E-Post oder wenn Plagiarismus auf Datensammelwut trifft

Um’s kurz zu machen: Kein Mensch Bürger braucht E-Post. Denn was soll einer der Hauptvorteile davon sein? Dass man sichergehen kann, dass derjenige, dem man schreibt, auch der richtige ist. Und andersherum dass der Sender einer Mail ebenfalls eindeutig zu identifizieren ist. Meine Herren und Damen, das gibt’s schon. Sogar in Programmform, heißt Pretty Good Privacy und gibt’s auch als GNU Privacy Guard für umsonst und frei. Bloß nicht in dem schicken Gelb wie bei der Post.

E-Post ist laut Kleingedrucktem unbenutzbar“, wie Holger Köpke feststellte, nicht nur weil teuer und mit 95% Verfügbarkeit eventuell gute zwei Wochen im Jahr nicht erreichbar, sondern auch noch mit einer Abrufverpflichtung versehen (sehr schön aufgegriffen von Markus Beckedahl) und mit Spamgarantie. Und nicht zuletzt natürlich auch mit Herausgabe von Daten an Behörden, die dies eventuell wollen. Jens Scholz macht sich denn auch Gedanken über die Auswirkungen auf die Vertraulichkeit solcherart übertragener Nachrichten.

Es werden trotzdem Heerscharen diese Dienste nutzen, einfach deshalb weil’s die Deutsche Post anbietet. Und das hat ja schon fast was notarielles. Ich finde den Dienst einfach nur deshalb überflüssig, weil’s das im Prinzip schon gibt. E-Post ist ein Plagiat, nur leider ein schlechtes.

Die seit langem verfügbare Möglichkeit, Nachrichten per PGP/GnuPG zu unterzeichnen, und PGP-Schlüssel bei einer entsprechenden Stelle verifizieren zu lassen, ist jedoch leider der Mehrzahl der Internetnutzer nicht bekannt. Dabei wird der öffentliche Schlüssel, den man sich generiert hat, an eine Zertifizierungsstelle übertragen und auf verschiedene Weisen sichergestellt, daß der Schlüssel auch wirklich zur jeweiligen Person gehört.

Und die Sache mit der Schlüsselzertifizierung wäre auch die elegante Lösung: Die Vorgehensweise des Postident ist ja auch hier anwendbar: Dann ginge man eben mit dem Fingerabdruck seines öffentlichen Schlüssels und dem Personalausweis zur Post, um sich zu einmalig zu identifizieren. Und von mir aus fördert man diese Zertifizierungsstelle dann öffentlich. Das dürfte sogar die Post selber sein.

Freilich müßten diese Zertifizierungsstellen dann noch per Gesetz anerkannt von allen Behördern sein. Wäre aber wahrscheinlich zu einfach…

Ein Gegenargument könnte sein, dass tausende Nutzer dann aber ihre privaten Schlüssel entweder verschlampen oder veröffentlichen könnten. Dassselbe passiert aber auch mit den Zugangsdaten zur E-Post. (Ich bin ja schon lange für ein Fach “Medien- und Internetkompetenz” an Schulen, Berufsschulen und Unis und von mir aus bei der Einbürgerung, aber das wäre wohl ein anderes Thema…)

Was bleibt? Ein Versuch mehr, neben einer frei und kostenlos verfügbaren Technologie eine weitere mit weniger Leistung, dafür aber kostenpflichtig zu etablieren. Gegen das kostenpflichtig hätte ich noch gar nichts, ich würde sogar eine geringe Jahresgebühr für einen zertifizierten Schlüssel zahlen, wenn mir dieser einige Behördengänge und Briefe ersparen könnte.

Share:
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • RSS
  • Digg
Posted in Allgemein, Analog | Tagged , , , , , | Leave a comment

Gelesen: Thorsten Havener – Ich weiss, was du denkst

Thorsten Haveners Buch ist sehr viel besser, als der Titel vermuten lässt. Gut verständlich führt er in die Tradition der Gedankenleser ein, erklärt Prinzipien der Wahrnehmung und Signale des Körpers und gibt – wo angebracht – weiterführende Literaturhinweise. Mir gefällt der positive Grundton des Buches.

Hier geht es nicht darum, einen Vorteil aus genauem Beobachten zu ziehen, sondern dem Leben eine positive Seite abgewinnen zu können. Gleichzeitig schärft es die Sinne für die Tricks und Verführungen in Werbung und Verkauf, die einem in der modernen Welt begegnen.

“Die Welt ist das, wofür wir sie halten”, mit dieser Kapitelüberschrift beginnt Havener sein Buch und erläutert darin, wie sehr sich Wirklichkeit und unsere Wahrnehmung ihrer unterscheiden können, und wie sich unsere Wahrnehmung wiederum auf unser Tun auswirkt. Darüber gibt es übrigens ein schönes Buch von Paul Watzlawick, welches ich in einem früheren Beitrag besprach.

Im nächsten Kapitel geht es um die Wechselwirkung von Gedanken und Aktionen des Körpers, und damit einen Kernbereich, den Havener für seine Kunst des “Gedankenlesens” nutzt. Jeder Körperteil spiegelt das Denken auf seine eigene Weise wider. Havener bietet in jedem Kapitel auch kleine Übungen und Selbstversuche, um das Gelesene am eigenen Leib zu erfahren.

Nach diesen Grundlagen geht es an die verschiedenen Formen der Suggestion und damit auch das bewußte Nutzen der obigen Wechselwirkungen bei sich selbst und anderen. Dabei verwendet Havener sowohl bewußte verbale Sprache als auch Körpersprache, um bestimmte Reaktionen hervorzurufen.

Es schließen sich drei kurze Kapitel an, welche einen Ausblick auf die weiteren Möglichkeiten geben wie etwa Mentaltraining. Noch wichtiger ist ihm aber das bewußte Leben, die positive Grundhaltung und das Denken außerhalb der ausgetretenen Pfade und Straßen. Havener lädt seine Leser ein, wach und aufmerksam durch Leben zu gehen und seinen Mitmenschen wohlgesonnen zu begegnen, und auf Pläne konkrete Taten folgen zu lassen. Denn so wird auch das eigene Leben bereichert. Und das, denke ich, ist eine erstrebenswerte Grundhaltung.

Thorsten Haveners Buch bei Amazon kaufen…

Share:
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • RSS
  • Digg
Posted in Bücher | Tagged , , , , | Leave a comment

Eine gute Baustelle: A8 Augsburg-München

Niemand mag Baustellen, außer vielleicht Baufirmen. Insbesondere trifft dies auf Straßenbaustellen zu. Wenn ich durch eine solche fahre, hilft mir meist der Gedanke, dass eine Baustelle normalerweise das Ziel hat, den Zustand zu verbessern, so daß der Verkehr nach Abschluß der Arbeiten besser läuft als im Urzustand. Während der Arbeiten herrscht meist Frust, Stau, Überforderung. Ein positives Gegenbeispiel möchte ich hier anbringen: Die A8-Baustelle zwischen Augsburg und München.

Warum schreibe ich eigentlich von Autobahn, wo ich doch Bahnfahren propagiere? Na, ich habe den Luxus, auf meinem viel zu langen Arbeitsweg zwischen beiden Verkehrsmitteln wählen zu können, und wäge dafür Zeit gegen Bequemlichkeit ab.

Gestartet Anfang 2007, ist sie mit über 40km Gesamtlänge eine der längsten der Republik. Was ist das Ziel? Die A8 wird von 4 auf 6 Spuren verbreitert und mit Standstreifen versehen. Im Endeffekt ist dies ein Neubau, da die alte Fahrbahn nicht mehr zu verwenden ist.

Autobahnbaustellen sind nun meist eng, mit zuwenig Spuren, überraschend, dauernd wechselnd, schlecht angekündigt, mit gefährlichen Löchern, schlecht gestellten Baken und dem Gegenverkehr auf wenige Zentimeter Nähe ohne was dazwischen.

Ganz anders diese Baustelle. Durchgehend vierspurig, finde ich die einzelnen Fahrstreifen komfortabel breit. Besonders positiv finde ich die Überleitungen von einer Seite auf die andere, die sehr sanft geschwungen sind und somit ohne Bremsen durchfahren werden können (Meine Bitte an die Autobahnmitbenutzer: Dann tut das auch!). Sperrungen von Anschlußstellen werden lange vorher angekündigt durch mehrere Schilder, und vor allem bei den neuralgischen wie Augsburg West und Ost auf ein bis zwei Wochen beschränkt.

Die Arbeiten schreiten meines Erachtens nach sehr gut voran, mittlerweile kann man an zwei langen Stellen schon auf sechs Spuren fahren. Und Ende 2010 soll eh alles fertig sein, und das schaffen die Jungs bestimmt.

Das heißt nicht, dass es nicht des öfteren lang dauert: Immer dann, wenn im tragischsten Fall jemand nicht aufpaßt, zu nah auffährt, einen Spurwechselfehler begeht und schließlich einen Unfall verursacht. Im mittleren Fall, wenn jemand eine Panne hat (Tankt halt rechtzeitig!), und im schwächsten, wenn sich ein PKW-Fahrer nicht am Lastwagen vorbeitraut und trotzdem penetrant auf der linken Spur bleibt (Jeder darf so langsam fahren wie er will, soll das aber dann bitte auf der rechten Spur tun).

Deshalb möchte ich an dieser Stelle den Baufirmen für diese meinem Empfinden nach vorbildliche Baustelle danken. Und der Polizei, die vernünftig und mit Augenmaß kontrolliert. Baustellen sind ein notwendiges Übel, damit’s nachher besser ist als vorher. Und währenddessen kann man es so angenehm machen wie hier geschehen.

Share:
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • RSS
  • Digg
Posted in Analog | Tagged , , , | Leave a comment

9 Wege, mit schwierigen Mitmenschen umzugehen

Jeder hat wohl schon das Unbehagen verspürt, das einen beim Kontakt mit manchen Vertretern der menschlichen Spezies befängt. Lifehack hat bekannte, aber sehr schön zusammengefasste Ratschläge parat, wie man mit solchen Mitmenschen umgehen kann, um das eigene Wohlbefinden nachhaltig zu steigern.

Für diejenigen, denen das Lesen auf Deutsch leichter fällt als auf Englisch, fasse ich hier zusammen:

  1. Du kannst nur dich selbst ändern.
  2. Werde dir über deine Grenzen klar.
  3. Sage vorher, woran man bei dir ist.
  4. Sei hart, wenn es nötig ist.
  5. Ignorier sie.
  6. Nehm’s nicht persönlich.
  7. Schau, wie andere mit ihnen umgehen.
  8. Sei liebenswürdig.
  9. Hilf ihnen, ihr Problem zu finden.

Zu jedem Punkt finden sich Erläuterungen finden direkt im Originalartikel. Der wichtigste Punkt für mich persönlich ist der erste. Gräm dich nicht darüber, wie andere sind, und denke nicht du könntest sie mit deinem Gram ändern. Ändern kannst du nur dich selbst und damit die Art, wie du mit deinem Gegenüber umgehst. Und nur dadurch kann der andere zu einer Änderung angeregt werden.

Share:
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • RSS
  • Digg
Posted in Analog, Tipps & Tricks | Tagged , , , | Leave a comment

10 Gründe, warum Bahnfahren innerdeutsch besser als Fliegen ist

Ja, ich fahre gerne mit dem Zug, vor allem, wenn es auf Dienstreisen geht. Warum? Das möchte ich an dieser Stelle gern mal ausführen.

  1. Im IC/EC/ICE ist auch in der Holzklasse der Sitzabstand größer als im Flugzeug.Genug Platz, um den Laptop aufzuklappen. Außer im Fuggerexpress, dafür muß ich noch auf meinen Laptop mit deutlich kleinerem Bildschirm warten.
  2. Beim Zugfahren komme ich an den Bahnhof, der Zug kommt, ich setze mich auf meinen Platz und kann dann tun, was ich will. Bei Flieger muß ich erst am Check-In anstehen, dort ggf. mein Gepäck abgeben, dann an der Sicherheitskontrolle anstehen, mir dann die Zeit bis zum Boarding vertreiben, dann beim Boarding anstehen, dann im Flieger anstehen, bis ich an den Platz kam. In Summe mindestens eine halbe Stunde Verschnitt, in der ich nichts wirklich tun kann, noch nicht mal einfach rumsitzen und nichts tun.
  3. Im Zug darf man auch beim anfahren/abbremsen am Laptop arbeiten, im Flugzeug bei Start und Landung nicht. Und die Zeit dazwischen ist auf innerdeutschen Flügen gerademal zwanzig bis dreißig Minuten. Außerdem treten Verspätungen beim Bahnfahren nicht öfter auf als beim Fliegen.
  4. Zugfahren schädigt die Umwelt deutlich weniger als Fliegen. Je nach Modell entstehen beim Fliegen 300-400g/km CO2 pro Person, bei der Bahn 40-110g/km CO2 pro Person
  5. Wenn ich von einem Termin später wegkomme, nehme ich einfach den nächsten Zug. Außer bei Sparpreisen geht dies ohne Umbuchungsgebühr.
  6. Im Zug kann ich dank Handyticket auch noch direkt beim Einsteigen eine Fahrkarte lösen.
  7. Der Zug bringt mich innerhalb Deutschlands überall dahin, wo es das Flugzeug auch kann. Und noch an deutlich mehr Orte.
  8. Im Zug habe ich Internet, sei es via Mobilfunk oder stellenweise sogar WLAN. Im Flugzeug nicht oder nur zu horrenden Kosten.
  9. Die Fenster zum rausschauen sind im Zug deutlich größer.
  10. Beim Bahnfahren darf ich soviel Getränke, Shampoo und Rasierschaum im Handgepäck mitnehmen, wie ich will, und darf sie auch im Kulturbeutel lassen statt sie in durchsichtige Plastiktüten zu stecken.

Fazit: Eine Reise von Augsburg nach Hannover dauert mit dem Zug gut vier Stunden, inklusive zehn Minuten Fahrt von mir zu Hause bis zum Bahnhof Augsburg. Mit dem Flugzeug brauche ich eine gute Stunde bis zum Flughafen, fast eine Stunde am Flughafen für Check-in, Sicherheit, Boarding, eine Stunde Flugzeit, eine Stunde für Gepäck einsammeln und vom Flughafen nach Hannover reinkommen. Im einen Zug habe ich fast vier von vier Stunden am Stück für mich, im Flugzeug maximal eine halbe Stunde von vier.

Wie seht Ihr das?

Share:
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • RSS
  • Digg
Posted in Analog | Tagged , , , , | Leave a comment

Ispell für Windows und Emacs

In meiner Anleitung zum Einrichten von LaTeX unter Windows empfehle ich, Ispell als Rechtschreibkontrolle in Emacs einzusetzen. Da es lange Zeit keinen einfachen Installer für Windows gab, der auch gleich deutsche Wörterbucher enthält, stelle ich hier einen eigenen zum Download bereit.

Ich habe getestet unter Windows XP und Windows Vista. Windows 7 folgt demnächst.

Hier ist er: Ispell Windows 32 Installer.

Für mehr Information bitte ich, meinen Artikel zu LaTeX unter Windows zu lesen.

Sie wollen LaTeX lernen? Dann empfehle ich mein Buch Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit LaTeX, mittlerweile in der 3. Auflage!

Share:
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • RSS
  • Digg
Posted in LaTeX/Textsatz, Tipps & Tricks | Tagged , , , | Leave a comment

Gelesen: Manfred Lütz – Gott. Eine kleine Geschichte des Größten

Ein Buch über Gott? Gibt’s da nicht schon mehrere ganz alte? Schon, aber Manfred Lütz packt die Sache anders an. Er erkennt den Gotteszweifel an, nimmt den Atheismus und Gottes-Skepsis als vielfältige Strömung wahr, um dann dessen einzelnen Arten zu analysieren und durch Inkonsistenzen als meist verständliche, dennoch persönliche Ausflüchte zu aufzudecken als sogenannten „schlampigen“ Atheismus. Die vielfältige Skepsis an Gott und speziell der scheinbare Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft ist oft ein Mißverständnis beziehungsweise ein Konstrukt der Publizistik. Continue reading

Share:
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • RSS
  • Digg
Posted in Bücher | Tagged , , , | Leave a comment

Vor der Linse: Wildberg im Allgäu

Bei meinem letzten Besuch im Allgäu war es so schön Wetter, dass dabei noch einige Fotoaufnahmen abgefallen sind. Die St. Leonhardskapelle in Wildberg bei Weißensberg liegt schön neben einem Blumenfeld und bietet ein Farbenspiel aus Licht und Schatten.

Wildberg Fotografie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Share:
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • RSS
  • Digg
Posted in Fotografie | Tagged , | Leave a comment

Griechenland und Euroland bei Gunter Dueck

Gunter Dueck hat das Beste Essay zu den Ursachen der Griechenland/Euroland-Krise vorgelegt, das ich bislang in Händen hielt. Sogar besser als einige Artikel im Spiegel. Aber Dueck muß in seinem Blog natürlich auch nicht so “politisch korrekt” schreiben. Mit einer kleinen Analogie macht er deutlich, dass die Ursache für viele große Krisen einfach nur Verhalten wie beim Kinderfasching ist.

Share:
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • RSS
  • Digg
Posted in Analog | Tagged , | Leave a comment

Virtualisierung als Lösung für alte Hardware an neuem System

Virtuallisierung ist nicht nur was für Clouds und Unternehmen: Für meinen Scanner gibt es keine Treiber für Mac OS X, seinerzeit unter Windows 2000 tat er mir aber gute Dienste. Nun kann ich ihn wieder nutzen; Virtualisierung sei dank.

Als ich von meinem alten Windows 2000-System aufgrund eines irreparablen Hardwaredefekts auf Mac OS X wechselte, ging vieles leichter, einiges aber auch gar nicht mehr: Mein alter Scanner. Schade eigentlich, macht dieser doch gute Scans, ist flott und zuverlässig. Nur leider stellt Canon ausschließlich Treiber für Windows bis Vista bereit. Ein neuer Scanner kommt für mich nicht in Frage, denn der alte geht schließlich noch und so oft wird er nicht genutzt.

Die Behelfslösung war unser Laptop mit Windows Vista, der dann eben zum Scannen herhalten mußte.

Die echte Lösung kam durch Zufall: Ich las von VirtualBox, einer für den persönlichen Gebrauch kostenfreien Virtualisierungslösung. Das ist eine Software, die es erlaubt, innerhalb eines Betriebssystems noch ein anderes zu emulieren.

Die virtuelle Maschine ist schnell eingerichtet, dann das angegraute Windows 2000 wieder aufgespielt – aber gekauft ist halt gekauft. Dann noch die “Guest Addition” installieren, die Grafik-, Sound- und sonstige Treiber installieren, und das Service Pack. Dann der große Moment… der Scannertreiber. Wird es funktionieren? Scanner anstecken, den USB-Port in die virtuelle Maschine durchreichen und… geht!

Mein Fazit: Virtuallisierung ist nicht nur was für Clouds und Unternehmen. Auch zu Hause kann Virtualisierung helfen!

Share:
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • RSS
  • Digg
Posted in Tipps & Tricks | Tagged , , | Leave a comment