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	<title>Dr. Joachim Schlosser &#187; Analog</title>
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	<description>Gedanken zum Lesen, Schreiben, LaTeX und Simulation</description>
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		<title>Ökosystem Strand &#8211; 14 typische Bewohner</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 05:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Was gehört eigentlich alles zum Ökosystem Strand? Die natürlichen Ressourcen sind freilich Meer, Sandstrand und Sonne. Wer aber lebt sonst noch hier?  <a class="more-link" href="http://schlosser.info/oekosystem-strand-14-typische-bewohner/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Urlaubssaison ist wohl vorbei. Wo waren Sie? Am Meer? Vielleicht am touristisch erschlossenen Meer? Was gehört eigentlich alles zum Ökosystem Strand? Die natürlichen Ressourcen sind freilich Meer, Sandstrand und Sonne. Wer aber lebt sonst noch hier? Wie funktioniert das System? Keine Angst, ich bin kein Biologe, sondern habe es mehr mit System als mit Öko. Meine Theorie: Immer, wenn die vier Ressourcen Meer, Sandstrand, Sonne und Geld zusammenkommen, entsteht folgendes Ökosystem in der einen oder anderen Ausprägung:</p>
<ol class="biglist">
<li>
<div><strong>Hotelier</strong>: beherbergt die Urlauber, ist erste Anlaufstelle. Zwischen einzelnen Hotels bestehen große Qualitätsunterschiede. Die meisten der anderen Bewohner des Ökosystems benötigen das Hotel als Katalysator, um ihren eigene Rolle ausfüllen zu können. Das Hotel selbst ist sein eigenes, kleines Ökosystem, welches ich hier jedoch nicht näher betrachten möchte.<br />
Wer nicht wie wie selbst mit angereist ist, der braucht vielleicht den nächsten Teil des Ökosystems:</div>
</li>
<li>
<div><strong>Busunternehmer</strong>: Irgendwer muss ja die ganzen Menschen erstmal aus Deutschland zum Strand karren. Wer nicht selbst anreist, kommt mit dem Bus. Das Klischee, jeder Bus enthielte mindestens drei Jahrtausende Lebenserfahrung, hält dem Realitätstest immer noch stand.</div>
</li>
<li>
<div><strong>Strandbetreiber</strong>: kooperieren teilweise mit Hotels, eher selten ist der Hotelstrand. Große Qualitätsunterschiede bestehen in Sachen Speise-, Getränke- und Unterhaltungsangebot wie etwa Spielplätze, das Grundangebot “Sand” ist überall gleich. Der Betrieb eines Strands kann anscheinend durchaus lukrativ sein, so mancher Strandbetreiber hat mittlerweile auch ein Hotel übernommen. Der Strandbetreiber fungiert auch als Wettervorhersage. Räumt er am Abend die vorderste Reihe Liegen weg, so sind für den nächsten Tag hohe Wellen garantiert.</div>
</li>
<li>
<div><strong>Hersteller von Strandliegen und Strandschirmen</strong>: Dürfte wohl eine Großindustrie in der Mittelmeerregion sein. Trotz der robusten Konstruktion und Ausführung, die die Liegen sehr dauerhaft machen, unterliegen sie natürlich einem Alterungs- und Abnutzungsprozess. Die meisten Liegen stammen tatsächlich aus einheimischer Produktion. Das Quietschen des Dachs ist übrigens Grundvoraussetzung und dient als Einschlafhindernis.</div>
</li>
<li>
<div><strong>Badetuchverkäufer</strong>: fliegender Händler, der dem Strandgast Badetücher andingt. Überwiegend sehr höfliche und fröhliche Menschen, was daran liegen mag, dass mit Badetüchern tatsächlich Umsatz zu machen ist. Die Ware stammt zumeist aus ägyptischer Produktion und ist oft von einwandfreier, schwerer Qualität. Der Badetuchverkäufer gehört zu den Polyglotten, seine Vielsprachigkeit übertrifft die der meisten anderen Teilnehmer des Ökosystems. Hat dennoch wahrscheinlich eher keine Reisegewerbekarte.</div>
</li>
<li>
<div><strong>Coco-bello-Händler</strong>: Übernehmen den Bring-Service für Kokosnüsse (<em>coco bello</em>), Süßigkeiten (<em>bóni boni</em>) und kandierte Früchte (<em>candidi</em>)direkt zur Sonnenliege. Ihre Rufe erschallen in verschiedenen Stimmlagen und mit angepassten Texten. Sie sind für die Akustik des Ökosystems unbedingt erforderlich.<br />
Auch Teil der Akustik ist der nächste Bewohner:</div>
</li>
<li>
<div><strong>Animateure:</strong> In vielen Strandabschnitten beauftragt der Strandabschnittsbetreiber junge Leute, die anwesenden Kinder durch Mitmachtänze zu vielen lokalen und wenigen internationalen Schlagern sowie Bastelangeboten zu unterhalten. Auch sportliche Turniere in Boccia und Volleyball werden durch sie gern organisiert. Man kann geteilter Meinung über diesen Bewohner sein.</div>
</li>
<li>
<div><strong>Uhren-, Schmuck-, Hüte-, Tücherverkäufer</strong>: auch rennende Händler genannt, weil sie das Weite suchen, sobald sich Carabinieri (Polizei) zeigen. Tragen ihre Ware entweder über den Arm gelegt, hoch aufgetürmt auf dem Kopf, oder sie stellen an der Wasserlinie gleich ganze Klapptische auf. Sind üblicherweise keine Selbständigen, sondern in Kolonnen unterwegs. Wenn man an der richtigen Strasse sein Hotel hat, sieht man die Kolonne am Morgen anrücken. Samt Aufseher, das ist der, der nichts in der Hand trägt. Die Vielsprachigkeit ist hier oft nur vorgetäuscht, und beschränkt sich auf Attribute wie <em>billiger, gute Preis</em> sowie Markennamen wie <em>Rolex, Breitling, Versace</em> und ähnliche. Auf einen Coco Bello kommen übrigens 4-5 dieser Nippeshändler.</div>
</li>
<li>
<div><strong>Masseusen</strong>: im Zweifelsfall noch schneller rennendes Volk, weil diese Damen von den Strandbetreibern nicht gern gesehen werden. Meist von ozeanischem oder asiatischen Anschein, versprechen sie den Badegästen Entspannung durch <em>Massagio</em>. Bisweilen sind dann am Strand klatschende Schläge zu hören, wenn sie gerade einen der gestrandeten Wale durchkneten.</div>
</li>
<li>
<div><strong>Carabinieri</strong>: selten gesehene Polizisten, die nach dem Rechten sehen. Um rennende Händler zu verscheuchen, kommen sie auch schonmal per Jetski übers Wasser. Die Nachhaltigkeit dieser Maßnahme ist zu bezweifeln.</div>
</li>
<li>
<div><strong><a href="http://schlosser.info/wp-content/uploads/DSC06736.jpg" rel="lightbox[1716]" title="DSC06736" class="liimagelink"><img style="display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border: 0px;" title="DSC06736" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/DSC06736_thumb.jpg" alt="DSC06736" width="244" height="164" align="right" border="0" /></a> Tretboot- und Banana-Boat-Verleiher:</strong> Um sich auf dem Meer bewegen zu können, ohne zwangsläufig naß zu werden, gibt es die Verleiher von Wassergefährten. In der Regel sind diese mit Muskelkraft betrieben und weisen optional eine gerade oder gebogene Rutsche auf. Ebenfalls verfügbar sind große bananenförmige Gebilde, die hinter einem Motorboot hergezogen werden können. Beides fällt unter Spielgerät.<br />
Apropos Spiel:</div>
</li>
<li>
<div><strong>Spielhöllenbetreiber</strong>: Kinderfänger für den Nachwuchs jeden Alterns. Arbeiten mit einer eigenen Währung, den sogenannten Gettoni. Die kleinen erfreuen sich am Elektroautofahren, die größeren Daddeln an die Videospielen der frühen und späten 90er Jahre. Unser Nachwuchs war zudem vom »Scheibeln« begeistert (die genaue Bezeichnung des Spiels entzieht sich meiner Kenntnis, <strong>Update:</strong> es heißt »Air-Hockey«, dank an meine Ehefrau für die Übersetzung).</div>
</li>
<li>
<div><strong>Örtlicher Baggerdienst</strong>: Fährt morgens mit Bagger und Siebmaschine den Strand auf und ab, um den Sand zu glätten und aus der obersten Schicht die Muschelreste abzusieben, und gegebenenfalls angespülten Tang und anderen Unrat zu entfernen. Schließlich sollen die Badegäste ja den Sand genießen können. Daneben hat jeder Strandbetreiber auch selbst entweder eine Art Kehrmaschine zum anschieben, die ebendies für seinen Teil des Strands tut, oder zwei Arbeiter, die das mit Rechen und Schaufel erledigen.</div>
</li>
<li>
<div><strong>Tourist</strong>: Letztendlich zielt das Ökosystem natürlich darauf ab, den Touristen anzulocken, egal ob von fern oder von nah. Verschiedene Orte, ja auch verschiedene Hotels spezialisieren sich dabei auf verschiedene Arten und Herkünfte von Touristen. Der Tourist bringt eine wichtige Ressource in System, die unbedingt zu einem gesunden Ökosystem Strand gehört: Das Geld. Dafür darf er dann auch in zu kurzen Hosen und Muskelhemd beim Abendessen einen Berg Meeresfrüchtesalat auf seinen Teller häufen und das ganze mit etwas Roastbeef und Ketchup garnieren.</div>
</li>
</ol>
<p>Habe ich noch etwas vergessen?</p>
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		<title>12 Tipps, um das Urlaubsgefühl in die Arbeit hinüber zu retten</title>
		<link>http://schlosser.info/12-tipps-um-das-urlaubsgefuehl-in-die-arbeit-hinueber-zu-retten/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 16:36:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[GTD]]></category>
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		<description><![CDATA[Urlaub vorbei? So schaffen Sie es, die Erholung und das Urlaubsgefühl mit in den Arbeitsalltag zu nehmen. <a class="more-link" href="http://schlosser.info/12-tipps-um-das-urlaubsgefuehl-in-die-arbeit-hinueber-zu-retten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist Ihr Urlaub schon vorbei? So schaffen Sie es, die Erholung und das Urlaubsgefühl mit in den Arbeitsalltag zu nehmen.</p>
<ol class="biglist">
<li>
<div>Planen Sie Ihren Urlaub so, dass Sie z.B. bis Dienstag Urlaub nehmen, so dass Sie mit einer kurzen Woche wieder starten. Es hilft, wenn die erste Woche nicht gleich eine lange ist.</div>
</li>
<li>
<div>Planen Sie mindestens einen Tag zwischen Heimreise und erstem Arbeitstag ein. Besonders wenn Sie fliegen, braucht der Kopf einige Zeit, um nachzukommen. Direkt vom Strand ins Büro kann einen leichten Kulturschock auslösen. Packen Sie zu Hause gemütlich aus, gehen mit den Kindern auf den Spielplatz oder nochmal ins Freibad, und lassen den Urlaub mit Ihrem Partner bei einem schönen Abendessen ausklingen.</div>
</li>
<li>
<div>Gehen Sie ganz früh ins Büro. Je weniger Leute vor Ihnen da sind, umso besser. Auf diese Weise steigt der Geräuschpegel nur langsam, und sie können sich an Ihre Kollegen quasi einzeln wieder gewöhnen, statt direkt in ein geschäftiges Umfeld geworfen zu werden.</div>
</li>
<li>
<div>Beantworten Sie nicht gleich am ersten Tag morgens alle Mails in Ihrem Postfach. Die wirklich wichtigen Dinge besprechen Sie einfach direkt mit Ihrem Chef und Ihren Mitarbeitern. Das bringt uns zum nächsten Tipp:</div>
</li>
<li>
<div>Sprechen Sie mit Ihrem Chef, Kollegen und Mitarbeitern. Besser, als die Historie von Dokumenten nachzulesen ist, sich zuerst die subjektive Meinung der Kollegen einzuholen. Diese haben auch die Begleitinformationen, den Flurfunk und können Ihnen so besser als die Datenlage ein komprimiertes Bild geben. Die Detailinformationen können Sie später immer noch nachlesen.</div>
</li>
<li>
<div>Lassen Sie die Abwesenheitsnotiz und den Anrufbeantwortertext noch mindestens einen halben Tag auf Urlaub stehen. Muss ja nicht gleich jeder wissen, dass Sie wieder da sind. Umso größer wird die Freude des Anrufers sein, wenn Sie trotzdem zurückrufen.</div>
</li>
<li>
<div>Machen Sie eine Liste der aufgelaufenen Aufgaben, anstatt gleich blindlings loszulegen. So bleiben Sie Herr Ihrer Arbeit, anstatt dass die Arbeit gleich Sie beherrscht.</div>
</li>
<li>
<div>Leeren Sie Ihr Postfach, indem Sie zunächst alle eingegangenen Nachrichten nach Gesprächsverlauf sortieren, so dass die neueste Nachricht oben ist. Auf diese Weise bekommen Sie Diskussionen vom Ende her mit (Outlook 2010 kann übrigens Gespräche aufräumen und alle bis auf die neueste Nachricht einfach löschen).<br />
Dann sortieren Sie die Nachrichten in drei Kategorien einteilen: a) Zu beantworten/bearbeiten. Beantworten Sie sie nicht, außer es ist tatsächlich nur ein “geht klar” oder ähnliches, was weniger als eine Minute dauert. Das kann auch sein, daraus eine Aufgabe zu erstellen. Ziehen Sie die Mail in Outlook einfach auf das Aufgabensymbol links. b) Zu Lesen. Nachrichten, auf die hin Sie nichts unternehmen müssen, die Sie jedoch interessieren, legen Sie hier ab. Lesen Sie jetzt noch nicht! Das hat Zeit! c) Der Rest kommt in den Papierkorb. Das funktioniert übrigens genau so auch mit der Briefpost.<br />
Auf diese Weise habe ich nach dem Urlaub schon mehrfach in weniger als einer Stunde hunderte von Mails gesichtet und sortiert, ohne dass es in Stress ausartet und ohne davon überwältigt zu sein. Üblicherweise kommen 10-15% in den Bearbeiten-Ordner, etwa 20% in den Lesen-Ordner, die restlichen zwei Drittel fliegen in die Tonne.</div>
</li>
<li>
<div>Rufen Sie jemanden in einer anderen Niederlassung Ihrer Firma an, mit dem Sie normalerweise weniger zu tun haben. Nehmen Sie eine der Mails als Anlaß, und fragen Sie bei der Gelegenheit nach globalen Neuigkeiten in der Firma. Oft ergibt sich dadurch ein vollständigeres Bild, als wenn Sie nur lokale Informationen haben.</div>
</li>
<li>
<div>Führen Sie ein ausführliches Weekly-Review nach der Methode <a href="http://schlosser.info/gelesen-david-allen-wie-ich-die-dinge-geregelt-kriege-getting-things-done/" title="Gelesen: David Allen – Wie ich die Dinge geregelt kriege (Getting Things Done)" class="liinternal">Getting-Things-Done</a> durch. Dies sortiert Ihre Prioritäten und bewahrt Sie vor hektischem Aktionismus. Aktionismus ist der Feind des Urlaubsgefühls.</div>
</li>
<li>
<div>Besser als für Routinetätigkeiten wie Post beantworten, Lesen, Verwaltungsarbeiten ist Ihr Geist jetzt geeignet, Entscheidungen zu treffen und kreative Aufgaben abzuarbeiten. Dadurch, dass Ihr Kopf durch den Urlaub hoffentlich vom Klein-klein gereinigt wurde, können Sie das große Ganze klarer sehen. Wenn Sie also Ideen brauchen oder Entscheidungen treffen sollen, sind die ersten Tage nach dem Urlaub wie geschaffen dafür. Bei Entscheidungen werden Sie überrascht sein, wie schnell Sie die dafür notwendigen Informationen aufnehmen können, sei es durch Lesen oder durch Befragen von Mitarbeitern und Kollegen.</div>
</li>
<li>
<div>Spendieren Sie eine Runde Kekse, Eis oder ähnliches. Teilen Sie Ihr Urlaubsgefühl, denn Ihre Kollegen werden das auf Sie zurückspiegeln.</div>
</li>
</ol>
<p>Funktioniert das alles garantiert? Nein, bestimmt nicht. Doch es hilft. Ich habe es diese Woche ausprobiert, in der mein eigener Urlaub endete. Den ersten Tipp habe ich diesmal gleich ausgelassen, aber wer ist schon perfekt? Die Ergebnisse der ersten beiden Arbeitstage ansonsten: Inbox Zero von 428 Mails auf Null in 3 Stunden (heißt ja nicht, dass alles schon bearbeitet ist, dafür 380 Mails schon gelöscht), gute Gespräche, den Kollegen hat das Eis geschmeckt. Und ich fühle mich nach wie vor gut erholt.</p>
<p>Und was machen Sie nach dem Urlaub, um angenehm wieder in den Arbeitsalltag zu kommen?</p>
<p><em>(Foto: Joachim Schlosser, <a href="http://365.schlosser.info/2011/09/04/wellenlaufer/" class="liexternal">Wellenläufer &#8211; 365 Tage</a>)</em></p>
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		<item>
		<title>Nachgereicht: Fragen zu den Toastmasters-Finanzen als Redevorlage</title>
		<link>http://schlosser.info/redestruktur-fragen-zu-den-toastmasters-finanzen/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 06:36:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
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		<category><![CDATA[Struktur]]></category>
		<category><![CDATA[Toastmasters]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Finanzen von Toastmasters International haben neben einem Blogpost auch eine viel diskutierte Rede in meinem Toastmaster-Club Münchner Brainstormers hervorgebracht. Die Struktur der Rede und Materialien sind hier zusammengefasst. <a class="more-link" href="http://schlosser.info/redestruktur-fragen-zu-den-toastmasters-finanzen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem vorigen Artikel, der <a href="http://schlosser.info/toastmasters-finanzen-fragen/" title="Fragen zu den Finanzen von Toastmasters International" class="liinternal">Fragen zu den Toastmasters-International-Finanzen</a> aufwarf, entstand neben <a href="http://www.linkedin.com/groupItem?view=&amp;gid=2115978&amp;type=member&amp;item=65028017&amp;qid=5d9dc0d9-0547-4087-b886-1534e5f33168&amp;trk=group_most_popular-0-b-ttl&amp;goback=%2Egmp_2115978" class="liexternal">einiger Diskussion</a> auch eine Rede für meinen Toastmasters-Club, das zugehörige Redeprojekt heißt sowieso »Recherche«. Üblicherweise schreibe ich meine Reden nicht wortwörtlich auf, sondern überlege mir eine Struktur und einige Kernformulierungen, die ich bringen möchte.</p>
<p>Ich verwende dafür <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mind-Map" rel="nofollow" class="liwikipedia">Mind Mapping</a>, und die Struktur, die das empfehlenswerte Buch »<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0812968980/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=joachimschlos-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0812968980" class="liexternal">Write to the Top</a>« vorschlägt: Zum einen ist links das sogenannte <em>Focus Sheet</em> aufgelistst, das mir als Redner oder Schreiber hilft, herauszufinden, <em>was</em> ich überhaupt rüberbringen möchte. Es ist ein einfaches und doch wirkungsvolles Rahmenwerk, welches ich für Vorträge und Dokumente vieler Art verwende. Rechts in der Mind Map ist dann der <em>Presenter&#8217;s Blueprint</em> zu sehen. Dieser schägt eine Struktur der Rede vor, wobei ich nicht genutzte Alternativen gleich entfernt habe.</p>
<p><a href="http://schlosser.info/wp-content/uploads/Rede7-ToastmastersFinancials.png" rel="lightbox[1641]" title="MindMap zur Rede7 ToastmastersFinancials" class="liimagelink"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1642" title="MindMap zur Rede7 ToastmastersFinancials" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/Rede7-ToastmastersFinancials-600x338.png" alt="MindMap zur Rede7 ToastmastersFinancials" width="600" height="338" /></a>Während der Rede zeigte ich die einige Quellen, die ich im <a href="http://schlosser.info/toastmasters-finanzen-fragen/" title="Fragen zu den Finanzen von Toastmasters International" class="liinternal">Blogpost </a>schon verwendete, zusätzlich einige Charts aus meiner <a href="http://bit.ly/qvoq0B" class="liexternal">Datensammlung</a>, allesamt mit Google Docs erstellt:</p>
<div style="display: inline; float: left;"></div>
<div style="display: inline; float: left;"></div>
<div style="display: inline; float: left;"></div>
<div style="display: inline; float: left;"></div>
<p>Wenn jemand diese Redestruktur verwenden möchte oder schon hat, bin ich an Rückmeldung natürlich sehr interessiert.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Fragen zu den Finanzen von Toastmasters International</title>
		<link>http://schlosser.info/toastmasters-finanzen-fragen/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 04:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
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		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
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		<description><![CDATA[Toastmasters International fördert weltweit die freie Rede. Nun sollen die Mitgliedsbeiträge um 33% erhöht werden. Ein Blick in die Finanzen der Organisation und viele Fragen. <a class="more-link" href="http://schlosser.info/toastmasters-finanzen-fragen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="goog-trans-control"></div>
<p><a href="http://www.toastmasters.org" class="liexternal">Toastmasters International</a> ist eine Non-Profit-Organisation, die weltweit in Clubs die freie Rede fördert. Ich bin ein begeistertes Mitglied <a href="http://brainstormers.munich-toastmasters.de" class="liexternal">eines dieser Clubs</a> und finde die Idee, Menschen einen einfachen Zugang zum besseren Reden zu verschaffen, großartig. Am 3. August informierten die <a href="http://www.toastmasters.org/patjohnsonbio" class="liexternal">Präsidentin</a> und der <a href="http://www.toastmasters.org/danrexbio" class="liexternal">Direktor</a> über eine weniger in Kürze anstehende <a href="http://www.toastmasters.org/2011duesincrease" class="liexternal">Beitragserhöhung um 33%</a>. Zeit für einen Blick in die Finanzen der Organisation und viele Fragen. <em>Fall Sie ebenfalls Toastmaster sind, möchten Sie vielleicht Ihrem Area-, Division- oder District Governor ähnliche Fragen stellen.</em> Wozu hat eine Non-Profit-Organisation mit über <a href="http://www.toastmasters.org/membershipgrowthchart" class="liexternal">270000 Mitgliedern</a> (<a href="http://www.toastmasters.org/Members/MembersFunctionalCategories/AboutTI/GlobalPerspective.aspx" class="liexternal">13000 in Europa</a>) weit über <a href="http://www.toastmasters.org/Members/MembersFunctionalCategories/AboutTI/Annual-Financial-Reports/2010FinancialReportPDF.aspx" class="liexternal">36 Millionen Dollar Vermögen</a>? Wie ist zu erklären, dass eine Beitragserhöhung notwendig ist, wo die letzten Jahre meist zwischen 3 und 5 Millionen Dollar Überschuss erwirtschaftet wurden und das Gewinn/Umsatzverhältnis 14% beträgt? Wie kann es sein, dass die Beitragserhöhung durch steigende Kosten in Verwaltung und Lehrmaterial je Mitglied begründet wird, und das bei steigenden Mitgliedszahlen und anderslautenden Jahresberichten von Toastmasters (siehe Zeilen 50 und 51 der <a href="http://bit.ly/qvoq0B" class="liexternal">Auswertung</a> und die folgende Grafik)? <strong>Update:</strong> In der Tat sank die Profitabilität des Lehrmaterials von um die 29% vor 2008 auf -8% seit 2009, doch ist dieser Rückgang nicht durch steigende Kosten, sondern durch sinkenden Absatz zu erklären. Wie kann das sein, wo doch bei steigenden Mitgliederzahlen durchaus zu erwarten wäre, dass auch mehr Mitglieder die Fortgeschrittenenhandbücher benötigen?  Warum hat eine Organisation mit <a href="http://www.toastmasters.org/danrexbio" class="liexternal">90 Beschäftigten</a> HR-Ausgaben von über 400.000 Dollar, also etwa 4 Vollzeitbeschäftigte? Wie ist zu erklären, dass eine Non-Profit-Organisation das Vermögen hochgradig spekulativ anlegt und so im Krisenjahr 2008 an die 6 Mio Dollar Verluste (nur teilweise realisiert) einfährt<del>, und dafür im Jahr darauf 2,5 Mio Dollar für Finanzberatung ausgibt</del> <em>(<strong>Update</strong>: der Posten Finance steht nicht im Zusammenhang mit Investment. Danke Ellen Hermes.)</em>? Eine vollständige Aufstellung der Finanzen habe ich auf Basis  der Jahresberichte ab 2003 in einer <a href="http://bit.ly/qvoq0B" class="liexternal">Tabelle zusammengestellt</a>, darin sind auch die Original-Finanz-Jahresberichte verlinkt. Ich sehe ernsthafte Probleme aufkommen, wenn sich noch deutlich mehr Mitglieder in verschiedenen Vereinen dieselben Fragen stellen und keine vernünftigen Antworten darauf bekommen. Die Beitragserhöhung würde rund 5 Mio Dollar zusätzlich in die Kassen spülen und damit einen Gewinn von ca. 8 Mio Dollar bedeuten, eine Gewinnspanne von über 30%. Wozu? Ist es vielleicht das Objective 3 des <a href="http://www.toastmasters.org/strat_plan" class="liexternal">Strategic Plan 2010</a>, Revenue? Die Beitragserhöhung von Toastmasters International halte ich in höchstem Maße für fragwürdig. Nicht die absolute Höhe bewegt mich, wenngleich ich die Gefahr sehe, dass damit weniger Menschen weltweit der Zugang zu Toastmasters ermöglicht wird. Es ist der Umfang des Aufschlags, den ich in Frage stelle.  Bestimmt gibt es vernünftige Antworten auf diese Fragen, lediglich habe ich sie noch nicht gefunden. Kann man von einer Non-Profit-Organisation nicht höchste Transparenz erwarten? Deshalb habe ich bei Präsidentin und Direktor, die die Beitragserhöhung ankündigten, nachgefragt. Die Antwort steht noch aus, die <a href="http://youtu.be/s-svgs9V_ow" class="liexternal">kurze Rede von Gary Schmidt auf der Toastmasters Conference</a> hat jedenfalls noch keine geliefert. <em>Fall Sie ebenfalls Toastmaster sind, dann stellen Sie Ihrem Area-, Division- oder District Governor ähnliche Fragen.</em></p>
<hr />
<h2>Dear Pat, dear Daniel,</h2>
<p>thank you for this information, which, despite the attached FAQ, triggered some serious questions and concerns that I would like to raise. With an ever growing member base, how can effective cost per member go up instead of down? From 1995 to date, the U.S. inflation overall was 48.01%. With the upcoming due increase, the annual fee for Toastmasters actually doubled since then, so is four times the inflation rate (overall). How come? Where does the answer to the first FAQ (&#8220;Why are we having a dues increase?&#8221;) actually answer the question? I see a process description about how the increase is signed off, but not really a crisp and specific &#8220;why&#8221;. To get an overview, I reviewed the Toastmasters International financials since 2003 (as can be seen in the <a href="http://bit.ly/qvoq0B" class="liexternal">spreadsheet</a>). The average profit margin in conjunction with the total asset and asset growth makes me hard to believe I am dealing with a non profit organization. So how do you explain the wish to increase the yearly dues when seen in light of the YoY asset growth, and given that you have a profit margin that most Fortune500 companies are dreaming of? You argument about increasing printing costs also does not hold. When put in relation to members or new members, the cost for educational materials and supplies has little variance, and for sure has not increased over the years. Even the absolute cost has only a standard deviation of .29 (see line 31). The fellow Toastmasters I consulted in reviewing the numbers have a high interest in transparency and see difficulties coming up in encouraging members to join and stay given that increase together with the high profitability. Dear Pat and Daniel, since I am currently preparing my next speech for next week, I would welcome your answers so that I can include them in my talk. As a last question, I would like your statement, on compliance of the financial behavior with the last of the Toastmasters&#8217; promises. Thank you &amp; Best Regards Joachim Schlosser</p>
<hr />
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		<title>Noch nicht zufrieden oder besser als gedacht?</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 06:33:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Augsburg, drittgrößte Stadt Bayerns, ist bekannt für… ja was eigentlich? Ein Zeitungsartikel in der <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Noch-nicht-grenzenlos-zufrieden-id16159236.html" class="liexternal">Augsburger Allgemeinen über einige Feste und Veranstaltungen am Wochende</a> zeigen Muster auf, die Hinweise auf das darunterliegende Problem geben.</p>
<h2>Das »schwäbische Tollwood«</h2>
<p>Da machen sich zwei Unternehmer auf und organisieren das <a href="http://www.grenzenlos-festival.de/" class="liexternal">Grenzenlos-Festival</a> auf dem Gelände des Gaswerks, einem beeindruckenden Industriedenkmal von überregionaler Bedeutung, und manche nennen es sogar das »schwäbische Tollwood«. Es kamen 70000 Besucher, gehofft hatten sie auf 100000. Das Wetter schien problematisch zu sein, dennoch soll im kommenden Jahr eine Neuauflage folgen.</p>
<p>Wenn ich als Veranstalter mit der Presse spreche und damit tausende potentieller … <a href="http://schlosser.info/noch-nicht-zufrieden-oder-besser-als-gedacht/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Augsburg, drittgrößte Stadt Bayerns, ist bekannt für… ja was eigentlich? Ein Zeitungsartikel in der <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Noch-nicht-grenzenlos-zufrieden-id16159236.html" class="liexternal">Augsburger Allgemeinen über einige Feste und Veranstaltungen am Wochende</a> zeigen Muster auf, die Hinweise auf das darunterliegende Problem geben.</p>
<h2>Das »schwäbische Tollwood«</h2>
<p>Da machen sich zwei Unternehmer auf und organisieren das <a href="http://www.grenzenlos-festival.de/" class="liexternal">Grenzenlos-Festival</a> auf dem Gelände des Gaswerks, einem beeindruckenden Industriedenkmal von überregionaler Bedeutung, und manche nennen es sogar das »schwäbische Tollwood«. Es kamen 70000 Besucher, gehofft hatten sie auf 100000. Das Wetter schien problematisch zu sein, dennoch soll im kommenden Jahr eine Neuauflage folgen.</p>
<p>Wenn ich als Veranstalter mit der Presse spreche und damit tausende potentieller Gäste fürs Folgejahr, sollte ich dann herumweinen und meine Probleme und Hoffnungen ausbreiten? Was sendet das für eine Botschaft? Ich lese da »es war nix los« und »wenn das Wetter nicht optimal ist, braucht man nicht hinzugehen, das sagt sogar der Veranstalter«.</p>
<p>Reggae-Sänger Gentleman sang vor 1500 Besuchern, und ein Ensemble der Münchner Philharmoniker spielte ohne dass dafür Eintritt verlangt wurde, nachdem offensichtlich kaum Eintrittskarten verkauft wurden. Der Artikel schreibt »Strehle verbucht es unter Werbung«. Klingt das so als sei er froh darüber?</p>
<p>Will der Veranstalter das Event nochmal durchführen? Wohl ja. Wäre es dann vielleicht eine gute Idee, jetzt schon Lust auf das nächste Mal zu machen und das Interview als Werbemaßnahme zu nutzen? Ich meine ja. Meine Güte, 70000 Besucher an einem Wochenende, das ist ein Viertel der Stadtbevölkerung. Da kann man doch ruhig sagen »die Besucher kamen in Scharen und hatten Spaß. Wir sind stolz, aus dem Stand so ein attraktives Fest für Augsburg geschaffen zu haben. Trotz des Wetters kamen über 70000, wohl auch weil das Gelände ja durchaus auch Regenschutz bietet. Bei schönem Wetter nächstes Jahr sind wir zuversichtlich, noch einen draufsatteln zu können. Voll bewährt hat sich auch, das Konzert von Gentleman und dem Ensemble der Münchner Philharmoniker. Um möglichst vielen Besuchern den Genuß zu ermöglichen, haben wir diesen musikalischen Hochgenuß mit freiem Eintritt angeboten, was dann auch rege angenommen wurde.«</p>
<p>Die Fakten sind dieselben, und doch: klingt das nicht viel positiver und macht mehr Lust auf die Neuauflage des Festes?</p>
<h2>Jakober Kirchweih</h2>
<p>Ist das vorteilhaft, wenn das Zitat zum Fest »Dort muss frischer Wind rein, das ist nicht gut, was da läuft« lautet, so wie Sabine Hofmann vom Stadtteilverein lamentiert? Bei aller berechtigert Kritik, wäre es nicht für das durch die Zeitung ja angesprochene mögliche Publikum attraktiver etwas so anzusprechen: »Die Jakober Kirchweih ist das traditionsreichste Volksfest in Schwaben. Für das kommende Jahr nehmen wir uns zusammen mit der Stadtverwaltung und den Schaustellern einiges vor, damit die Augsburger die Schönheit des Festes noch mehr genießen und erleben können. Ich freue mich deshalb auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Ordnungsreferenten Volker Ullrich und dem Marktamtschef Werker Kaufmann.« Klingt das nicht deutlich positiver statt nur lamentierend?</p>
<h2>Das Glas ist halb leer oder halb voll…</h2>
<p>… und der Ingenieur sagt einfach, das Gefäß sei für die Füllmenge überdimensioniert. Im Ernst: Wer will zu einem Fest, bei dem der Veranstalter in der Zeitung lamentiert? Es geht ja nicht darum, immer top gelaunt zu sein und den Leuten was vorzuschwindeln. Doch <a href="http://schlosser.info/die-eigene-sichtweise-macht-die-realitaet-aus/" title="Die eigene Sichtweise macht die Realität aus" class="liinternal">die eigene Sichtweise macht die Realität</a>, die eigene und beeinflusst auch die der anderen.</p>
<p>Augsburg ist Einstellungssache.</p>
<p>Doch die Frage bleibt: Trage ich mein Geld gern zu einem, der dann doch nicht zufrieden ist? Oder doch lieber zu einem Veranstalter der danke sagt und sich auch in der Zeitung auf mein Wiederkommen freut?</p>
<p><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/augschburger/" class="liexternal">Boris Ott bei Flickr</a>, CC-BY-NC: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de" class="liexternal">Bestimmte Rechte vorbehalten</a>)</em></p>
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		<title>Abizeitung &#8217;96 &#8211; an der Schwelle zum digitalen Zeitalter</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 05:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[LaTeX/Textsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
		<category><![CDATA[Layout]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
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		<description><![CDATA[Beim Abitreffen fiel mir die Abizeitung von 1996 wieder in die Hände, und es liegen schöne und im Rückblick auch technologisch interessante Erinnerungen darin. <a class="more-link" href="http://schlosser.info/abizeitung-96-an-der-schwelle-zum-digitalen-zeitalter/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fünfzehn Jahre und zwei Wochen ist es her, dass 54 Leute unseres Jahrgangs in Königsbrunn ihr Abiturzeugnis erhielten. Kohl war noch Kanzler, und in meiner Heimatstadt Königsbrunn kam kurz zuvor derselbe Bürgermeister ins Amt, der dieses auch <a href="http://www.koenigsbrunn.de/index.php?id=1490,3" class="liexternal">heute noch</a> bekleidet. Die hippen Leute (also 1-2 unseres Jahrgangs, ich bestimmt nicht) fuhren nach Berlin zur Loveparade, die damals als noch unblutiges Spektakel Millionen anzog (oder auszog?).</p>
<p>Und was hatten wir kurz davor gemacht? ja, als letzten Schritt nach und während den formalen Abiturprüfungen gab es natürlich auch die Abizeitung fertigzustellen. Neulich beim Abitreffen fiel sie mir wieder in die Hände, und es liegen schöne und im Rückblick auch technologisch interessante Erinnerungen darin.</p>
<h2>Werbung und Disketten</h2>
<p>Unsere Abizeitung war gut durchkalkuliert. Werbeanzeigen bekamen wir damals meist noch auf Folien und scannten sie dann selbst ein, einige progressive Firmen hatten sie sogar schon auf Diskette. <em>Für die jüngeren unter den Lesern: Das sind magnetische Scheiben in einer festen Plastikhülle, etwas kleiner als eine Scheibe Toastbrot, auf die soviel Daten passen wie eine Minute eines MP3-Liedes.</em>Auf eben solchen Disketten bekamen wir dann auch meist die einzelnen Artikel zugeliefert, und einige wenige konnten sie sogar schon per eMail schicken.</p>
<h2>Scanner und Festplatte</h2>
<p><a href="http://schlosser.info/wp-content/uploads/IMG_6254.jpg" rel="lightbox[1533]" title="LK Physik-Seite" class="liimagelink"><div style="overflow:hidden;display:table;line-height:0;text-align:center;width:316px;" class="alignright"><img class=" size-medium wp-image-1537 shadow_curl" title="LK Physik-Seite" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/IMG_6254-316x450.jpg" alt="LK Physik-Seite" width="316" height="450"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; max-width:100% !important;"><br/><img src="http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_curl.png" class="shadow_img" style="margin:0 !important;height:10px;width:100%;"></div></a>Überhaupt war das Thema Datenvolumen allgegenwärtig in unserer Gruppe der Redakteure. Einer unter uns hatte einen ordentlichen Scanner. <em>Und wieder für die jüngeren: Damals gab es noch keine Digitalkameras. Man machte als Laie Fotos auf Papier und legte diese dann in ein Gerät namens Scanner, das daraus Bilddateien erstellen konnte. Das war langwierig, jedes Bild einzeln auf die Glasscheibe zu legen und die Farbeinstellung zu kalibrieren. </em>So saßen wir also zu zweit einen Tag dort und scannten Fotos ein.</p>
<p>Falls nötig Scannerscheibe und Foto reinigen. Foto auflegen, geraderichten. Sanft die Klappe schließen, damit nichts verrutscht. Farbkalibrierung und Voransicht scannen. Beschnitt festlegen. Scannen. Datentransfer abwarten. Datei speichern. Etwa vier Minuten je Foto.</p>
<p>Dann kam der Punkt, an dem die Festplatte voll war mit ein paar hundert Megabyte Fotos. Nun besaß ich zwar ein Iomega Zipdrive mit unglaublichen 100 Megabyte Speicherkapazität (Leihgabe Vater), doch war dies viel zu langsam und entsprechende Medien hatten wir auch zu wenig. Also hieß es die Festplatte auszubauen und mitzunehmen.</p>
<h2>Fotos und Wartezeit</h2>
<p><div style="overflow:hidden;display:table;line-height:0;text-align:center;width:150px;" class="alignright"><img class=" size-thumbnail wp-image-1535 shadow_curl" title="Fotomontage LK Wirtschaft/Recht" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/IMG_6257-150x150.jpg" alt="Fotomontage LK Wirtschaft/Recht" width="150" height="150"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; max-width:100% !important;"><br/><img src="http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_curl.png" class="shadow_img" style="margin:0 !important;height:10px;width:100%;"></div> Für mich war noch eine Zwischenstufe zu tun: Zwei der Fotos sollten Fotomontagen sein, die eine möglichst realistisch aus zwei verschiedenen Fotos zusammengesetzt, die andere eine bewusst unrealistische Inszenierung aus vier Fotos. Wer jemals Mitte der neunziger Jahre mit einem mittelprächtigen PC druckbare Bildbearbeitung gemacht hat, lernte Geduld. Jedes Maskieren, jeder Schneide- und Kopiervorgang, jedes Aufhellen oder Abdunkeln brauchte bei der »hohen« Auflösung zwischen zwei und zwanzig Minuten, Zeit, in der der Computer auch für nichts anderes zu gebrauchen war. Wie auch, hatte doch der Computer ganze 64 Megabyte Hauptspeicher, das Bildbearbeitungsprogramm mitsamt Fotodaten belegte jedoch weit über 180 Megabyte. Das Betriebssystem war also die ganze Zeit am Auslagern (»swappen«). <div style="overflow:hidden;display:table;line-height:0;text-align:center;width:318px;" class="alignleft"><img class="size-medium wp-image-1536  shadow_curl" title="Abizeitung Cover" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/IMG_6252-318x450.jpg" alt="Cover der Abizeitung, von Alexander Eggstein" width="318" height="450"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; max-width:100% !important;"><br/><img src="http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_curl.png" class="shadow_img" style="margin:0 !important;height:10px;width:100%;"></div></p>
<p>Genau das taten dann auch die Computer, die für das Layout zum Einsatz kamen. Programm der Wahl war CorelDraw, damals der Gigant der vektororientierten Bildbearbeitung und mit dem Vorteil, dass zwei von uns es besaßen. Und mit dem unschätzbaren Vorteil gegenüber Word für Windows, dass CorelDraw eben stabil lief. Pro Seite entstand eine separate Datei, die ein improvisiertes Netzwerk mit Koaxialkabeln hin- und hergesichert wurde. <em>Für die jüngeren: früher gab es als Netzwerkkabel ähnliche wie die, die man heute als Antennen- oder Satellitenkabel kennt. Die Datenrate lag bei wenigen Prozent dessen, was heute üblich ist.</em></p>
<p>Doch all die Rechnerpower half nichts: Es war aussichtslos, das Cover, welches wir mangels williger Künstler in unserem Jahrgang extern an meinen Freund Alex vergaben, in der geforderten Auflösung einzuscannen und den Schriftzug digital auf das Gemälde zu bringen. Also entwarf ich den Schriftzug, bearbeitete die Fotos unseres Direktorats, druckte alle Elemente aus und verbrachte eine schöne Stunde mit Cutter und Schere, um das ganze dann auf das Gemälde zu kleben. Dieser Teil der Abizeitung ging also tatsächlich noch ganz klassisch als Papiercollage an die Druckerei. <em>Für die jüngeren: eine Collage ist eine oft mit Schere und Klebstoff erstellte Zusammenstellung verschiedener Bildelemente.</em> Es blieb der einzige Teil der Zeitung, den wir tatsächlich nicht digital erstellen konnten.</p>
<h2>Fortschritt</h2>
<p>Ich finde den Fortschritt faszinierend. Heute passt ein Vielfaches des gesamten Datenvolumens eines damaligen Computers auf einen kleinen USB-Stick. Bildbearbeitung in Sachen Belichtung und Schärfe korrigieren kann ich heute auf vielen Fotos <em>gleichzeitig</em> vornehmen (Lightroom sei Dank), und an Fotos komme ich ohne Umweg über Labor oder Dunkelkammer. Die Dunkelkammer nutzen einige heute noch, jedoch weil sie es <em>wollen</em>, nicht mehr mangels Alternativen.</p>
<p>Wir waren am Beginn der Zeit, in der alle diese Aufgaben auch von Halb-Laien mit dem Computer erledigt werden konnten. Profis hatten damals schon mehr Möglichkeiten, die für uns aber unerschwinglich waren. Wenige Jahre vorher wurden Texte und Fotos noch auf Papier zusammengefügt und als solches an die Druckerei gegeben. <a href="http://www.latexbuch.de" class="liexternal">LaTeX</a> als Textsatzsystem war erst wenige Jahre zuvor entwickelt worden. Wenige Jahre später fotografierte man schon digital, Bildbearbeitung war ein Klacks und die gesamten Rohdaten passten auf einen USB-Stick in der Größe eines Feuerzeugs. Damals war es der Übergang der meisten Bürotätigkeiten auf den Computer überhaupt (als Massenphänomen), heute ist es der Übergang ins Web (als Massenphänomen).</p>
<p>Ich lebe technologisch gern im Heute, und freue mich auf morgen.</p>
<p><em>Wie war das bei Euch? Wer hat noch mit Papierprototypen gearbeitet? Was sind Eure Abizeitungs-Erfahrungen? </em></p>
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		<title>TEDxMunich &#8211; Tweetrospektive</title>
		<link>http://schlosser.info/tedxmunich-tweetrospektive/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 08:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reden]]></category>
		<category><![CDATA[TED]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Streifzug durch die Vorträge auf der TEDxMunich Konferenz vom 7.6.2011 als Tweetrospektive: Tweets, angereichert mit Zwischenkommentaren. <a class="more-link" href="http://schlosser.info/tedxmunich-tweetrospektive/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine gute Veranstaltung war dieses <a href="http://www.tedxmunich.com/" class="liexternal">TEDxMunich</a> am 7. Juni in der TonHalle München.</p>
<p>Beinahe wäre es mit dem Live-Twittern nichts geworden:</p>
<p>Die TonHalle ist in der Nähe des Ostbahnhofs leicht zu finden, und zu spät bin ich auch nicht dran:</p>
<p>Pünktlichkeit ist ja die Kunst abzuschätzen, wie weit sich der andere verspäten wird. Und damit lag ich ganz gut.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://yfrog.com/gzujlasj" class="liimagelink"><div style="overflow:hidden;display:table;line-height:0;text-align:center;width:512px;" class="aligncenter"><img class=" shadow_curl" title="TEDxMunich - Stage" src="http://desmond.yfrog.com/Himg611/scaled.php?tn=0&amp;server=611&amp;filename=ujlas.jpg&amp;xsize=640&amp;ysize=640" alt="TEDxMunich - Stage" width="512" height="382"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; max-width:100% !important;"><br/><img src="http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_curl.png" class="shadow_img" style="margin:0 !important;height:10px;width:100%;"></div></a></p>
<p>Die Halle selbst erstaunt mich dann doch, weniger wegen der Halle selbst, sondern mehr wegen der Nicht-Dekoration. Ein großes TEDx-Logo hätte bestimmt noch zum TED-Feeling beigetragen und sich auf Fotos wohl gut gemacht.</p>
<p>Nach zwei für mich schwer zugänglichen Vorträgen zum Auftakt gibt es nun den ersten Redner, der sichtbar zum und mit dem Publikum spricht und sich nicht hinter Technik versteckt, obwohl er Technik nutzt:</p>
<p><a href="http://www.vhumanforum.com/" class="liexternal">Peter Plantec</a>s virtuelle Assistentin ist &#8211; trotz großer technischer Schwierigkeiten und Verzögerung – ein versöhnlicher Abschluß der ersten Session.</p>
<p>Bei <a href="http://www.charisma-coaching.com/" class="liexternal">Naomi Isaacs</a> Vortrag über ihr Projekt »<a href="http://www.singing4all.de" class="liexternal">Jeder kann singen</a>« ist für mich dann endgültig die Eröffnung von TEDxMunich. Ihre Präsenz, ihr bewußter Einsatz von Sprache, ihr Herantreten ans Publikum, die kleinen Übungen für alle, das war ganz großes Kino. Übrigens ohne jegliche Technik.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://yfrog.com/h0rhrryj" class="liimagelink"><div style="overflow:hidden;display:table;line-height:0;text-align:center;width:512px;" class="aligncenter"><img class=" shadow_curl" title="Prof. Klumpner bei TEDxMunich" src="http://desmond.yfrog.com/Himg612/scaled.php?tn=0&amp;server=612&amp;filename=rhrry.jpg&amp;xsize=640&amp;ysize=640" alt="Prof. Klumpner bei TEDxMunich" width="512" height="382"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; max-width:100% !important;"><br/><img src="http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_curl.png" class="shadow_img" style="margin:0 !important;height:10px;width:100%;"></div></a></p>
<p>Die Zusammenballung von immer mehr Menschen in städtischen Umgebungen ist eine Herausforderung, die speziell in der südlichen Hemisphäre zu gigantischen wilden Siedlungen führt (zu dieser Rede ist auch der <a href="http://www.tedxmunich.com/speakers/hubert-klumpner.html" class="liexternal">Abstract</a> lesenswert). <a href="http://www.arch.ethz.ch/darch/institute.php?lang=de&amp;pageid=6&amp;aktname=klumpner" class="liexternal">Prof. Hubert Klumpner</a> von der ETH Zürich berichtet über ein Projekt, bei dem in einer großen Siedlung eine Seilbahn als öffentliches Nahverkehrsmittel gebaut wurde. Alpenländische Ingenieurskunst als Lösung für ein Urbanisierungsproblem – wunderbar. Und ein sehr überzeugender Redner dazu.</p>
<p>Wie noch mehrmals an diesem Tag werden TED-Videos eingestreut, die durchwegs kurze, gute Reden von meist US-amerikanischen TED- und TEDx-Veranstaltungen bringen. Dies bremst jedoch leider das Live-Gefühl und macht es den anwesenden Rednern schwerer.</p>
<p><a href="http://www.petermfriess.com/" class="liexternal">Dr. Peter Friess</a> weiß, was im Silicon Valley in Sachen Kunst passiert, denn er hält das Tech Museum San José am laufen und gibt in seinem Vortrag Einblicke in die unterschiedlichen Vorstellungen eines Museum von europäischen und amerikanischen Besuchern, und dass die Kunst der Innovation auch stark darin besteht, existierendes zu finden und zur Anwendung zu bringen. Mir gefällt’s.</p>
<p>Wo kommt Innovation her? Wie läßt sich Innovation vorhersagen? In einer mitreißenden Rede gibt <a href="http://nowandnext.com/?action=misc&amp;subaction=who_is" class="liexternal">Richard Watson</a> einen Einblick in die szenarienbasierte Vorhersagewelt. Die Zukunft hängt demnach davon ab, was jeder einzelne für sich als mentales Modell wählt.</p>
<p>Ein Feuerwerk an Gags aus guter Beobachtungsgabe brennen die <a href="http://crumbscomedy.blogspot.com/" class="liexternal">Improvisationstheater-Künstler »Crumbs«</a> ab. Stephen Sim und Lee White sind wunderbar aufeinander eingespielt und nehmen Versatzstücke aus den Reden bis hierher auf, wirbeln sie durcheinander und bauen eine tolle Parodie daraus.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://yfrog.com/gyd2ackdj" class="liimagelink"><div style="overflow:hidden;display:table;line-height:0;text-align:center;width:512px;" class="aligncenter"><img class=" shadow_curl" title="Claudia Sommer mit beiden Händen in der Hosentasche bei TEDxMunich" src="http://desmond.yfrog.com/Himg610/scaled.php?tn=0&amp;server=610&amp;filename=d2ackd.jpg&amp;xsize=640&amp;ysize=640" alt="Claudia Sommer mit beiden Händen in der Hosentasche bei TEDxMunich" width="512" height="382"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; max-width:100% !important;"><br/><img src="http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_curl.png" class="shadow_img" style="margin:0 !important;height:10px;width:100%;"></div></a></p>
<p>Das Unglück von Fukushima ist tragisch und wäre wahrscheinlich vermeidbar gewesen, und dennoch kann ich persönlich mit der Rede der Greenpeace-Mitarbeiterin nichts anfangen (was an mir selbst liegen kann).<br />
Sehr schön dafür die Musik danach mit der <a href="http://newyorkjazz.de/Mosch_Levy_Hollander/Welcome.html" class="liexternal">Jazzformation »Von Mosch-Levy-Hollander Group«</a>. Zwei Saxophone, ein Kontrabass, Schlagzeug: das ist alles, was die Jungs brauchen, um abwechslungsreich und ansprechend zu spielen.</p>
<p>Das »Küken des Tages« ist <a href="http://www.ricardosousa.me/" class="liexternal">Ricardo Sousa</a> mit einem Vortrag über die Notwendigkeit, Unternehmertum in Schulen zu lehren statt bloßer Fakten. Wunderbar inspirierend, und obendrein optisch ansprechend umgesetzt:</p>
<p>Als Pseudo-versehentliche Einlage folgt eine Live-Videoverbindung mit einem Chatroulette-Pianisten, der auf Zuruf Musikstücke zu beliebigen Themen improvisiert. Nett.</p>
<p>Unter dem Schlagwort Hyperinstrumente stellt <a href="http://www.todmachover.com/" class="liexternal">Tod Machover</a> vom <a href="http://www.media.mit.edu/" class="liexternal">MIT Media Lab</a> zum einen Instrumente vor, die anstatt klassischer Klangerzeugung aus beliebiger Haptik Klänge, Töne und Klangfärbungen erzeugen, und zwar sowohl für Profimusiker als auch für Kinder und Laien. Der Vortrag gipfelt in der Vorstellung einer durch ihn initiierten und ausgearbeiteten Oper, die diese Technologien &#8211; die sich auch mit Gesang verbinden lassen &#8211; auf die Bühne bringt.</p>
<p>Das Lokal <a href="http://www.buckswoodside.com/" class="liexternal">Buck&#8217;s of Woodside</a> betreibt Jamis MacNiven in San Jose, und erzählt über Begegnungen und den Erfindergeist von Silicon Valley. Und so wie HP in der Garage anfing und Apple in Steve Jobs&#8217; Wohnzimmer, so hat übrigens auch <a href="http://www.mathworks.de/company/newsletters/news_notes/clevescorner/dec04.html" class="liexternal">Jack Littles MATLAB und MathWorks als kommerzielle Implementierung seinen Ursprung in einem Wohn/Schlafzimmer im Silicon Valley</a>.</p>
<p>Ein paar mehr Sprecher aus Deutschland und Europa täten der Konferenz bestimmt ganz gut. Haben wir tatsächlich so wenige Menschen in der Region, die etwas für TEDx passendes zu sagen haben?</p>
<p>Gesundheitsbedingt gibt es nur eine Videoverbindung zu <a href="http://www.robcaughlan.com/" class="liexternal">Robert Caughlan</a>, der Gedanken zu Naturschutz, Sauberkeit der Meere und eigene Verhaltensweisen mitgibt, dies aber auf sehr inspirierende und nicht belehrende Weise tut.</p>
<p>Im vorletzten Vortrag erzählt Vulkanologe <a href="http://www.sheffield.ac.uk/geography/staff/mcgonigle_andrew" class="liexternal">Dr. Andrew McGonigle von der Uni Sheffield</a> über Datenaufnahme und Deutung von vulkanischen Gasen. Ein sehr kurzweiliges, spannendes und doch komplexes Thema, überzeugend und mitreißend präsentiert!</p>
<p>Den rednerischen Abschluss bestreitet Frank X. Lonergan über das <a href="http://www.burningman.com" class="liexternal">Burning Man Festival</a>, eine alternative Kultur/Musik/Kunst-Party, die jedes Jahr in Nevada zehntausende eine Woche zum campen in die Wüste lockt. Schön illustiert und vorgetragen.</p>
<p>Das krönende Finale kommt wiederum von Sängerin und Coach Naomi Isaacs zusammen mit Pianist Andy Lutter.</p>
<p>Fazit: eine schöne Veranstaltung mit überwiegend guten Vorträgen. Gute Gespräche und nette Leute kennen gelernt.</p>
<p>Wer andere Eindrücke lesen möchte, wird bei <a href="http://reverbmag.de/tedx-munich/" class="liexternal">Daniel Rehn</a> fündig, der live gebloggt hat. Meine persönliche fotografische Erinnerung an den Tag findet sich auf <a href="http://365.schlosser.info/2011/06/07/tedxmunich/" class="liexternal">365 Tage</a>:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://365.schlosser.info/2011/06/07/tedxmunich/" class="liimagelink"><div style="overflow:hidden;display:table;line-height:0;text-align:center;width:500px;" class="aligncenter"><img class=" shadow_curl" title="TEDxMunich - 365 Tage" src="http://farm3.static.flickr.com/2429/5809653844_a5a92a1914_d.jpg" alt="TEDxMunich - 365 Tage" width="500" height="374"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; max-width:100% !important;"><br/><img src="http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_curl.png" class="shadow_img" style="margin:0 !important;height:10px;width:100%;"></div></a></p>
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		<title>Soziale Netze und ihre analoge Entsprechung oder wie Sie Xing besser nicht benutzen</title>
		<link>http://schlosser.info/soziale-netze-und-ihre-analoge-entsprechung-oder-wie-sie-xing-besser-nicht-benutzen/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 06:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Spam]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div style="overflow:hidden;display:table;line-height:0;text-align:center;width:294px;" class="aligncenter"><img class="size-full wp-image-1384  shadow_curl" title="Xing Nachrichten" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/xingnachrichten.jpg" alt="Xing Nachrichten" width="294" height="152"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; max-width:100% !important;"/><br /><img src="http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_curl.png" class="shadow_img" style="margin:0 !important;height:10px;width:100%;"/></div></p>
<p><strong>Halten Sie sich immer vor Augen, wie eine Aktion in einem sozialen Netz in der analogen Welt entprechend aussähe und respektieren Sie Ihr Gegenüber.</strong></p>
<h2>Der Sinn von sozialen Netzwerken – die Problemstellung</h2>
<p><strong>Wozu sind soziale Netzwerke wie Xing da?</strong> Um Kontakte, die man auf direkte oder indirekte Weise kennenlernt, aufheben zu können, um später mit dem betreffenden wieder in Kontakt zu treten, und um außerdem von deren Netzwerk profitieren zu können und diese im Gegenzug von unserem. Zumindest meiner Meinung nach.</p>
<p><strong>Wozu sind soziale Netzwerke <em>nicht</em> da?</strong> Zahllos Kontakte zu sammeln, die man nicht kennt, ist wohl weniger das Ziel, … <a href="http://schlosser.info/soziale-netze-und-ihre-analoge-entsprechung-oder-wie-sie-xing-besser-nicht-benutzen/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div style="overflow:hidden;display:table;line-height:0;text-align:center;width:294px;" class="aligncenter"><img class="size-full wp-image-1384  shadow_curl" title="Xing Nachrichten" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/xingnachrichten.jpg" alt="Xing Nachrichten" width="294" height="152"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; max-width:100% !important;"><br/><img src="http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_curl.png" class="shadow_img" style="margin:0 !important;height:10px;width:100%;"></div></p>
<p><strong>Halten Sie sich immer vor Augen, wie eine Aktion in einem sozialen Netz in der analogen Welt entprechend aussähe und respektieren Sie Ihr Gegenüber.</strong></p>
<h2>Der Sinn von sozialen Netzwerken – die Problemstellung</h2>
<p><strong>Wozu sind soziale Netzwerke wie Xing da?</strong> Um Kontakte, die man auf direkte oder indirekte Weise kennenlernt, aufheben zu können, um später mit dem betreffenden wieder in Kontakt zu treten, und um außerdem von deren Netzwerk profitieren zu können und diese im Gegenzug von unserem. Zumindest meiner Meinung nach.</p>
<p><strong>Wozu sind soziale Netzwerke <em>nicht</em> da?</strong> Zahllos Kontakte zu sammeln, die man nicht kennt, ist wohl weniger das Ziel, gleichwohl es Mitglieder gibt, die dies verfolgen. Zumindest meiner Meinung nach.</p>
<h2>Eine Spam-Nachricht in Xing – das konkrete Beispiel</h2>
<p>So erhielt ich unlängst folgende Xing-Nachricht:</p>
<blockquote><p><a href="http://schlosser.info/wp-content/uploads/xingspam-msg.jpg" rel="lightbox[1381]" title="Xing Nachrichtenspam" class="liimagelink"><div style="overflow:hidden;display:table;line-height:0;text-align:center;width:320px;" class="alignright"><img class=" size-full wp-image-1382  shadow_curl" title="Xing Nachrichtenspam" src="http://schlosser.info/wp-content/uploads/xingspam-msg.jpg" alt="Xing Nachrichtenspam" width="320" height="246"  style="padding:0 !important; margin:0 !important; max-width:100% !important;"><br/><img src="http://schlosser.info/wp-content/plugins/shadows/shadow_curl.png" class="shadow_img" style="margin:0 !important;height:10px;width:100%;"></div></a>Hallo,<br />
Sie sind Mitglied in der Gruppe Kontaktmaschine,<br />
ich würde Sie gerne zu meinem Netzwerk hinzufügen,<br />
vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit gemeinsam an Synergien teilzuhaben<br />
Gruss<br />
##########</p>
<p>Hallo,<br />
Sie sind Mitglied in der Profesionell Netzwerken ,<br />
ich würde Sie gerne zu meinem Netzwerk hinzufügen,<br />
vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit gemeinsam an Synergien teilzuhaben<br />
Gruss<br />
##########</p></blockquote>
<h2>Tatbestand des Spammens – die Interpretation</h2>
<p>Seit dem Tag bin ich davon überzeugt, dass man zum Spammer werden kann, ohne dass man sich selbst als solcher wahrnimmt. Was denkt sich jemand dabei? Nehme ich mir ein Telefonbuch heraus, rufe Leute an, deren Namen mir gefällt und frage, ob sie mich nicht in ihr Adressbuch aufnehmen möchten? (Denn das ist ja ein Bestandteil der bidirektionalen Vernetzung in Xing). Und das, ohne sie persönlich anzusprechen, ja sich nicht einmal die Mühe zu machen, für die beiden Xing-Gruppen, von denen ich nur in einer Mitglied bin, separate Nachrichten zu verfassen?</p>
<p>Was ich ebenfalls nicht weiß, ist, wie man gemeinsam an Synergien teilhat, bislang ging ich davon aus, dass Synergien erst durch Zusammenarbeit entsteht. Und um noch ganz pingelig zu sein: »Gruß« schreibt man mit Eszett, weil das »u« davor lang gesprochen wird.</p>
<h2>Nachdenken und analog handeln &#8211; Lösungsansätze</h2>
<p>So sehe ich mehrere Ansätze, diese Nachricht zu verstehen und zu lösen:</p>
<ol>
<li>Derjenige ist interessiert daran, dass ich ihn in mein Adressbuch schreibe. Lösung: ich aber nicht, wird nicht passieren. Ich halte das für Spam und <a href="https://www.xing.com/help/hilfe-und-faq-2/wie-nutze-ich-xing-effektiv-55/datensicherheit-153/wie-kann-ich-unerwunschte-nachrichten-auf-xing-melden-160" class="liexternal">gab diese Ansicht auch an Xing</a> weiter.</li>
<li>Derjenige ist interessiert daran, was ich so mache. Lösung: dafür gibt es asynchrone soziale Netze wie Twitter. Dort kann er mir folgen, ohne dass ich etwas zu tun brauche.</li>
</ol>
<p>Und was haben Sie jetzt davon? Welcher Grundsatz ist beim Umgang mit sozialen Netzen für mich hilfreich?</p>
<p>Beispiel: dieser Blogpost ist ein Blatt einer zusammengetackerten Mappe, die irgendwo auf einem Tisch im Foyer einer Tagung liegt. Müssen Sie nicht lesen, ich freu mich wenn Sie es doch tun. Ich poste den Titel und Link in <a href="http://www.xing.com/profile/Joachim_Schlosser" class="liexternal">Xing</a> und <a href="http://twitter.com/schlosi" class="liexternal">Twitter</a> und hefte damit das Blatt an mein schwarzes Brett. Wer regelmäßig auf mein schwarzes Brett sieht, wird also davon erfahren, muß aber nicht.</p>
<p>Da halte ich es wie der <a href="http://blog.orangemarketing.de/2011/04/26/social-media-und-das-moderne-marketing-nehmen-sie-es-bitte-personlich/" class="liexternal">Artikel im Orange Marketing Blog</a>: Ich nehme soziale Netze persönlich.</p>
<p><strong>Halten Sie sich immer vor Augen, wie eine Aktion in einem sozialen Netz in der analogen Welt entprechend aussähe und respektieren Sie Ihr Gegenüber.</strong></p>
<p>Welche Verhaltensweise in sozialen Netzwerken stört oder befremdet Sie? Bitte fügen Sie Ihren Kommentar hinzu.</p>
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		<title>Schwimmen im hier und jetzt</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 19:19:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Wie oft tun wir das eine, fühlen etwas anderes und denken über etwas drittes nach? Aufgerüttelt durch einen <a href="http://www.fritze-blitz.de" class="liexternal">Fritze-Blitz Podcast</a> wurde ich mir dessen wieder gewahr, und jetzt beim Schreiben fiel mir auch ein Artikel zum <a href="http://artarra.com/?p=818" class="liexternal">Zauber des Augenblicks</a> in die Hände. So auch kürzlich bei einem mehrtägigen Ausflug auf die Embedded World, bei der ich eines Abends zunächst einfach 15 Minuten schwimmend runterreißen wollte, um mich nach dem langen Stehen am Messestand etwas zu bewegen.</p>
<p>Doch dann fiel mir etwas besseres ein: <strong>Schwimmen im hier und jetzt</strong>. Ohne Gedanken an die Zeit. Ohne Druck. Ohne Leistungsziel. Ohne andere … <a href="http://schlosser.info/schwimmen-im-hier-und-jetzt/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie oft tun wir das eine, fühlen etwas anderes und denken über etwas drittes nach? Aufgerüttelt durch einen <a href="http://www.fritze-blitz.de" class="liexternal">Fritze-Blitz Podcast</a> wurde ich mir dessen wieder gewahr, und jetzt beim Schreiben fiel mir auch ein Artikel zum <a href="http://artarra.com/?p=818" class="liexternal">Zauber des Augenblicks</a> in die Hände. So auch kürzlich bei einem mehrtägigen Ausflug auf die Embedded World, bei der ich eines Abends zunächst einfach 15 Minuten schwimmend runterreißen wollte, um mich nach dem langen Stehen am Messestand etwas zu bewegen.</p>
<p>Doch dann fiel mir etwas besseres ein: <strong>Schwimmen im hier und jetzt</strong>. Ohne Gedanken an die Zeit. Ohne Druck. Ohne Leistungsziel. Ohne andere Gedanken. Den Augenblick genießen.</p>
<p>Bevor ich ins Becken steige, atme ich tief ein und aus, ich fühle, wie die Luft durch die Nasenflügel strömt. Ich spüre das Wasser, wie es beim Eintauchen an den Händen vorbeiperlt. Das Ende des Beckens ist nur wenige Züge entfernt. Bei jedem Zug im Brustschwimmen tauche ich mit dem Kopf unter Wasser, fühle und sehe, wie ich im kühlen Naß dahingleite.</p>
<p>Ich stoße mich nicht ab, sondern schwimme frei wieder los. Die Kraft zum Beschleunigen wende ich gerne auf und habe so mehr von dem kurzen Becken. Die Schultern spüren, wie sie bei der Kraulbewegung kreisen. Bei den ersten bewussten, großen Bewegungen nehme ich ein leichtes Knacksen wahr, zunächst in der Schulter, dann in der Wirbelsäule.</p>
<p>Die Arme ganz lang machen, spüren wie sich die Muskeln strecken. Die Wirbelsäule knackst wieder leicht. Den Ellenbogen bewusst aus dem Wasser heben, sich an dessen Kreisbewegung erfreuen. Die Bewegung fühlt sich so an, wie die Stange außen an den Rädern einer Dampflokomotive.</p>
<p>Atmen. Der Brustkorb hebt und senkt sich. Ich spüre in meinen Eingeweiden, wie das Zwerchfell arbeitet. Die Hände ganz weit unter dem Körper durchziehen. Das Wasser spielt um die Finger. Ich weiß nicht, ob der Stil genau so richtig ist, aber darauf kommt es auch nicht an. Es fühlt sich einfach gut an.</p>
<p>Unter mir ziehen die Fliesenfugen des Schwimmbeckens dahin. Ich sehe nur ganz wenige einzelne Schwebeteilchen im Wasser. Außer mir sind heute Abend nur noch zwei andere Schwimmer im Becken. Einer davon macht soeben eine Wende, und tausende Luftbläschen bilden für kurze Zeit einen weißen Vorhang unter Wasser. Weiter vorne rückt am Boden ein Ablaufdeckel ins Blickfeld. Ich weiß nicht, was er bedeutet, und es ist mir auch egal. Ich greife mit der Hand nach dem Beckenrand, um gemütlich zu wenden. Die Fliesen fühlen sich glatt an. Ein Finger liegt in einer Fuge. Die Kante der Fliese ist scharf, der Fugenzement dagegen rau. Wieder abstoßen, noch eine Bahn</p>
<p>Das Schwimmen hat heute etwas sehr meditatives. Ich zähle nicht die Bahnen, nicht die Züge. Und es macht Spaß, mit möglichst wenigen ruhigen Zügen das Becken zu durchqueren.</p>
<p>Ein Blick auf die Uhr an der Wand der kleinen Halle macht mir gewahr, dass über eine halbe Stunde vergangen ist und damit mehr als doppelt so viel, als ich mir vorgenommen hatte.</p>
<blockquote><p>Fokussiere dich nicht immer auf das Ziel. Erfreue dich an der Tätigkeit, die dich dem Ziel näher bringt.</p></blockquote>
<p>Was tut Ihnen gut?</p>
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		<title>Stress liegt im Auge des Betrachters – Was Pendler nicht nerven muss</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 21:04:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analog]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
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		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Sichtweise]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Die Karrierebibel listet uns uns auf, <a href="http://karrierebibel.de/stressfaktoren-was-pendler-auf-dem-weg-zur-arbeit-nervt/" class="liexternal">was Pendler auf dem Weg zur Arbeit nervt</a>. Das erinnert mich unbedingt an meine Behauptung »<a href="http://schlosser.info/die-eigene-sichtweise-macht-die-realitaet-aus/" title="Die eigene Sichtweise macht die Realität aus" class="liinternal">Die eigene Sichtweise macht die Realität aus</a>«.</p>
<p>Die Frage ist doch, ob ich diese Faktoren nur »nicht begrüße« oder ob sie mir »Stress machen«. Und ob mir etwas Stress macht, ist allein <em>meine Entscheidung</em>. Wie <a href="http://www.abenteuer-motivation.de" class="liexternal">Nicola Fritze</a> zu sagen pflegt: Ich habe immer die Wahl.</p>
<h2>Stressfaktoren und andere Sichtweisen darauf</h2>
<h3>1.	Verspätungen und Betriebsstörungen	44%</h3>
<p>Verspätungen sind immer schade. Meine Verspätungen sind meist weniger als 30min, vielleicht habe ich da einfach Glück.</p>
<p>Mein Tipp: Immer … <a href="http://schlosser.info/stress-liegt-im-auge-des-betrachters-was-pendler-nicht-nerven-muss/" class="read_more">Weiterlesen...</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Karrierebibel listet uns uns auf, <a href="http://karrierebibel.de/stressfaktoren-was-pendler-auf-dem-weg-zur-arbeit-nervt/" class="liexternal">was Pendler auf dem Weg zur Arbeit nervt</a>. Das erinnert mich unbedingt an meine Behauptung »<a href="http://schlosser.info/die-eigene-sichtweise-macht-die-realitaet-aus/" title="Die eigene Sichtweise macht die Realität aus" class="liinternal">Die eigene Sichtweise macht die Realität aus</a>«.</p>
<p>Die Frage ist doch, ob ich diese Faktoren nur »nicht begrüße« oder ob sie mir »Stress machen«. Und ob mir etwas Stress macht, ist allein <em>meine Entscheidung</em>. Wie <a href="http://www.abenteuer-motivation.de" class="liexternal">Nicola Fritze</a> zu sagen pflegt: Ich habe immer die Wahl.</p>
<h2>Stressfaktoren und andere Sichtweisen darauf</h2>
<h3>1.	Verspätungen und Betriebsstörungen	44%</h3>
<p>Verspätungen sind immer schade. Meine Verspätungen sind meist weniger als 30min, vielleicht habe ich da einfach Glück.</p>
<p>Mein Tipp: Immer was zu lesen oder zum arbeiten dabei haben. Mit Laptop zum Arbeiten stören mich Verspätungen nur wenig. Über die Hälfte der Befragten sieht das auch nicht als Stressfaktor an.</p>
<p>Im Auto ist ein Stau ebenfalls bedauerlich, doch viel besser auszuhalten, wenn man Musik oder einen schönen Podcast dabei hat. Wenn ich freilich so spät losfahre, dass jeder Stau meinen Termin infrage stellt, dann habe ich Stress. Der ist durch gute Planung zu vermeiden.</p>
<h3>2.	Schlechte/gefährliche Fahrweise	40%</h3>
<p>Immer überlegen, ob der andere schlecht/gefährlich fährt oder ob ich selber vielleicht mit meiner Reaktionsgeschwindigkeit nicht ganz auf der Höhe bin. Vielleicht bin ich nicht ausgeschlafen oder heute mal schreckhaft?</p>
<h3>3.	Aggressive Autofahrer	38%</h3>
<p>Ist tatsächlich der andere aggressiv? Oder bin ich&#8217;s selbst und interpretiere Handlungen des anderen?</p>
<p>Habe ich einen Drängler hinter mir, so lasse ich ihn vorbei und muss mir keine Gedanken mehr über ihn machen.</p>
<h3>4.	Mangelnde Information durch Verkehrsunternehmen	25%</h3>
<p>Stimmt, das ist schade. Aber verursacht es Stress?</p>
<h3>5.	Schlechte Luft und Hitze	22%</h3>
<p>Wo? Im Auto? Lüften! In der Bahn? Ja, in der Tat schade. Wäre ich grad in einer Disco, wär die Luft noch schlechter und heißer. Also, Musik auf dem iPod aufdrehen und Disco-Feeling starten.</p>
<p>Ich gebe zu: ich geh nicht in Discos. Schlechte Luft und Hitze ist etwas, was mich im Zug tatsächlich bisweilen stört. Aber Stress verursacht schlechte Luft keinen, höchstens Übelkeit.</p>
<p>Die beste Sicht auf ausgefallene Klimaanlagen im ICE bieten übrigens die <a href="http://images.google.de/images?q=karikatur+ice+sauna" target="_blank" class="liexternal">Karikaturen</a>, die wir im Sommer sahen.</p>
<h3>6.	Laute Handy-Gespräche	21%</h3>
<p>Da kann ich recht einfach selbst Abhilfe schaffen und den betreffenden bitten, leiser zu telefonieren. Die meisten machen das ja unabsichtlich und sind sogar dankbar für eine freundliche Bitte.</p>
<p>Oder ich setze mich im Zug in einen Wagen mit dem »pssst«-Zeichen. Oder ich setze meine Kopfhörer auf.</p>
<h3>7.	Körper- und Essensgerüche	13%</h3>
<p>Dann setz ich mich woanders hin. Hilft. Ein kurzer Gesichtscheck beim Einsteigen davor hilft ebenfalls. Pendler entwickeln im Normalfall einen guten Blick für sowas.</p>
<h2>Stress liegt im Auge des Betrachters&#8230;</h2>
<p>&#8230; nicht in der Sache selbst.</p>
<p>Was stresst Sie? Und wie könnten Sie es anders sehen?</p>
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