesünder.</p>
<p>Babys kommen als Alpha auf die Welt. Wodurch entsteht Beta? Durch psychische Verwundungen, die aus der Hauptstärke eines Menschen mit dem dazugehörigen »Pseudosinn« überlagern. Dueck verwendet durchgängig das Beispiel einer Muschel, die als Resultat einer Verletzung eine Perle erzeugt, die dann zusehends ihr Lebenssinn wird. Es entsteht eine »Machina«, die die psychische Verwundung schützen möchte und auf das »haben« fokussiert ist. Psychozid entsteht dann, wenn ein Mensch eines Typus fortwährend in einen anderen Typus im Beta-Modus hineingezwungen wird, und zwar von außen.</p>
<p>Wie kommen wir wieder zum Alpha? Durch »artgerechte Haltung«, uns selbst und unseren Mitmenschen gegenüber. Es gilt zunächst, zu akzeptieren, dass es richtige, wahre und natürliche Menschen gibt, die in ihrer Fühl- und Denkweise völlig verschieden sind. Deshalb haben sie nicht nur unterschiedliche Ziele, sondern auch unterschiedliche Wege dort hin, und unterschiedliche Stärken und Schwächen. Das wichtigste im Umgang mit der eigenen Bewältigungsmaschine, der »Machina«: »Hör auf!« Unser stärkster und zugleich schwächster Punkt ist meist dort, wo andere Menschen uns zu verstehen geben wir sollten aufhören. Der Kluge beim Klug sein. Der Perfektionist im Streben nach Perfektion. Und so fort.</p>
<h2>Ohne Distanz</h2>
<p>Dueck schreibt gewohnt gut verständlich. Philosophie kann ein unverständliches und trockenes Gebiet sein, wenn es ein Philosoph schreibt. Dueck war Mathematikprofessor, bevor er in die Wirtschaft ging, die Philosophie ist seine Nebenbeschäftigung. Das hat für mich als Leser den Vorteil, dass dieser Grenzgänger eben mehrere Fachgebiete kennt und Vergleiche bringt, die mir entgegenkommen. Dazu kommt Duecks ganz eigener Stil, mit wunderbaren erfundenen (?) Dialogen fiktiver (?) Menschen, die ebenso skuril und humorvoll wie nachvollziehbar und denkwürdig daherkommen. Und ich merke, dass  die Trilogie, deren Abschluß »Topothesie« bildet, etwas ganz persönliches für Dueck ist.</p>
<p>Dem Leser lässt Dueck keinen Abstand. Er fragt ihn direkt, fordert ihn auf, führt ihn in Gedankengänge, die kaum distanzierte Betrachtung zulassen, sondern direkte Beschäftigung mit dem Thema fördern.</p>
<p>Warum aber die Tränen? Dueck zeigte mir in »Topothesie«, wie es hätte sein können und wie es vielleicht wieder sein kann. Er erklärt mir, was passiert ist, und warum ich heute der bin, der ich bin.  Schwachpunkt und Starkpunkt zugleich. Zwei Seiten einer Medaille.</p>
<h2>Angenehm fürs Auge<span class="Apple-style-span" style="font-size: 14px; color: #333333; line-height: 18px;"></span></h2>
<p>Wie auch schon die vorigen zwei Bände der Trilogie ist das Buch nicht in schwarz gedruckt, sondern in einem dunklen Türkis. Graphen und Schaubilder verdeutlichen passend in manchen Kapiteln die Ausführungen, und weiter hinten gibt es auch wieder Abdrucke einiger Gemälde. Speziell diese Abdrucke hätte ich mir entweder in Farbe (die Seiten in der Mitte des Buches sind mit »Farbtafeln« betitelt) oder dann doch lieber mit der Grundfarbe Schwarz gewünscht, da die Dynamik der Gemälde oft auf der Strecke bleibt.</p>
<p>Die Schrift selbst ist eine im Buchdruck übliche Antiqua, auch für die Kapitelüberschriften. Sie fällt nicht auf und ist deshalb meines Erachtens nach wunderbar geeignet. (Um welche es sich genau handelt, weiß ich nicht.)</p>
<p>Dueck gliedert sehr fein; ein Unterkapitel hat meist nur ein bis vier Seiten. Dies zerfasert zwar den Lesefluß bisweilen, macht jedoch die Struktur des Buches schön deutlich und bildet einen Gegenpol zu seinem sehr persönlichen, erzählerischen Schreibstil.</p>
<h2>Artgerecht</h2>
<p>Was bleibt?</p>
<p>Ich glaube, dass wir es schaffen können, wieder mehr Alpha-Denken in die Welt zu bringen. Jeder für sich und für seinen Nächsten. Meine Aufgabe ist zunächst einmal, keinen »Psychozid« an meinen Kindern zu verüben, sondern sie »artgerecht« zu erziehen und zu fördern. Selbiges gilt natürlich für mich mit mir selbst. (Wenn darüberhinaus noch Zeit für die Rettung der Welt in Sachen Alpha bleibt, dann mach ich das gern mal abends.)</p>
<p><strong>Und für Sie? <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3642023657/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3642023657" class="liexternal">Lesen Sie diesen Dueck</a>. Bitte. Er wird Ihnen gut tun.</strong></p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/lesen-gunter-dueck-topothesie-der-mensch-in-artgerechter-haltung/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jetzt mit Zitaten in biblatex &#8211; das LaTeX-Buch in der vierten Auflage</title>
		<link>http://schlosser.info/zitate-in-biblatex-latex-buch-vierte-auflage/</link>
		<comments>http://schlosser.info/zitate-in-biblatex-latex-buch-vierte-auflage/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 11:39:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[LaTeX/Textsatz]]></category>
		<category><![CDATA[biblatex]]></category>
		<category><![CDATA[LaTeX]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://schlosser.info/?p=873</guid>
		<description><![CDATA[Die 4. Auflage von »Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit LaTeX«: Das erste LaTeX-Einsteigerbuch mit Zitieren in biblatex. Dazu neu einen Abschnitt über den Satz von Quellcode. Geblieben sind Einführung in die LaTeX, Textauszeichnung, Grafiken, Tabellen, Index, Verzeichnis, Mathematik und häufige Fehlermeldungen. <a class="more-link" href="http://schlosser.info/zitate-in-biblatex-latex-buch-vierte-auflage/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><object style="width: 600px; height: 424px;"><param name="movie" value="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v1/IssuuViewer.swf?mode=embed&amp;layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Fcolor%2Flayout.xml&amp;backgroundColor=FFFFFF&amp;showFlipBtn=true&amp;autoFlip=true&amp;autoFlipTime=6000&amp;documentId=110601195341-298c16b58ad54358b68feb1791271129&amp;docName=leseprobe-inhalt&amp;username=latexbuch&amp;loadingInfoText=Inhaltsverzeichnis%20LaTeX-Buch&amp;et=1306959136312&amp;er=48" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="menu" value="false" /><embed style="width: 600px; height: 424px;" type="application/x-shockwave-flash" src="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v1/IssuuViewer.swf" allowfullscreen="true" menu="false" flashvars="mode=embed&amp;layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Fcolor%2Flayout.xml&amp;backgroundColor=FFFFFF&amp;showFlipBtn=true&amp;autoFlip=true&amp;autoFlipTime=6000&amp;documentId=110601195341-298c16b58ad54358b68feb1791271129&amp;docName=leseprobe-inhalt&amp;username=latexbuch&amp;loadingInfoText=Inhaltsverzeichnis%20LaTeX-Buch&amp;et=1306959136312&amp;er=48"></embed><h2>Aus dem Inhalt:</h2>
<p><a href="http://www.latexbuch.de" class="liimagelink"><img class="alignnone size-medium wp-image-864" title="Cover LaTeX-Buch" src="http://www.latexbuch.de/files/coverauflage4-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>
<ul>
<li>Installation und Konfiguration</li>
<li>Gliederungsbefehle</li>
<li>Textformatierung und Strukturierung</li>
<li>Aufzählungen und Nummerierungen</li>
<li>Querverweise</li>
<li>Fußnoten</li>
<li>Satzspiegel und Layout</li>
<li>Tabellen erstellen, formatieren und einfügen</li>
<li>Grafiken erstellen und einfügen</li>
<li>Mathematische Formeln erstellen und einfügen</li>
<li>Kopf- und Fußzeilen</li>
<li>Literatur zitieren und verwalten mit biblatex</li>
<li>Inhalts-, Abbildungs-, Tabellen-, Literaturverzeichnis und Index erstellen</li>
<li>Längere Arbeiten aufsetzen</li>
<li>PDF erstellen und Arbeit drucken</li>
<li>Fehlersuche</li>
</ul>
<p>&nbsp;</object></div>
<p>Was haben Sie von der vierten Auflage von <a href="http://www.latexbuch.de" class="liexternal">»Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit LaTeX«</a>? Es ist das erste LaTeX-Buch für Einsteiger auf deutsch, das Zitate mit <strong><em>biblatex</em></strong> behandelt und das <strong>Zitieren</strong> und Erstellen eines <strong>Literaturverzeichnisses</strong> (besonders wichtig, wie in letzter Zeit zu sehen!) damit deutlich vereinfacht. Dazu gibt&#8217;s außerdem auf vielfachen Wunsch der Leser neu einen Abschnitt über den Satz von Quellcode. Geblieben sind natürlich die Einführung in die LaTeX, alle Arten der Textauszeichnung, das Einfügen von <strong>Grafiken</strong>, das durchgängige Beispiel zu <strong>Tabellen</strong>, <strong>Stichwortindex</strong>, <strong>Inhaltsverzeichnis</strong>, <strong>Mathematik</strong> und das beliebte Kapitel über öfters gesehene <strong>Fehlermeldungen</strong>.</p>
<p>Lesen Sie das LaTeX-Buch, Sie bekommen es für 19,95 € im <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;q=Buchhandlung" class="liexternal">Buchhandel</a> oder hier:</p>
<p><a href="http://www.mitp.de/9102" rel="nofollow" class="liimagelink"><img title="Das LaTeX-Buch versandkostenfrei beim Verlag bestellen" src="http://www.latexbuch.de/files/Button_MITP03_150.png" alt="Das LaTeX-Buch versandkostenfrei beim Verlag bestellen" width="150" height="52" /></a><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3826691024/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3826691024" rel="nofollow" class="liimagelink"><img title="Das LaTeX-Buch bei Amazon kaufen" src="http://www.latexbuch.de/files/amazon_w_130x44.gif" alt="Das LaTeX-Buch bei Amazon kaufen" width="130" height="44" /></a></p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/zitate-in-biblatex-latex-buch-vierte-auflage/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lesen/Read: The Naked Presenter &#8211; Delivering Powerful Presentations, by Garr Reynolds</title>
		<link>http://schlosser.info/lesenread-the-naked-presenter-delivering-powerful-presentations-by-garr-reynolds/</link>
		<comments>http://schlosser.info/lesenread-the-naked-presenter-delivering-powerful-presentations-by-garr-reynolds/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 May 2011 06:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://schlosser.info/?p=1400</guid>
		<description><![CDATA[Nackt präsentieren? Was soll das denn sein? Garr Reynolds, der Autor, löst das Rätsel rasch auf. Nackt präsentieren heißt, ohne Waffen, also ohne schwergewichtigte Folienschlachten, und ohne sich hinter einem Rednerpult zu verschanzen auf sein Publikum zuzugehen und ein Art Gespräch mit Ihnen zu führen. Dialog statt Monolog. Zumindest ein gefühlter Dialog, wo ein echter nicht wirklich möglich ist.
 <a class="more-link" href="http://schlosser.info/lesenread-the-naked-presenter-delivering-powerful-presentations-by-garr-reynolds/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Since my copy of the book is in English language, I do provide the review in both German and <a href="#english" class="liinternal">English language</a>.</em></p>
<h2>Nackt präsentieren?</h2>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Naked-Presenter-Wirkungsvoll-pr%C3%A4sentieren-Folien/dp/3827330459%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3827330459" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51tb-OXqNrL._SL110_.jpg" width="87" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Naked-Presenter-Wirkungsvoll-pr%C3%A4sentieren-Folien/dp/3827330459%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3827330459" class="liexternal">Naked Presenter</a></h3>
<p class="author">Garr Reynolds.					Addison-Wesley, München 2011, 					Broschiert,				206 Seiten,				&#8364;&#160;24,80</p>
</div>
<p> Was soll das denn sein? Garr Reynolds, der Autor, löst das Rätsel rasch auf. Nackt präsentieren heißt, ohne Waffen, also ohne schwergewichtigte Folienschlachten, und ohne sich hinter einem Rednerpult zu verschanzen auf sein Publikum zuzugehen und ein Art Gespräch mit Ihnen zu führen. Dialog statt Monolog. Zumindest ein gefühlter Dialog, wo ein echter nicht wirklich möglich ist.</p>
<p>Garr Reynolds lebt und arbeitet in Japan und ist der japanischen Philosophie verbunden. Das merkt man. Mir gefällt seine ruhige und unprätentiöse Art, seine Botschaft zu überbringen. Da schreibt einer, der in mehreren Kulturen zu Hause ist. Die Idee des Titels <a href="http://presentationzen.blogs.com/presentationzen/2005/10/make_your_next_.html" class="liexternal">ist auch schon einige Jahre alt</a>.</p>
<p>Garr Reynolds schreibt ein angenehmes Englisch, das auch mir als Nicht-Muttersprachler leicht fällt zu lesen. Mittlerweile ist jedoch auch die deutsche Übersetzung erschienen unter dem Titel »<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827330459/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3827330459" class="liexternal">Naked Presenter: Wirkungsvoll präsentieren &#8211; mit und ohne Folien</a>«. Über die Qualität der Übersetzung kann ich an dieser Stelle keine Einschätzung abgeben.</p>
<h2>Natürlich präsentieren</h2>
<p>Was macht nun das nackte Vortragen aus?</p>
<p>Keine Tricks. Keine Spielereien. Keine auswendig gelernte Rede.</p>
<p>Sondern eine Verbindung mit dem Publikum herstellen. Gespräch statt Auftritt. Inspiration statt Information. Fürs Publikum statt für sich selbst vortragen. Wenn Präsentationsmaterial verwenden, dann visuell statt textgebunden. Geschichten erzählen statt Fakten aufzählen. Kunst statt Fließband.</p>
<p>Bewußte Reduktion, selbstauferlegte Einfachheit, um die Zuhörer mit dem Thema zu faszinieren statt mit komplizierter Struktur und Mitteln.</p>
<p>Davon handelt »The Naked Presenter«.</p>
<h2>Dieses schöne Buch nehme ich gerne in die Hand</h2>
<p><a href="http://schlosser.info/wp-content/uploads/nakedpresenter-chapter4.jpg" rel="lightbox[1400]" title="nakedpresenter-chapter4" class="liimagelink"><div style="overflow:hidden;width:180px; " class="alignright">
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat left top; width: 30px; height: 7px; float: left;" class="shadow_img"></div>
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat right top; width: 30px; height: 7px; float: right;" class="shadow_img"></div>
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx_top.png) repeat-x center top; margin: 0 30px; height: 7px;" class="shadow_img"></div>
<table style="margin:0;padding:0;width:100%;empty-cells:show;border-collapse:collapse;"><tr>
<td style="margin:0;padding:0;border-width:0;background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat left -7px; width: 15px; height: 25px;" class="shadow_img"></td>
<td rowspan=2 style="margin:0;padding:0;border-width:0; background-color: transparent; line-height:1px;">
<img class=" size-thumbnail wp-image-1408 shadow_osx" title="nakedpresenter-chapter4" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/nakedpresenter-chapter4-150x150.jpg" alt="The Naked Presenter, Chapter 4" width="150" height="150"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; vertical-align:text-bottom !important; min-height: 25px !important;">
</td>
<td style="margin:0;padding:0;border-width:0;background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat right -7px; width: 15px; height: 25px;" class="shadow_img"></td>
</tr>
<tr>
<td style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx_left.png) repeat-y left center; width: 15px;margin:0;padding:0;border-width:0;" class="shadow_img"></td>
<td style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx_right.png) repeat-y right center; width: 15px;margin:0;padding:0;border-width:0;" class="shadow_img"></td>
</tr>
</table>
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat left bottom; width: 30px; height: 23px; float: left;" class="shadow_img"></div>
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat right bottom; width: 30px; height: 23px; float: right;" class="shadow_img"></div>
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx_bottom.png) repeat-x center bottom; margin: 0 30px; height: 23px;" class="shadow_img"></div>
</div>
</a>Bei »The Naked Presenter« stimmt auch die Art der Präsentation. Dieses Buch finde ich <em>schön</em>, trotzdem es ein Taschenbuch ist. Es hat eine sehr klare Struktur mit wenigen Kapitelebenen. Farbige Überschriften greifen diese schlichte Struktur auf und machen das Buch dennoch ein Stück außergewöhnlich. Ein wunderbarer Satzspiegel mit breiten Rändern und damit einer angenehmen Zeilenlänge bietet dem Auge genügend Halt beim Lesen. Ich habe nicht nachgemessen, es sieht jedoch nach einer auf den Kopf gestellten Neunerteilung aus.</p>
<p>Hilfreiche Illustrationen und Fotos verdeutlichen Kernsätze und erleichtern ihnen den Zugang zum Gedächtnis, wie beispielsweise das Foto zweier Jazzmusiker, um das Wesen von mitreißender Performance zu symbolisieren.</p>
<p>Optisch abgesetzte Einschübe anderer Experten zum Thema Präsentation wie <a href="http://www.escapefromcubiclenation.com" class="liexternal">Pam Slim</a> , Sir Ken Robinson greifen einzelne Themen aus anderer Sicht auf, die wunderbar mit den Haupttext ergänzen. Auch machen Fotos der Experten die Einschübe persönlicher.</p>
<p>Wie immer man auch zu Stockfotos steht, die schöne Symbolfotos rund ums japanische rituelle Baden bringen sowohl Farbe als auch zusätzliche Ruhe ins Buch und helfen, den Spannungsbogen des Titels das ganze Buch über durchzuhalten. Auch dadurch mutet das Buch nicht belehrend an, sondern sogar entspannend, weil eben nicht dauernd die üblichen Anzugträger-steht-vor-Gruppe-Fotos dominieren (anders als in Toastmasters-Büchern). Und Reynolds beziehungsweise sein Gestalter nutzen die Symbolfotos auch nicht exzessiv. Zu jedem Kapitel ein Leitspruch, abgesetzt in großer, weißer Schrift auf farbiger Doppelseite, beispielsweise von John Cleese, Bruce Lee, Mahatma Gandhi,  Philippe Starck, Aristoteles. So widerstehen sie der Versuchung, hinter die Leitsätze ein Foto zu packen. Ohne macht sich das sehr gut.</p>
<h2>Das beste Buch übers Präsentieren, das ich bisher gelesen habe</h2>
<p>In meinem Schaffen durfte ich schon mit einigen Schulungen, Schulungsunterlagen, Büchern und Websites zum Thema Vortrag und Präsentation arbeiten. »The Naked Presenter« ist bislang deutlich das beste, was ich in Händen hielt, gerade weil es nicht technokratisch bestimmte Methoden vorschreibt, sondern versucht, etwas über das <a href="http://www.presentationzen.com/presentationzen/2011/03/as-you-become-accustomed-to-public-speaking-and-presenting-you-grow-more-comfortable-and-able-to-be-more-natural-and-let-the.html" class="liexternal">Gefühl beim Präsentieren</a> zu vermitteln.</p>
<p>Lesen Sie dieses Buch. (Amazon-Link »<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827330459/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3827330459" id="static_txt_preview" class="liexternal">Naked Presenter: Wirkungsvoll präsentieren &#8211; mit und ohne Folien</a>« oder auf englisch &#8221;<a href="http://www.amazon.com/gp/product/0321704452/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=schlosserinfo-20&amp;linkCode=as2&amp;camp=217145&amp;creative=399349&amp;creativeASIN=0321704452" id="static_txt_preview" class="liexternal">The Naked Presenter: Delivering Powerful Presentations With or Without Slides (Voices That Matter)</a>&#8220;)</p>
<h2><a name="english">Presenting naked?</a></h2>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Naked-Presenter-Delivering-Powerful-Presentations/dp/0321704452%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D0321704452" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51FtVEHvgtL._SL110_.jpg" width="73" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Naked-Presenter-Delivering-Powerful-Presentations/dp/0321704452%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D0321704452" class="liexternal">The Naked Presenter</a></h3>
<p class="author">Garr Reynolds.					New Riders 2011, 					Taschenbuch,				206 Seiten,				&#8364;&#160;14,28</p>
</div>
<p> Now, what is that gonna be? Garr Reynolds, the author, unleashes the puzzle quickly. Presenting naked means approaching your audience without weapons, so without heavyweight slide battles, and without hiding behind a lectern, but to conduct a conversation with them. Dialogue instead of monologue. A dialogue perception at least, in case a real one is not possible.</p>
<p>Garr Reynolds lives and works in Japan and seems addicted to japanese philosophy. One can read that. I like his calm and unpretentious style of delivering his message. Clearly there writes someone being home in multiple cultures. The idea of the title <a href="http://presentationzen.blogs.com/presentationzen/2005/10/make_your_next_.html" class="liexternal">is some years old already</a>.</p>
<p>Garr Reynolds writes a pleasant English that I as non native speaker can read easily.</p>
<h2>Presenting naturally</h2>
<p>So what is the core of a naked presentation?</p>
<p>No tricks. No gambling. No recited speech.</p>
<p>Instead connect with the audience. Conversation rather than performance. Impact rather than information. For the audience rather than for oneself. If using material at all, then visual rather than text based. Storytelling rather than fact counting. Art rather than assembly line.</p>
<p>Conscious reduction, self-imposed simplicity, in order to fascinate the audience about the topic instead of complicated structure and means.</p>
<p>That is “The Naked Presenter”.</p>
<h2>This beautiful book I like taking in my hands</h2>
<p><a href="http://schlosser.info/wp-content/uploads/nakedpresenter-johncleese.jpg" rel="lightbox[1400]" title="nakedpresenter-johncleese" class="liimagelink"><div style="overflow:hidden;width:180px; " class="alignright">
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat left top; width: 30px; height: 7px; float: left;" class="shadow_img"></div>
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat right top; width: 30px; height: 7px; float: right;" class="shadow_img"></div>
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx_top.png) repeat-x center top; margin: 0 30px; height: 7px;" class="shadow_img"></div>
<table style="margin:0;padding:0;width:100%;empty-cells:show;border-collapse:collapse;"><tr>
<td style="margin:0;padding:0;border-width:0;background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat left -7px; width: 15px; height: 25px;" class="shadow_img"></td>
<td rowspan=2 style="margin:0;padding:0;border-width:0; background-color: transparent; line-height:1px;">
<img class=" size-thumbnail wp-image-1409 shadow_osx" title="nakedpresenter-johncleese" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/nakedpresenter-johncleese-150x150.jpg" alt="The Naked Presenter - Quote from John Cleese" width="150" height="150"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; vertical-align:text-bottom !important; min-height: 25px !important;">
</td>
<td style="margin:0;padding:0;border-width:0;background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat right -7px; width: 15px; height: 25px;" class="shadow_img"></td>
</tr>
<tr>
<td style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx_left.png) repeat-y left center; width: 15px;margin:0;padding:0;border-width:0;" class="shadow_img"></td>
<td style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx_right.png) repeat-y right center; width: 15px;margin:0;padding:0;border-width:0;" class="shadow_img"></td>
</tr>
</table>
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat left bottom; width: 30px; height: 23px; float: left;" class="shadow_img"></div>
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx.png) no-repeat right bottom; width: 30px; height: 23px; float: right;" class="shadow_img"></div>
<div style="background: transparent url(http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_osx_bottom.png) repeat-x center bottom; margin: 0 30px; height: 23px;" class="shadow_img"></div>
</div>
</a>In “The Naked Presenter” the style of presentation matches its contents. I rate this book as <em>beautiful</em>, despite the fact being paperback. It has got a clear structure with few levels of chapters and sections. Colored headlines take this sober structure and yet make the book a bit extraordinary. A wonderful type area with broad margins and a resulting comfortable line length allow the eye to rest while reading. I did not measure, but for me it looks like a nine-part layout flipped upside down.</p>
<p>Useful illustrations and photos emphasize core messages and make it easier for them to reach memory. The photograph of two jazz musicians for example symbolizes the art of a carring away performance.</p>
<p>Visually separated insertions of other experts on the theme of presentation like the one of <a href="http://www.escapefromcubiclenation.com" class="liexternal">Pam Slim</a> or Sir Ken Robinson pick upon particular topics from another viewpoint, nicely complementing the main text. Photos of the experts make the insertions more personal.</p>
<p>Whatever your take on stock photos is, the nice symbol photos about japanese ritual bathing add color as well as calmness to the book. They help keeping the storyline of the title over the whole book. And thanks to that, the book does not appear to be teaching but relaxing, exactly because not the usual person-with-suit-in-front-of-group photos dominate (other than in Toastmasters books). Reynolds or respectively his designer do not overuse the symbol photos. For each chapter there is a lead quote, visually separated in big, white font on colored background, e.g. from John Cleese, Bruce Lee, Mahatma Gandhi, Philippe Starck, Aristotele. So they resisted the temptation to add a photo behind each of the quotes. Without, it is just great.</p>
<h2>The best book on presentation I ever read</h2>
<p>In my career I had the opportunity to work with multiple trainings, training material, books and websites on the topic of speech and presentation. “The Naked Presenter” is clearly the best so far that I got in my hands, especially because it does not impose technocratic methods, but tries to transport something about the <a href="http://www.presentationzen.com/presentationzen/2011/03/as-you-become-accustomed-to-public-speaking-and-presenting-you-grow-more-comfortable-and-able-to-be-more-natural-and-let-the.html" class="liexternal">feeling and the mood for presentation</a>.</p>
<p>Read this book. (Amazon link &#8220;<a href="http://www.amazon.com/gp/product/0321704452/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=schlosserinfo-20&amp;linkCode=as2&amp;camp=217145&amp;creative=399349&amp;creativeASIN=0321704452" id="static_txt_preview" class="liexternal">The Naked Presenter: Delivering Powerful Presentations With or Without Slides</a>&#8220;)</p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/lesenread-the-naked-presenter-delivering-powerful-presentations-by-garr-reynolds/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lesen: Raus aus der Grübelfalle von Nicola Fritze oder der innere Dialog Ihrer vielen Persönlichkeiten</title>
		<link>http://schlosser.info/lesen-raus-aus-der-gruebelfalle-von-nicola-fritze-oder-der-innere-dialog-ihrer-vielen-persoenlichkeiten/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 06:50:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Grübeln]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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		<description><![CDATA[<h3>»Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust«</h3>
<p>…schrieb einst Johann Wolfgang von Goethe. »Was, nur zwei? Dutzende!« höre ich Nicola Fritze rufen. Und diese Seelen führen als innere Stimmen einen permanenten Dialog. Da streitet sich der innere Altruist mit dem inneren Egoist darüber, ob und was jetzt abends noch zu tun ist. Oder der Verbieter legt sich mit dem Karriereberater darüber an, wie es weitergehen soll. Und keine dieser Stimmen ist per se schlecht, denn jede möchte uns auf ihre Weise gut tun.</p>
<p>Nicola Fritze, die »Motivationsfrau«, vielen bekannt durch ihre Podcasts »<a href="http://www.abenteuer-motivation.de" class="liexternal">Abenteuer Motivation</a>« und den »<a href="http://www.fritze-blitz.de" class="liexternal">Fritze-Blitz</a>… <a href="http://schlosser.info/lesen-raus-aus-der-gruebelfalle-von-nicola-fritze-oder-der-innere-dialog-ihrer-vielen-persoenlichkeiten/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>»Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust«</h3>
<p>…schrieb einst Johann Wolfgang von Goethe. »Was, nur zwei? Dutzende!« höre ich Nicola Fritze rufen. Und diese Seelen führen als innere Stimmen einen permanenten Dialog. Da streitet sich der innere Altruist mit dem inneren Egoist darüber, ob und was jetzt abends noch zu tun ist. Oder der Verbieter legt sich mit dem Karriereberater darüber an, wie es weitergehen soll. Und keine dieser Stimmen ist per se schlecht, denn jede möchte uns auf ihre Weise gut tun.</p>
<p>Nicola Fritze, die »Motivationsfrau«, vielen bekannt durch ihre Podcasts »<a href="http://www.abenteuer-motivation.de" class="liexternal">Abenteuer Motivation</a>« und den »<a href="http://www.fritze-blitz.de" class="liexternal">Fritze-Blitz</a>« hat kürzlich ihr erstes Buch »Raus aus der Grübelfalle« veröffentlicht. <strong>Ich finde, es ist ein echter Fritze geworden, mit Witz, Esprit und Futter zum Nachdenken.</strong><br />
Die verschiedenen Teile unserer Persönlichkeit unterscheiden sich demnach nicht durch ihr Ziel – alle wollen unser bestes – sondern in der Wahl der Wege. <strong>Ein gewinnbringender innerer Dialog entsteht</strong> laut Fritze <strong>dann, wenn wir all diesen Stimmen zunächst wohlwollend begegnen und ihre Bemühungen anerkennen.</strong></p>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Raus-Gr%C3%BCbelfalle-Denkgewohnheiten-Pers%C3%B6nlichkeit-weiterentwickeln/dp/3517086614%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3517086614" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51taK6t%2BQAL._SL110_.jpg" width="83" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Raus-Gr%C3%BCbelfalle-Denkgewohnheiten-Pers%C3%B6nlichkeit-weiterentwickeln/dp/3517086614%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3517086614" class="liexternal">Raus aus der Grübelfalle!</a></h3>
<p class="author">Christian Jeremies (Illustrator).					Südwest Verlag 2011, 					Taschenbuch,				208 Seiten,				&#8364;&#160;12,00</p>
</div>
<p> Nach jedem dieser Dialoge in »Raus aus der Grübelfalle« folgt etwas über eine Seite mit konkreten Handreichungen, meist gegliedert in eine Erläuterung des Verhaltensmuster und einer kurzen Aufzählung mit möglichen Schritten zur Lösung. Da aus den Dialogen ja die Lösungsmuster auch schon erkennbar werden, finde ich diese Handreichungen als Wiederholung und Ergänzung überaus sinnvoll, es sind wirklich Wege »raus aus der Grübelfalle«.</p>
<p>Nicola Fritze hält nicht ganz durch. Nach gut zwei Dritteln wird aus dem kapitelweisen Dialog jeweils zweier innerer Stimmen, in den sich »die Fritze« dann einmischt, öfters nur noch ein Gespräch zwischen Fritze und einer inneren Stimme. Schade, denn ich fand davor die Unterhaltung verschiedener Persönlichkeitsteile eben den Witz des Buches, ohne diese wird es eher eine Belehrung der inneren Stimme.</p>
<h3>Schön anzusehen – Typografie</h3>
<p>Als jemand, der eher dichte technische Literatur gewohnt ist, die oftmals dementsprechend eng beschriebene Seiten hervorbringt, erschien mir »Raus aus der Grübelfalle« zunächst sehr dünn gesetzt, mit zu viel Platz. Doch beim Lesen selbst erweist sich das Format mit den locker durchschossenen Dialogen als hilfreich, läßt es dem Hirn doch kleine optische Pausen und damit Raum zum Sinnieren und selbst Denken. Jedes Kapitel hat sechs bis acht Seiten und beginnt mit einer eigenen Überschriftsseite ganz untypisch auf der linken Seite (normalerweise setzt man neue Kapitel auf einer rechten Seite). Die Überschriftsseiten sind optisch ansprechend gestaltet mit einem Motto, der eigentlichen Kapitelüberschrift und beinhaltet auch eine thematisch passende Strichzeichnung im Comic-Stil von Christian und Fabian Jeremies. Ich hätte mir dazu eine Numerierung der Kapitel gewünscht, um leichter ein bestimmtes Thema wiederzufinden.</p>
<p>Die Handreichungen sind durch einen leicht grauen Hintergrund optisch abgesetzt und mit dem selben Zielpunkt-Symbol versehen, das auch verwendet wird, wenn sich jeweils das erste mal »Fritze« in den Dialog der inneren Stimmen einmischt.</p>
<p>Am Ende jeden Kapitels steht unter der Überschrift »Noch eine Stimme« ein passendes Zitat von Philosophen, Literaten, Wissenschaftlern und anderen historischen Personen.</p>
<p>Ein hervorrangendes Detail finde ich die den Umschlag, der zwei Klappen zum Herausfalten mit den wichtigsten Grundprinzipien im Umgang mit seinen inneren Stimmen beinhaltet. Eine sehr schöne Idee!</p>
<p>Geschmunzelt habe ich übrigens über die verfrüht beendete Arbeit des Setzers: Finden sich doch auf der Impressumsseite unter dem FSC-Zeichen für die Papiersorte die nicht umgesetzten Anweisungen »((R im Kreis hochgestellt))« und »((kursiv))«.</p>
<p><strong>So finde ich »Raus aus der Grübelfalle« sehr liebevoll gestaltet</strong>, und kann mich dennoch des Eindrucks bisweilen nicht erwehren, dass hier aus einer überschaubaren Menge Text ein Buch mit mehr als zweihundert Seiten gemacht werden sollte. Natürlich ist dies eine reine Unterstellung meinerseits, und selbst wenn dem so sein sollte: Es ist schön geworden!</p>
<h3>»Fritze« als Mittler zwischen Engelchen und Teufelchen auf der Schulter</h3>
<p>»Raus aus der Grübelfalle« liest sich locker an zwei Abenden weg, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass der Textsatz durch die vielen Dialoge sehr locker ist und netto gar nicht so viel Netto-Text auf den brutto 207 Seiten steht. Ich fand’s zunächst unterhaltsam, zumal mir als eifrigen Podcast-Hörer die meisten Inhalte vertraut waren. Do würde es dem Anliegen nicht gerecht, »Raus aus der Grübelfalle« einfach nur wegzulesen.</p>
<p>Eben weil es eine literarisch leicht verdauliche Lektüre ist, kann man »Raus aus der Grübelfalle« ein zweites Mal in die Hand nehmen und nun ganz langsam in den kleinen Kapitelhappen durcharbeiten und sein eigenes Verhalten hinterfragen. <strong>»Raus aus der Grübelfalle« wird zum Arbeitsbuch, mit der »Fritze« als Mittler zwischen Engelchen und Teufelchen auf der Schulter.</strong></p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/lesen-raus-aus-der-gruebelfalle-von-nicola-fritze-oder-der-innere-dialog-ihrer-vielen-persoenlichkeiten/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lesen: Supramanie von Gunter Dueck &#8211; Motivation ist relativ</title>
		<link>http://schlosser.info/lesen-supramanie-von-gunter-dueck-motivation-ist-relativ/</link>
		<comments>http://schlosser.info/lesen-supramanie-von-gunter-dueck-motivation-ist-relativ/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 23:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosphie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Das ist er, der Teil zwei der Dueck-Trilogie. Und obgleich viele der vorgestellten Thesen und Erkenntnisse bekannt oder natürlicher Menschenverstand sind, ist es ein erschütterndes Vergnügen, diese in so komprimierter und eindringlicher Fassung zu lesen. Supramanie, das von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systemen permanent geforderte Streben nach Höherwertigkeit, führt nach Dueck zum ständigen Gefühl der Minderwertigkeit und dem vollständigen Ausrichten des eigenen Tuns nach extrinsischer Motivation.</p>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Supramanie-Vom-Pflichtmenschen-zum-Score-Man/dp/3540009019%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3540009019" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41lF5Kv9wRL._SL110_.jpg" width="69" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Supramanie-Vom-Pflichtmenschen-zum-Score-Man/dp/3540009019%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3540009019" class="liexternal">Supramanie. Vom Pflichtmenschen zum Score-Man</a></h3>
<p class="author">Gunter Dueck.					Springer-Verlag GmbH 2003, 					Gebundene Ausgabe,				350 Seiten,				&#8364;&#160;24,95</p>
</div>
<p> Nachdem uns Gunter Dueck, Professor der Mathematik und Chefdenker bei IBM, in Omnisophie eine umfassende Betrachtung von Motivation und … <a href="http://schlosser.info/lesen-supramanie-von-gunter-dueck-motivation-ist-relativ/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist er, der Teil zwei der Dueck-Trilogie. Und obgleich viele der vorgestellten Thesen und Erkenntnisse bekannt oder natürlicher Menschenverstand sind, ist es ein erschütterndes Vergnügen, diese in so komprimierter und eindringlicher Fassung zu lesen. Supramanie, das von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systemen permanent geforderte Streben nach Höherwertigkeit, führt nach Dueck zum ständigen Gefühl der Minderwertigkeit und dem vollständigen Ausrichten des eigenen Tuns nach extrinsischer Motivation.</p>
<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Supramanie-Vom-Pflichtmenschen-zum-Score-Man/dp/3540009019%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3540009019" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41lF5Kv9wRL._SL110_.jpg" width="69" height="110" alt=""/></a><br />
<h3><a href="http://www.amazon.de/Supramanie-Vom-Pflichtmenschen-zum-Score-Man/dp/3540009019%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3540009019" class="liexternal">Supramanie. Vom Pflichtmenschen zum Score-Man</a></h3>
<p class="author">Gunter Dueck.					Springer-Verlag GmbH 2003, 					Gebundene Ausgabe,				350 Seiten,				&#8364;&#160;24,95</p>
</div>
<p> Nachdem uns Gunter Dueck, Professor der Mathematik und Chefdenker bei IBM, in Omnisophie eine umfassende Betrachtung von Motivation und Eigenheiten von richtigen, wahren und natürlichen Menschen vorgelegt hat, baut er hier ein weiterführendes Gedankenkonstrukt darauf auf.</p>
<p>Dueck spickt sein Werk mit polemischen und vielen satirischen Einwürfen, und oft hatte ich den Eindruck, er schriebe sich auch eine Portion Frust von der Seele. Es sei ihm vergönnt, zumal Dueck ja innerhalb dieses Systems lebt und auch seine eigenen Schwierigkeiten damit thematisiert.<br />
<!--more--></p>
<h3>Maslow-Pyramiden sehen für richtige, wahre und natürliche Menschen verschieden aus</h3>
<p>Die Maslowsche Bedürfnispyramide gehört ja mittlerweile zum Grundtenor der Managerausbildung. Da nach Duecks Buch »Omnisophie« verschiedene Menschentypen existieren, die sich wesentlich darin unterscheiden, was ihre Hauptmotivation ist, folgert er hier, dass es auch verschiedene Bedürfnispyramiden geben müsse. Was wolle denn ein natürlicher Mensch mit Sicherheit und vor allem Geborgenheit? Statt von unten nach oben <em>Nahrung, Sex, Überleben – Sicherheit, Geborgenheit – Gemeinschaft – Achtung, Würde – Selbstverwirklichung</em> als Stufen, wie Maslow seinerzeit fand, schlägt Dueck folgende vor:</p>
<ul>
<li>der richtige Mensch mit Leitmotiv Pflichteifer und Einsatz: <em>Ausbildung, Arbeit, Lohn – Sicher, geborgen im »System« – Schützen, für alles sorgen – Achtung, Respekt, Dank – Vorbild, Würde</em></li>
<li>der wahre Mensch mit Leitmotiv Passion, beseeltes Streben:<em> Sinnvolle Arbeit, Auskommen &#8211; »Eine Idee als Partner« – Lehren, Lieben, Erschaffen – Ruhm, Einfluss, Verehrung – Weisheit, Identität, »Retter«</em></li>
<li>der natürliche Mensch mit Leitmotiv Wille, Wetteifer, Begeisterung: <em>Fordernder Job, Geld – Flow, Leben, Freude, Freiheit – Stärke, Können &#8211; »Meister«, Sieger – Metis, »Jedi«, Bewirker</em></li>
</ul>
<p>Um überhaupt eine Chance zu haben, auf die jeweils vierte oder fünfte Stufe zu kommen, ist es nötig, die eigene Persönlichkeit durch die Arbeit auf den unteren Stufen entsprechend zu bilden. Das Problem entsteht nach Dueck nun dadurch, dass Menschen versuchen, sofort auf Stufe vier zu gelangen, und dabei durch den Umstand bestärkt werden, dass unser Gesellschaftssystem fast ausschließlich für messbare Leistungen, die auf Stufe vier stattfinden, Belohnungen vergibt.</p>
<h3>Extrinsische Motivation (Anreizsystem) erstickt intrinsische Motivation</h3>
<p>Extrinsische Motivation ist das, was Anreizsysteme bewirken. Führt man von außen hochfrequent Lob, Boni, Rankings, etc. zu, so dass das Streben einer Person immer mehr darauf abzielt, mehr von dieser extrinsischen Motivation zu erhalten,  stellt diese Person die intrinsische Motivation immer weiter zurück. Intrinsische Motivation ist zum Beispiel wenn ich etwas wegen meiner selbst erlernen will, wenn ich einen Tätigkeit ausübe, weil mir die Tätigkeit an sich Spaß macht. Ein Hobby, bei dem es keine Wettkämpfe gibt ist ein Feld für intrinsische Motivation.</p>
<p>Immer, wenn ich das natürliche Lern- und Arbeitstempo eines Kindes oder Menschen, das aus den Fähigkeiten und der intrinsischen Motivation zusammengesetzt ist, durch starke Anreize (»Lauf, noch einen Schritt! Ja, noch einen Schritt. Fein! Guuut! Braves Baby«) beschleunige, laufe ich Gefahr, das die natürliche Freude an der Tätigkeit abnimmt und die Leistung nur noch aufgrund der Anreize abgegeben wird. Schreibt Dueck.</p>
<h3>Was man Messen kann, kann man auch verpflichten</h3>
<p>Nun haben wir Bedürfnispyramiden, die erst auf der vierten Stufe eine Messung zulassen, verbunden mit dem Nachteil, dass es immer nur einen Sieger, nur wenige mit Ruhm oder Verehrung geben kann, und wir haben extrinsische Motivation, um Leistung kurzfristig zu steigern. Daraus lassen sich nun wunderbare Anreizsysteme entwickeln, die den Menschen dazu erziehen, immer höherwertiger werden zu wollen. Sei es im Sport, in der Wissenschaft, in der Wirtschaft, überall wird gemessen und der Wert eines Menschen an diesen Metriken gemessen. Jedes System hat sein eigenes Haupttriebziel. Im Sport ist das vielleicht der Weltrekord oder die Weltmeisterschaft, in der Wissenschaft die Höhe eingeworbener Drittmittel und der Ruhm, der sich aus Publikationen und Anzahl Zitate bemisst, so Dueck, und in der Wirtschaft eben beispielsweise der Umsatz. Da die Systeme nebenbei nicht nur den nach oben offenen Grad der Erreichung des jeweiligen Haupttriebziels messen, sondern auch den Aufwand, den jemand für das Streben spendiert, ist jeder, der nicht genügend strebt, schon verdächtig. Da vieles jedoch nicht wirklich gut am Wert gemessen werden kann, besteht die Metrik im Messen von Fehlern. Ziel ist also, keine Fehler zu machen.</p>
<p>Das heißt insgesamt, dass Menschen anfangen, nach Höherwertigkeit zu streben, ohne dass ihre Persönlichkeit schon die Grundlagen dafür ausgeprägt hatte. Systeme werden deshalb hauptsächlich von richtigen Menschen erschaffen, auf Basis von Ideen wahrer Menschen und unter der Tatkraft von natürlichen.</p>
<h3>Prüfung und Wettkampf sind immer, Training ist nicht mehr</h3>
<p>Verdichten sich die Messpunkte, dann ist immer Prüfung und immer Wettkampf, schreibt Dueck. Das Training, in dem man Dinge ausprobieren und sich spielerisch verbessern kann, fällt weg. Deswegen kommt es dann auch zu vielen nur lokalen Optima, da für ein globales oder zumindest ein globaleres Optimum zunächst einmal das lokale Optimum verlassen werden und das Tal des Subobtimalen durchschritten werden muss.</p>
<p>Mein ganz eigenes Beispiel: Beim Tanzen muss ich auch mal längere Zeit ohne Armeinsatz trainieren, damit ich auch so den Kontakt zur Partnerin halten kann (in den Standardtänzen). Ein Turnier gewinnt man aber auf diese Weise nicht.</p>
<h3>Seismographenausschläge als extrinsische Motivation</h3>
<p>Bestraft ein System für Fehler (»Prozess nicht eingehalten«, »Soll nicht erfüllt«, »Nicht alles gegeben«), legt der Mensch zunehmend sein Augenmerk auf Vermeidung derselben. Die Sensibilisierung für Fehlerquellen nennt Dueck »Seismographen«. Suprasysteme machen also den Menschen laut Dueck zu unter Seismographenausschlägen zuckenden Getriebenen nach Höherwertigkeit. Da dies nur wenige Menschen erfolgreich schaffen, spuckt ein Suprasystem permanent wieder Menschen aus, die dessen Triebrichtung nicht exzellent befriedigen konnten.</p>
<h3>Spannend und packend geschriebene Verdichtung von gefühlten Wahrheiten</h3>
<p>Dueck ist ein Meister der Verdichtung. Mit seinen ausgedachten Reden von Managern, die satirisch überspitzt vieles aussprechen, was der eine oder andere von uns wohl auch schon irgendwann in seinem Leben mal gehört hat, trifft er den Nagel auf den Kopf. Auch seine Schlussfolgerungen sind oft verblüffend ob ihrer Deutlichkeit. Gunter Dueck nennt die Dinge beim Namen und bringt vieles in Zusammenhang, was uns für sich allein bestimmt schon aufgefallen ist, aber eben ohne Kontext.</p>
<p>Ich persönlich lese Dueck ja viel lieber als dass ich ihn sehe oder höre, was hauptsächlich Duecks Stimmlage geschuldet ist. Gottseidank ist Dueck ein Vielschreiber, so dass mir der Lesestoff nicht so bald ausgehen wird.</p>
<p>Ruft Dueck nun zum General-irgendwas-Protest auf? Kaum. In diesem zweiten Band seiner Trilogie ruft er explizit zu gar nichts auf, das spart er sich zum dritten Band auf. Ich rufe auch nicht zu Protest auf, sondern einfach zu mehr innerer Achtsamkeit. Was treibt mich an? Was bringt mich als Mensch weiter? Brauche ich bestimmte Formen externer Anerkennung?</p>
<p><strong>Und Sie? Was motiviert Sie?</strong></p>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="" href="http://schlosser.info/lesen-supramanie-von-gunter-dueck-motivation-ist-relativ/"></g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Lesen: Michael Ende – Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 04:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Effektivität]]></category>
		<category><![CDATA[Effizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Wirksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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		<description><![CDATA[<div class="amtap-item" lang="de" xml:lang="de"><a href="http://www.amazon.de/Momo-Michael-Ende/dp/3522177509%3FSubscriptionId%3DAKIAJ36SYWNKFCAQGAQQ%26tag%3Djoachimschlos-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3522177509" class="liimagelink"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/61R91Q9WCQL._SL110_.jpg" width="70" height="110" alt=""/></a><br />
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<p class="author">Michael Ende (Illustrator).					Thienemann Verlag 2005, 					Gebundene Ausgabe,				304 Seiten,				&#8364;&#160;11,90</p>
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<p> Hat irgendjemand » Momo« von Michael Ende (1929–1995) noch nicht gelesen oder gesehen? Nun, da das Buch fast vierzig und auch die Verfilmung schon fünfundzwanzig Jahre zurückliegt, kann das durchaus sein. Vielleicht hatten Sie auch bislang nur keine Zeit dazu? »Momo« ist das Standardwerk für alle, die rastlos sind und gerne alles immer effizienter machen wollen, und da nehme ich mich nicht aus.</p>
<p>»Momo« ist eine Fabel, in der ein kleines obdachloses Waisenmädchen mit ebendiesem Namen einer Verschwörung der Zeit-Diebe auf die Spur kommt. Diese versprechen den Menschen, … <a href="http://schlosser.info/lesen-michael-ende-momo-oder-die-seltsame-geschichte-von-den-zeit-dieben-und-dem-kind-das-den-menschen-die-gestohlene-zeit-zurueckbrachte/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
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<p class="author">Michael Ende (Illustrator).					Thienemann Verlag 2005, 					Gebundene Ausgabe,				304 Seiten,				&#8364;&#160;11,90</p>
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<p> Hat irgendjemand » Momo« von Michael Ende (1929–1995) noch nicht gelesen oder gesehen? Nun, da das Buch fast vierzig und auch die Verfilmung schon fünfundzwanzig Jahre zurückliegt, kann das durchaus sein. Vielleicht hatten Sie auch bislang nur keine Zeit dazu? »Momo« ist das Standardwerk für alle, die rastlos sind und gerne alles immer effizienter machen wollen, und da nehme ich mich nicht aus.</p>
<p>»Momo« ist eine Fabel, in der ein kleines obdachloses Waisenmädchen mit ebendiesem Namen einer Verschwörung der Zeit-Diebe auf die Spur kommt. Diese versprechen den Menschen, dass sie Zeit sparen könnten für später, indem sie jetzt immer rastloser, immer schneller und immer effizienter arbeiteten. Die Zeit-Diebe selbst ernähren und vermehren sich von dieser »gesparten« Zeit.</p>
<p>In wunderbaren Bildern beschreibt Michael Ende die Welt von Momo, in der sie viel Zeit hat, ihren Freunden, die in der Nähe der Ruine wohnen, in der sie lebt, zuzuhören. Bis sie merkt, dass die Leute immer weniger Zeit haben, zu ihr zu kommen. In einer beeindruckenden Szene rechnet einer der Zeit-Diebe einem Friseur vor, wie viel Zeit er bislang in seinem Leben schon hätte sparen können. Er überzeugt den Friseur, sein Leben zu ändern und Zeit zu sparen, durch schnelleres, effizienteres Arbeiten, und indem er weniger Zeit für die Sorge um andere aufwendet. Die Menschen in der Stadt verändern sich und haben immer weniger Zeit, da sie diese ja vermeintlich sparen. Doch die Zeit wird eben nicht gespart, sondern dient immer mehr Zeit-Dieben als Nahrung – die »grauen Herren« rauchen die Zeit getrocknet und gerollt in Form von grauen Zigarren. Momo kommt schließlich zum Hüter der Zeit, der jedem Menschen seine »Stundenblumen« zuteilt, und kann mit dessen Hilfe zum einen verstehen, zum anderen den Menschen die gestohlene Zeit wieder zurückbringen.</p>
<p>Wir können Zeit nicht sparen. Zeit ist flüchtig. Wir können uns nur entscheiden Zeit für etwas aufzuwenden oder nicht. Jeder Augenblick ist nur ein einziges Mal da. Michael Ende setzt ein Plädoyer für das »sich Zeit nehmen« und für die Liebe zum Detail, die sich nicht nur in hoher Qualität äußert, sondern auch in der eigenen Zufriedenheit mit der Tätigkeit.</p>
<p>Sehr eindringlich liest sich auch der Handlungsstrang, in dem ein Freund von Momo, ein Geschichtenerzähler, sehr erfolgreich und sehr gehetzt wird und dadurch seine Fähigkeit verliert, immer neue Geschichten zu erfinden. Kreativität bedarf eben auch Zeit. Der andere Freund, ein Straßenkehrer wird durch die Zeit-Diebe eingeschüchtert und meint, ab sofort viel Zeit sparen zu müssen, um Momo zu retten, und hetzt sich bei seiner Arbeit so ab, dass er die Freude verliert, die er bislang daran hatte. Wer meint, aus Zeitdruck seine Arbeit nicht mehr mit Sorgfalt tun zu können, ist also ebenfalls weniger wirksam.</p>
<p>Das Zuhören bekommt eine ganz besondere Bedeutung. Das vollkommen offene Zuhören, welches ohne jeglichen Rat, ohne jegliche Wertung, ja ohne jegliche eigene Absicht geschenkt wird, verändert den Beschenkten. Es ermöglicht ihm, zu neuen Ansichten zu gelangen, die nicht durch den Zuhörer beeinflusst sind.</p>
<p>Das Buch selbst – bei mir in der gebundenen Ausgabe von 2005 – finde ich sehr angenehm gesetzt. Der Seitenspiegel weist vernünftige, nicht zu eng bemessene Ränder auf. Die Schrift ist auch in den Überschriften unaufdringlich und lässt der Geschichte ihren Raum. Sehr schön finde ich, dass die Umschlagschrift zumindest meinem Empfinden nach der der Originalausgabe entspricht. Sehr gut gefällt mir die Auflockerung alle paar Kapitel durch Zeichnungen von Michael Ende selbst, die einen kurzen Eindruck oder eine Stimmung einfangen. Auch das Umschlagbild stammt vom Autor selbst.</p>
<p>So schön und werkgetreu die Verfilmung auch sein mag &#8211; nehmen Sie sich die Zeit und <em>lesen</em> Sie dieses Buch. Verlieben sie sich in die poetischen Beschreibungen Michael Endes.    Es wird ihren Blick weiten.</p>
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